Moralischer Kontraktualismus

dc.contributor.authorStemmer, Peter
dc.date.accessioned2011-11-16T09:12:44Zdeu
dc.date.available2011-11-16T09:12:44Zdeu
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dc.description.abstractDer moralische Kontraktualismus hat mit zwei elementaren Einwänden zu kämpfen, die die Vertragsidee selbst betreffen und damit die innere Schlüssigkeit der Konzeption in Frage stellen. Der erste Einwand besagt, ein moralgenerierender Vertrag sei nie geschlossen worden, der zweite, die Idee, ein Vertrag kreiere die moralische Normativität, sei zirkulär oder führe in einen infiniten Regress. Der Kontraktualismus kann sich gegen beide Einwände verteidigen, indem er sich vom faktischen zum hypothetischen Kontraktualismus wandelt und die Vorstellung, die Legitimität moralischer Normen resultiere aus einem Vertragsschluss, einem Versprechen oder anderen legitimitätsstiftenden Handlungen der Betroffenen, verwirft. Eine moralische Norm ist vielmehr dann legitim, wenn ihr eine bestimmte Interessenkonfiguration zugrunde liegt, eine Interessenkonfiguration nämlich genau von der Art, wie sie einem Vertrag vorausgeht. Ein in dieser Weise modifizierter Kontraktualismus bietet eine interessenfundierte Moralkonzeption, die gleichwohl unsere tiefverwurzelte Überzeugung, dass der Kern der Moral moralische Rechte, moralische Pflichten und moralische Forderungen sind, verständlich zu machen vermag.deu
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dc.identifier.citationErsch. in: Zeitschrift für philosophische Forschung ; 56 (2002), 1. - S. 1-21deu
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