Trauma des Kriegers

dc.contributor.authorBeganovic, Davor
dc.date.accessioned2011-03-23T10:17:57Zdeu
dc.date.available2011-03-23T10:17:57Zdeu
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dc.description.abstractDie während und nach dem Krieg 1992-1995 entstandene bosnische Literatur (abgesehen von unbedeutenden Texten, die sich mit der Bearbeitung der heldenhaften Taten der Krieger aus ihrer eigenen Nation befassen) kann ziemlich klar in zwei Genres eingeteilt werden: das eine hat Riccardo Nicolosi als Literatur des belagerten Sarajevo bezeichnet, das andere würde ich, unter Vorbehalt, als eines charakterisieren, das sich dem Trauma des Kriegers widmet. Beide sind durch eine Anti-Kriegs Motivation bestimmt, aber unterscheiden sich wesentlich sowohl poetologisch als auch thematisch voneinander. Während das erste die topographisch verursachten Angstzustände unter die Lupe nimmt, versucht das zweite, die kriegsspezifischen Traumata narrativ zu konzipieren, indem es eine rein mimetisch orientierte Darstellung umgeht und die ursprüngliche Bedeutung von Trauma (eine Körperwunde) mit der späteren, auf das Psychologische konzentrierten, verquickt. Auf diese Art und Weise eröffnen sich auf der Erzählebene viele Varianten der Repräsentation, die ihre Wirkung vom Symbolischen über das Allegorische bis zum drastisch Realistischen entfalten. Eine drastische Darstellung des zerstückelten menschlichen Körpers bleibt aber das Dominierende, weil man nur dadurch eine höchst spezifische Abschaffung (oder maximale Verringerung) der Distanz zwischen dem Erzähler und dem Erzählten (die notwendig ist für die narrative Annäherung an die innere Struktur des Traumas) realisieren kann. Als zwei exemplarische Werke dieses Genres in der bosnisch-herzegowinischen Literatur erweisen sich Kad magle stanu (Wenn sich die Nebel lichten) von Josip Mlakic und Pod pritiskom (Unter Druck) von Faruk ehic.deu
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dc.identifier.citationErsch. in: Zwischen Apokalypse und Alltag: Kriegsnarrative des 20. und 21. Jahrhundert / Natalia Borissova ... (Hrsg.). Bielefeld: transcript, 2009, S. 201-220deu
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