Human Behavior and Experiences in Real-Life : The Potential of In-the-Moment Assessment

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Publikationstyp
Dissertation
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Zusammenfassung

An affective experience exists in different states - what we forecast the experience to be, what we experience in the actual moment, and what we remember having experienced. However, neither forecasted nor remembered experience is an exact copy of the in-the-moment experience. A great number of studies across various populations and settings has shown that both forecasted and retrospectively remembered experiences tend to be too extreme and systematically biased compared to the actual in-the-moment experience (‘impact bias‘). Most research has examined biases and the resulting divergences between states of experience for outstanding and rather confined events, such as a vacation experiences or medical treatments. The present dissertation expands on this research by focusing on repeated, familiar experiences of daily life, taking eating happiness as an example to enhance the generalizability of the divergence of both forecasts and retrospections compared to in-the-moment experiences. The differentiation between outstanding and repeated day-to-day experiences is important since in the latter case, people have individual past experiences that they can rely on.

In a first step, the correspondence between eating happiness as experienced in the moment and forecasted as well as retrospective eating happiness was examined in a real-life setting, taking the entire food intake of participants into account. Comparing eating happiness experienced in the moment to forecasted eating happiness revealed the prevalence of a considerable discrepancy whose magnitude was affected by both person-specific differences such as dispositional expectations towards eating (‘foodiness’) and experience-specific aspects such as the variability of the in-the-moment experience. More specifically, people with a low tendency towards foodiness displayed not only more variability in their in-the-moment experiences but also a greater discrepancy between forecasted and in-the-moment experiences compared to people with a high tendency towards foodiness. However, no interaction was revealed between dispositional expectation and variability of in-the-moment experiences regarding forecasting accuracy, indicating that the variability of the in-the-moment experience impacts the accuracy of forecasts equally across all participants.

Furthermore, retrospective eating happiness as manifested in the general belief that unhealthy foods are tasty, was compared to eating happiness experienced in the moment. The results across food categories and meal types indicated that the general belief does not represent the actual in-the-moment experience correctly. Specifically, the consumption of healthy choices such as fruits and vegetables and stereotypically unhealthy choices such as sweets and pastries evoked comparable eating happiness in the moment of consumption. In addition, analyses on the meal level revealed comparable eating happiness for dinner and snacking.

The second step focused on the actual in-the-moment experience. The potential and effectiveness of mobile technologies such as smartphone apps that have the technical capability to counteract both biases in forecasts and retrospections by focusing on in-the-moment behavior and experiences was examined. More specifically, a systematic review and meta-analysis including 41 studies and 373 outcomes was conducted to examine the effectiveness of app-based mobile interventions that target nutrition behaviors and nutrition-related health outcomes. The results indicated a positive effect of app-based mobile interventions for changing both nutrition behaviors and nutrition-related health outcomes, including obesity indices and blood parameters. In addition, moderator analysis including study design, type of app, sample, and intervention characteristics, did not reveal significant effects, which underlines the potential of interventions that use an in-the-moment approach.

Discussing the findings of the present dissertation, benefits and trade-offs regarding the assessment of different states of an affective experience are displayed. Furthermore, the validity of forecasted, in-the-moment and retrospective experience regarding different life domains and research aims is discussed along with the implications and functions of overestimations in forecasts and retrospective evaluations. Following this, the potential and opportunities of smartphone apps not only to change behaviors and related outcomes but also to increase learning from past experiences are illustrated, demonstrating a possibility to improve the correspondence between forecasted, retrospective and in-the-moment experiences.

Zusammenfassung in einer weiteren Sprache

Affektives Erleben lässt sich in drei verschiedenen Formen unterteilen: wie wir etwas vorhersagen, wie wir etwas im Moment der tatsächlichen Situation erleben und wie wir uns retrospektiv daran erinnern. Dabei ist jedoch weder das vorhergesagte noch das retrospektiv erinnerte Erleben eine exakte Kopie des tatsächlich Erlebten. Eine Vielzahl von Studien mit unterschiedlichen Stichproben und zu diversen Ereignissen zeigt, dass sich die verschiedenen Formen des Erlebens signifikant voneinander unterscheiden. Sowohl Vorhersagen wie auch Erinnerungen unterliegen systematischen Verzerrungen und überschätzen das affektive Erleben („Impact Bias“). Hierzu wurden bislang hauptsächlich einmalige und klar abgegrenzte Ereignisse wie Urlaubserlebnisse oder Erfahrungen rund um medizinische Behandlungen untersucht. Um die generelle Bedeutung des Impact Bias in Vorhersagen und Erinnerungen zu untersuchen und den Anwendungsbereich zu erweitern, fokussiert die vorliegende Dissertation auf sich wiederholende alltägliche Ereignisse am Beispiel erlebter Esszufriedenheit. Die Differenzierung zwischen einmaligen und alltäglichen Erlebnissen ist von großer Bedeutung, da für letztere auf frühere Erfahrungen zurückgegriffen werden kann.

In einem ersten Schritt wurde die Übereinstimmung zwischen vorhergesagter sowie retrospektiver Esszufriedenheit und im Moment erlebter Esszufriedenheit im Alltag der Teilnehmenden untersucht. Der Vergleich von vorhergesagter und im Moment des Verzehrs erlebter Esszufriedenheit zeigte, dass auch für alltägliche Erlebnisse das vorhergesagte Erleben nicht mit dem tatsächlichen Erleben in der Situation übereinstimmt. Die Ausprägung der Abweichung wurde hierbei sowohl von personenspezifischen Unterschieden wie der dispositionellen Erwartung bezüglich der Esszufriedenheit als auch von situationsspezifischen Aspekten wie der Variabilität im Erleben beeinflusst. Personen mit einer niedriger ausgeprägten dispositionellen Erwartung bezüglich ihrer allgemeinen Esszufriedenheit zeigten sowohl eine größere Variabilität der im Moment des Verzehrs erlebten Esszufriedenheit sowie eine geringere Vorhersagegenauigkeit im Vergleich zu Personen mit einer höher ausgeprägten dispositionellen Erwartung. Die Ergebnisse zeigten jedoch keine Interaktion zwischen dispositioneller Erwartung und Variabilität im Erleben. Dies deutet darauf hin, dass die Variabilität des tatsächlichen Erlebens die Genauigkeit der Vorhersagen bei allen Teilnehmenden gleichermaßen beeinflusst.

Zusätzlich wurde anhand der verbreiteten Annahme, dass ungesunde Lebensmittel lecker seien, die Übereinstimmung von retrospektiv erinnerter Esszufriedenheit mit der im Moment des Verzehrs erlebten Esszufriedenheit der Teilnehmenden untersucht. Die Ergebnisse verdeutlichten, dass die retrospektiv erinnerte Esszufriedenheit die im Moment erlebte Esszufriedenheit weder in Bezug auf verschiedene Lebensmittelgruppen noch auf Mahlzeitenebene korrekt widerspiegelt. Der Verzehr gesunder Lebensmittel wie auch ungesunder Lebensmittel evozierte im Moment des Verzehrs vergleichbare Esszufriedenheit. Dies zeigte sich ebenfalls auf Mahlzeitenebene mit einer vergleichbaren Esszufriedenheit für Abendessen und Snacks.

In einem zweiten Schritt wurde der Schwerpunkt auf das Erleben im Moment gelegt. Das Ziel hierbei war das Potenzial sowie die Effektivität von mobilen Technologien am Beispiel von Smartphone-Apps zu untersuchen, da diese die technischen Voraussetzungen und Möglichkeiten beinhalten, Verhalten und Erleben direkt im Moment zu erfassen. Hierdurch lassen sich sowohl Verzerrungen in Vorhersagen sowie in Erinnerungen reduzieren. Die Effektivität app-basierter mobiler Interventionen zur Veränderung von Ernährungsverhalten und ernährungsbezogenen Gesundheitsparametern wurde mittels eines systematischen Reviews und einer Meta-Analyse mit 41 Studien und 373 Outcomes erfasst und quantifiziert. Die Analysen zeigten eine positive Auswirkung von app-basierten mobilen Interventionen auf das Ernährungsverhalten wie auch auf ernährungsbezogene Gesundheitsparameter einschließlich Adipositas-Indikatoren, Blutdruck und Blutfette. Der Umstand, dass weder für Studiendesign, Art der App und Stichprobe noch für Interventionscharakteristika ein signifikanter moderierender Einfluss aufgezeigt werden konnte, betont das Potenzial von Interventionen mit dem Fokus auf das Erleben und Verhalten im Moment der Situation.

Die verschiedenen Formen der Erfassung des Erlebens werden hinsichtlich ihres Nutzens und möglicher Einschränkungen diskutiert. Darüber hinaus wird auf die Frage der Validität von vorhergesagtem, im Moment erlebtem und retrospektiv erinnertem Erleben in Bezug auf verschiedene Lebensbereiche und Forschungsziele eingegangen. Neben Funktionen und Implikationen des Impact Bias werden das Potenzial und die Möglichkeiten von Smartphone-Apps nicht nur in Bezug auf Verhaltensänderungen, sondern auch zur Verbesserung der Übereinstimmung von Vorhersagen und Erinnerungen im Vergleich zum Erleben im tatsächlichen Moment illustriert.

Fachgebiet (DDC)
150 Psychologie
Schlagwörter
forecasted and remembered behavior and experiences, impact bias, mHealth intervention, in-the-moment assessment, eating behavior
Konferenz
Rezension
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ISO 690VILLINGER, Karoline, 2019. Human Behavior and Experiences in Real-Life : The Potential of In-the-Moment Assessment [Dissertation]. Konstanz: University of Konstanz
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Prüfungsdatum der Dissertation
April 5, 2019
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Konstanz, Univ., Diss., 2019
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