Lob und Tadel bei Aristoteles

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GALINDO, Fernando, 2013. Lob und Tadel bei Aristoteles

@phdthesis{Galindo2013Tadel-24045, title={Lob und Tadel bei Aristoteles}, year={2013}, author={Galindo, Fernando}, address={Konstanz}, school={Universität Konstanz} }

Galindo, Fernando Eine zentrale Aufgabe der Philosophie besteht darin, verbreitete Meinungen bezüglich gewöhnlicher Erfahrungen zu überprüfen. Dies tut die Philosophie u.a., indem sie die aufklärerische Leistung sowie die Konsistenz oder Widersprüchlichkeit dieser Meinungen aufdeckt. Somit ist es eine wichtige Unternehmung der praktischen Philosophie, unser ethisches Vokabular zu analysieren, um besonders die Vernünftigkeit und Angemessenheit unserer praktischen, d.h. auf das Handeln bezogenen, evaluativen Konzepte zu testen. Zweifelsohne gehören Lob und Tadel zu diesem ethischen Vokabular. Die Begriffe „lobenswert“ und „tadelnswert“ benutzen wir häufig, um Handlungen, Haltungen und Personen zu beurteilen und zu kategorisieren. Die meisten von uns verstehen zumindest einigermaßen, was es heißt, jemanden zu loben oder zu tadeln; jedoch ist es schwierig, genau zu bestimmen, was Lob und Tadel eigentlich sind. Zwar haben wir vage Vorstellungen und zahlreiche Intuitionen über die Grundlagen von Lob und Tadel. Wir wissen etwa, dass gelobt zu werden in der Regel angenehm ist, getadelt zu werden aber unangenehm. Dennoch ist es nicht leicht zu erklären, warum dies so ist und darüber hinaus, was genau das Lob und den Tadel ausmacht, worin ihre Wirkungen liegen und wie wichtig sie für die Gestaltung und Führung des eigenen Lebens sind. Ebenso ist es bekannt, dass Lob und Tadel in der Politik und in der Erziehung eine wichtige Rolle spielen. Über die Kriterien aber, die diese Rolle rechtfertigen, bleiben wir oft im Ungewissen. In dieser Arbeit versuche ich den m.E. wichtigsten Intuitionen in Bezug auf Lob und Tadel Rechnung zu tragen, indem ich von einer aristotelischen Perspektive aus systematisch fünf Fragen bezüglich Lob und Tadel angehe. Die Fragen lauten:<br /><br /><br /><br />— Was sind Lob und Tadel?<br /><br /><br />— Was ist lobenswert?<br /><br /><br />— Was ist tadelnswert?<br /><br /><br />— Was bedeutet es richtig bzw. mit Recht zu loben oder tadeln?<br /><br /><br />— Wie wirken sich Lob und Tadel auf die Seele einer Person, in Erziehung und Politik aus?<br /><br /><br /><br />Die ersten vier Fragen betreffen das Wesen von Lob und Tadel, die letzte Frage betrifft ihre Wirkung. Jeder der fünf Fragen widme ich jeweils ein Kapitel.<br /><br /><br />Ziel meines ersten Kapitels ist zu erörtern, was Lob und Tadel eigentlich sind. Ein Lob bzw. ein Tadel kann richtig oder falsch sein, verdient oder unverdient. Das Besondere an ihnen ist, dass sie sich auf das Schöne und das Schändliche hin orientieren und dabei versuchen, jeweils das Gutsein (a)reth/) oder das Schlechtsein (kaki/a) eines Menschen in den Vordergrund zu stellen bzw. das Gutsein oder das Schlechtsein sichtbar zu machen. Jeder, der lobt oder tadelt, schildert den Charakter eines Menschen als gut oder schlecht.<br /><br /><br /><br />Im Hinblick auf die Handlungen ist es eine der wichtigsten Thesen meiner Arbeit, dass für das Urteilen einer Handlung als lobens- oder tadelnswert genauso auf die Größe der Handlung ankommt, wie auf ihre Beschaffenheit. D.h. nicht jeder, der gemäß dem Gutsein handelt, verdient Lob; und nicht jeder, der gemäß dem Schlechtsein handelt, verdient Tadel. Die schönen Handlungen, die immer Lob verdienen, unterscheiden sich von den übrigen Handlungen gemäß dem Gutsein gerade darin, dass sie eine bestimmte Größe aufweisen. Und die hässlichen Handlungen, die immer tadelnswert sind, unterscheiden sich ebenfalls aufgrund einer bestimmten Größe von den übrigen schlechten Handlungen.<br /><br /><br /><br />Ziel des zweiten Kapitels ist es herauszufinden, welches für Aristoteles das eigentliche Objekt des Lobes ist. Das Lob soll, wie wir sahen, das Gutsein eines Menschen betreffen. Das Gutsein scheint deshalb das Lobenswerte zu sein. Das Lobenswerte par excellence ist das seelische Gutsein, weil daraus ständig schöne Handlungen entstehen. Die schönen Handlungen sind schwierig zu realisieren und sie implizieren oft, dass der Handelnde Schmerzen erträgt und sein Leben riskiert. Darüber hinaus bewirken sie immer etwas Gutes und Bedeutendes für unsere Mitmenschen, daher haben die anderen gute Gründe die schönen Handlungen zu loben und sie zu fördern, denn die schönen Handlungen sind vermehrungsbedürftig. Außerdem ist der Mensch dank des Gutseins in der Lage, richtig mit den nützlichen und den angenehmen Dingen umzugehen, d.h. er ist in der Lage, die verschiedenen guten Dinge zugunsten seines eigenen Glücks einzusetzen. Aufgrund dieser Macht des Gutseins ist das seelische Gutsein wählenswerter als alle übrigen nützlichen und angenehmen Güter.<br /><br /><br />Nicht alles, was gut ist, auch deswegen lobenswert ist. Einerseits sind die guten Handlungen und das gute Leben im engeren Sinn nicht lobenswert, sie verdienen jedoch jeweils eine Art von Anerkennung. Andererseits sind Handlungen nach dem Nutzen oder nach der Lust nicht lobenswert. Denn der Nutzen und die Lust erfüllen nicht die Bedingungen des Schönen: sie sind nicht zugleich allein genommen als auch im Hinblick auf eine persönliche Situation gut. Das Gutsein dagegen ist allein genommen und für jede Situation gut, und es bewirkt immer etwas Gutes für den Besitzer und für seine Mitmenschen. Diese Eigenschaft gibt dem Gutsein den Status des Lobenswerten überhaupt. Kommen wir nun zum Tadelnswerten. Thema meines dritten Kapitels.<br /><br /><br /><br />Der Tadel ist eine geäußerte negative Evaluation über eine Person. Eine Äußerung also, die das vermeintliche oder tatsächliche Schlechtsein (kaki/a) einer Person sichtbar zu machen versucht. Wie das seelische Gutsein der eigentliche Gegenstand des Lobes ist, so ist das seelische Schlechtsein das eigentliche Objekt des Tadels.<br /><br /><br />Die gewonnenen Einsichten über den tadelnswerten Charakter kann man so zusammenfassen:<br /><br /><br /><br />— Als Erstes müssen wir die Frage nach der Freiwilligkeit der Handlungen einer Person stellen, nach dem, was ich „eigene Beteiligung“ an der hässlichen Handlung im Besonderen und an der Bildung des eigenen Charakters im Allgemeinen genannt habe.<br /><br /><br /><br />1) Zunächst ist es entscheidend, ob die Person von einem schlechten Vorsatz geleitet handelt, oder ob sie von schlechten Begierden und Affekten geleitet gegen einen guten Vorsatz handelt.<br /><br /><br /><br />2) Es ist auch sehr wichtig, nach welcher Grundeinstellung die Person handelt. D.h., ob ihre Grundeinstellung völlig verdorben ist, wie im Fall des Zügellosen, oder ob ihre Grundeinstellung noch heilbar ist, wie im Fall des Unbeherrschten.<br /><br /><br /><br />3) Auch die Genese der Grundeinstellung bzw. die Rolle der Person bei Entwicklung ihrer Grundeinstellung ist wichtig. Z.B. ob es an der Person lag eine schlechte Grundeinstellung zu entwickeln, oder ob es an ihren Eltern, der Polis, dem Glück usw. lag.<br /><br /><br /><br />— Zweitens müssen wir die Frage nach der angemessenen Erwartung näher untersuchen. Hier sind folgende Punkte zu besichtigen:<br /><br /><br /><br />1) Zunächst erwarten wir nur das mit Recht, was im Rahmen der menschlichen Natur bleibt. Was die menschliche Natur überfordert, entspricht keiner angemessenen Erwartung (der lateinische Spruch dafür wurde bereits erwähnt: „ultra possum nemo obligatur“). Mit Recht erwarten wir von einer bestimmten Person nur, was die meisten Menschen unter ähnlichen Bedingungen und Voraussetzungen zu leisten vermögen. Denn getadelt wird nicht nur der Schlechte, der aus Vorsatz hässlich und ungerecht handelt, sondern auch derjenige, der dem nicht widerstehen kann, dem die meisten widerstehen können. Und gelobt wird nicht nur der Gute, sondern auch der Beherrschte, der seiner schlechten Begierden zum Trotz wie der Gute handelt.<br /><br /><br /><br />2) Wir dürfen unsere Erwartung nicht nach der Menschheit als Ganzer ausrichten, sondern sie jeweils vom Alter, Erziehung und Charakter der Person abhängig machen.<br /><br /><br /><br />3) Zudem müssen wir auch ins Betracht ziehen, wie schwierig die Situation ist, in der die hässliche Handlung stattfindet.<br /><br /><br /><br />4) Und schließlich dürfen wir nicht übersehen, wie die Person in die Situation, in der sie hässlich handelt, geraten ist, ob etwa aus Zufall, Täuschung oder eigener Initiative.<br /><br /><br /><br />— Drittens ist es auch die Frage nach der Beschaffenheit der Handlung von Bedeutung, d.h., wie tadelnswert die Handlung eigentlich ist. In dieser Hinsicht sind folgende Punkte zu analysieren:<br /><br /><br /><br />1) Wir müssen evaluieren, in welchem Verhältnis die Handlung zur Vernunft und zur Gerechtigkeit steht. Je unvernünftiger und ungerechter eine Handlung ist, desto tadelnswerter ist sie. Unvernünftig ist in diesem Kontext eine Handlung, die unserem eigenen Wohl oder der Verfolgung unseres Glückes schadet.<br /><br /><br /><br />2) Falls Begierden oder Affekte die hässliche Handlung motiviert haben, müssen wir die Qualität dieser Begierden und Affekte untersuchen, und dies in doppelter Hinsicht: Zum einen müssen wir auf den Grad der Natürlichkeit und der Verbreitetheit der Affekte und Begierden schauen. Zum anderen müssen wir ihre Intensität abwägen. Das hässliche Handeln aufgrund eines heftigen und natürlichen Affektes wie etwa des Zornes könnte gegebenenfalls die Härte eines Tadels vermindern.<br /><br /><br /><br />3) Schließlich dürfen wir nicht aus den Augen verlieren, ob eine Provokation als Anstoß zum Begehen einer hässlichen Handlung vorliegt und was für eine Provokation es war. Hier ist es wieder ratsam an den Fall Achills zu denken: Vielleicht war Achills Ressentiment oder Zorn gegenüber Agamemnon übermäßig, es war aber auch Achills Reaktion auf die von Agamemnon öffentlich gegen ihn angezettelte Provokation.<br /><br /><br /><br />Nachdem es geklärt wurde, was das Lob und was der Tadel sind, analysiere ich im vierten Kapitel, wie man Fehler beim Loben und Tadeln vermeiden kann. Die wichtigen Fehler, die zu vermeiden sind, sind die Folgenden:<br /><br /><br /><br />Ein erster Fehler besteht darin, auf der Grundlage unzureichender Informationen ein fremdes Verhalten oder einen fremden Charakter zu tadeln.<br /><br /><br /><br />Ein anderer Fehler ist dann, voreilig das Verhalten von jemandem zu tadeln, bevor es deutlich wird, welche Motive sich im Hintergrund seiner Handlung verbergen. Unbegründet und voreilig ist ein Lob oder ein Tadel, wenn wir anhand einer einzigen Handlung den Charakter einer Person beurteilen, insbesondere, wenn wir den Kontext der Handlung nicht kennen, oder wenn wir bezüglich der Affekte und Vorsätze einer Person im Dunkeln tappen oder schlecht informiert sind. Bei allen diesen Situationen ist es schwierig, die Handlungen oder den Charakter einer Person richtig zu loben oder zu tadeln.<br /><br /><br /><br />Ein weiterer allgemein bekannter Fehler ist es, einen höheren Maßstab für Handlungen oder Charakter der anderen zu verwenden als den, den wir für unsere eigene Handlungen und den eigenen Charakter verwenden.<br /><br /><br /><br />Zum Loben und Tadeln im Alltag gehört es also oft, anhand unzureichender Information und voreilig zu urteilen. Oder höhere Maßstäbe bei der Beurteilung anderer anzulegen als bei der Selbstbeurteilung. Vielleicht sind diese Fehler die Konsequenz eines charakterlichen Mangels seitens der Beurteilenden.<br /><br /><br /><br />Darüber hinaus steht fest, dass es keine unmittelbare und unfehlbare Wahrnehmung von lobens- oder tadelnswerten Handlungen gibt. Ebenso sind wir keineswegs in der Lage, unmittelbar oder gar unfehlbar das Gut- oder Schlechtseins eines Charakters zu erkennen. Die Urteile, die ein Lob oder einen Tadel von Charakteren oder Handlungen implizieren, sind immer fehlbar, sei es aufgrund der Wahrnehmung, sei es aufgrund des Charakters des Beurteilenden.<br /><br /><br /><br />Der Ausdrück von Lob und Tadel scheint deshalb zumindest genau so viel über den Gelobten oder den Getadelten zu verraten wie über die innerlichen Dispositionen des Lobenden oder Tadelnden. Daher ist es nicht offensichtlich, wie vertrauenswürdig ein Lob oder ein Tadel ist.<br /><br /><br /><br />Aus allen diesen Gründen ist es nicht eindeutig, wie wir auf Lob oder Tadel in bestimmten Situationen reagieren sollen, und welche Rolle überhaupt Lob und Tadel gesellschaftlichen spielen sollen. Um diese Fragen zumindest partiell zu beantworten, scheint es nötig, die Wirkung von Lob und Tadel zu behandeln. Und zwar die Wirkung in der Seele des Gelobten oder Getadelten sowie die Funktion von Lob und Tadel in der Gesellschaft, besonders in der Erziehung und in der Politik bzw. im politischen Leben. In meinem letzten Kapitel will ich die Aufmerksamkeit auf die Wirkung von Lob und Tadel in der Seele der Menschen und in der Polis bzw. im politischen Leben einer Gesellschaft richten. Es muss geklärt werden, warum und wie Lob und Tadel den Menschen motivieren, d.h., weshalb die Menschen sich in ihrem Verhalten und ihren Meinungen oft von Lob und Tadel beeinflussen lassen.<br /><br /><br /><br />Lob und Tadel können in der Seele der Menschen Affekte hervorrufen, die von Lust und Schmerz begleitet werden. Dafür aber müssen mehrere Bedingungen erfüllt werden: Nur wenn der Adressat oder Zuhörer bereits bestimmte Meinungen hat, und die Äußerungen des Lobes und des Tadels in bestimmter Weise interpretiert, lösen Lob und Tadel im Adressaten oder Zuhörer affektive Reaktionen aus.<br /><br /><br /><br />Die lust- oder schmerzvollen affektiven Reaktionen, die das Lob oder der Tadel verursachen können, resultieren aus einer Meinung oder Beurteilung des Gelobten, die für ihre Entstehung selbst das Zusammenkommen von mehreren anderen Meinungen verlangen. Diese Meinung bezieht sich grundsätzlich auf das Schöne oder das Hässliche. Auf das Schöne, wenn wir meinen, das Lob hebe das charakterliche Gutsein in anderen hervor, auf das Hässliche, wenn wir meinen, der Tadel weise auf das charakterliche Schlechtsein in uns oder in anderen (für uns Bedeutenden) hin.<br /><br /><br /><br />Das Bilden einer aufgrund von Lob oder Tadel zustande gekommener Meinung kann rasch oder langsam erfolgen, sie kann sowohl das Ergebnis einer ausführlichen Überlegung sein als auch das Produkt einer raschen und abgekürzten Beurteilung. In beiden Fällen können Lob und Tadel Affekte im Adressaten oder in irgendeinem anderen Zuhörer provozieren. Denn auch nach einer ausführlichen vollständigen Überlegung kann jemand zu dem Schluss kommen, dass ein Tadel oder Lob angemessen bzw. unangemessen ist und dementsprechend affektiv reagieren. Deshalb kann die Wirkung des Lobes oder des Tadels kurz-, mittel- oder langfristig erfolgen.<br /><br /><br /><br />Es ist auch möglich, dass ein Lob oder ein Tadel im Adressaten oder Zuhörer überhaupt keine affektive Reaktion auslösen und trotzdem sein Verhalten oder seine Meinungen beeinflussen. Dies geschieht nämlich, wenn der Adressat oder ein sonstiger Zuhörer den Schluss zieht, dass es für das Erreichen seiner mittelbaren oder unmittelbaren Ziele vorteilhaft ist, entsprechend des Lobes oder des Tadels zu handeln. Insofern können Lob und Tadel sich auch auf das Nützliche und das Schädliche beziehen.<br /><br /><br /><br />Weil Lob und Tadel bestimmte Affekte im Adressaten oder in anderen Zuhörern anzuregen vermögen, finden sie, reichliche Anwendung in der Erziehung. Lob und Tadel sind relevant für die Erziehung, weil Eltern und Erzieher ihre Anweisungen und Empfehlungen an die Kinder oft durch Äußerungen von Lob oder Tadel vermitteln. Diese Anweisungen und Empfehlungen sind sowohl für die Gewöhnung als auch für die Belehrung relevant. Lob und Tadel sind deshalb geeignete Mittel für beide Aufgaben.<br /><br /><br /><br />In der Gestaltung des politischen Lebens wird der Einfluss von Lob und Tadel besonders bestärkt durch die Tatsache, dass Lob und Tadel in der Öffentlichkeit viel mehr Menschen erreichen als im privaten Bereich. Hinzu kommt, dass im politischen Raum für viele Bürger extrem wichtig ist, was die anderen Bürger über sie denken. Für einen Bürger in der Polis sind der gute Ruf und die Ehre unentbehrlich für die Durchsetzung seiner politischen und wirtschaftlichen Interessen. Der gute Ruf und die Ehre haben indes eine enge Verbindung zum Lob und zum Tadel. Darüber hinaus sind Lob und Tadel geeignete Werkzeuge, um politische Macht zu gewinnen. Allerdings ist die gestalterische Wirkung von Lob und Tadel in der Polis begrenzt, da nicht alle Bürger gleich auf berechtigtes Lob und berechtigen Tadel reagieren. So werden Menschen mit einer für Lob und Tadel unempfänglichen Natur weder durch das Lob zum Gutsein motiviert, noch durch den Tadel vom Hässlichen abgelenkt. deposit-license 2013-07-11T06:23:40Z deu Lob und Tadel bei Aristoteles Galindo, Fernando 2013 Praise and Blame in Aristotle 2013-07-11T06:23:40Z

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