Kill the Chameleon! : Über ein erledigtes Mimesis-Konzept des 17. Jahrhunderts

dc.contributor.authorLeonhard, Karin
dc.date.accessioned2017-03-28T09:24:31Z
dc.date.available2017-03-28T09:24:31Z
dc.date.issued2011deu
dc.description.abstractDas Chamäleon (griech.: χαμαιλέων – chamaileon, ‚Erdlöwe‘) zählt zu den Reptilien, zur Gattung der ‚Leguanartigen‘. Es ist bekannt als der Verwandlungskünstler des Tierreichs: Seine Farbe wechselnd bzw. dem jeweiligen Ort anpassend, gilt das Chamäleon schon in der Emblematik des 16. und 17. Jahrhunderts als willfährige und sich stets assimilierende Kreatur: es „verkehrt seine gestalt vnd nimpt an gschwind All farben …“ heißt es in Alciatus’ Emblemata (1550) mit Verweis auf entsprechende Stellen bei Plinius, Aristoteles, Aelian und Erasmus von Rotterdam. Und nochmals bei Covarrubias, 1610: „Tangit quoscunque colores“. Das Chamäleon ist ein Geck, es wechselt ständig seine Kleider, gleicht sich der Umgebung an. Der Liebhaber ist wie ein Chamäleon, heißt es weiter, d.h. wie ein Spiegel, die Stimmungen der Geliebten auffangend und reflektierend. Das Chamäleon ist das perfekte Beispiel von Mimesis, verstanden als Nachahmung bzw. als blanke Reflektionsstruktur. Nun ist unser Chamäleon aber zudem ein biologisches Kuriosum, an die barocken Höfe gebracht, um Staunen hervorzurufen. Die Diskussionen der Zeit um die Eigenschaften des Tiers, das angeblich ohne Nahrung nur von der Luft alleine leben konnte und dessen unabhängig bewegliche Augen als äußerst erstaunlich empfunden wurden, sind letztlich noch immer den antiken Naturgeschichten geschuldet, wenngleich sich im Laufe des 17. Jahrhunderts hier etwas verändern wird.deu
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