Die Verarbeitung hierarchischer Reize : Auf der Suche nach dem Mechanismus des Bindens im Global/Lokal-Paradigma

dc.contributor.authorKruse, Seyedeh Rana
dc.date.accessioned2013-05-28T06:52:15Zdeu
dc.date.available2013-05-28T06:52:15Zdeu
dc.date.issued2013deu
dc.description.abstractBei frühzeitiger Störung der Verarbeitung hierarchischer Reize entstehen Konjunktionsfehler. Sie bezeugen, dass die zunächst noch ungebundenen Inhalte erst zu einem späteren Zeitpunkt an die Ebenen Global und Lokal gebunden werden. Die Inhalt-Ebenen-Bindungstheorie (Hübner & Volberg, 2005), die dieser Arbeit zugrunde liegt, geht zusätzlich mit ihrer Bindungsasymmetrie-Hypothese davon aus, dass sich die Hirnhemisphären ausschließlich bezüglich ihrer Bindungskapazitäten unterscheiden. Die spezifische Hemisphären-Asymmetrie bietet Zugang, Faktoren in Hinblick auf ihren Einfluss auf den Bindungsprozess zu untersuchen. Es besteht die Annahme, dass Raumfrequenzen eine maßgebende Rolle im Mechanismus des Bindens spielen (Flevaris et al., 2010). In der vorliegenden Arbeit wurde der Einfluss verschiedener Faktoren auf den Mechanismus des Bindens unter-sucht. Weiterhin wurde die Bindungsasymmetrie-Hypothese geprüft und schließlich hinterfragt, ob der Bindungskonsistenzeffekt (Goldfarb & Treisman, 2010) auf das Global/Lokal-Paradigma übertragbar ist.

In der ersten Studie wurde der Einfluss der Faktoren Reiztyp (spezifische Zusammensetzung von Raumfrequenzen), Reiztypwiederholung und Ebenenwiederholung auf den Bindungsprozess untersucht. Es stellte sich heraus, dass der Prozess des Bindens sowohl durch eine Voraktivierung einer Ebenenkategorie durch Ebenenwiederholung als auch durch eine erleichterte Raumfrequenzanalyse (Reiztyp) verbessert werden kann. In der zweiten Studie wurde die Bindungsasymmetrie-Hypothese überprüft. Es konnte nachgewiesen werden, dass die Hemisphären sich bezüglich ihrer Identifikationskapazitäten nicht unterscheiden, während die rechte Hemisphäre leichter Inhalte an die Ebene Global und die linke Hemisphäre leichter Inhalte an die Ebene Lokal bindet. Schließlich wurde in der dritten Studie bei der Überprüfung der Übertragbarkeit des Bindungskonsistenzeffektes auf das Global/Lokal-Paradigma festgestellt, dass unter der Voraussetzung, dass ausreichend Wahrnehmungskapazität für die Verarbeitung aufgaben-irrelevanter Informationen zur Verfügung steht, der Bindungskonsistenzeffekt auch im Global/Lokal-Paradigma beobachtet werden kann.

Insgesamt unterstützen die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit nicht nur die Inhalt-Ebenen-Bindungstheorie inklusive der in ihr enthaltenen Bindungsasymmetrie-Hypothese, ferner wird sie zusätzlich ergänzt durch Hinweise über den Mechanismus des Bindens und Wege den Bindungsprozess zu manipulieren.
deu
dc.description.versionpublished
dc.identifier.ppn382799062deu
dc.identifier.urihttp://kops.uni-konstanz.de/handle/123456789/23035
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dc.legacy.dateIssued2013-05-28deu
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dc.rights.urihttps://rightsstatements.org/page/InC/1.0/deu
dc.subjectGlobal/Lokal-Verarbeitungdeu
dc.subjectglobal/local-processingdeu
dc.subjectbindingdeu
dc.subjectbinding-mechanismdeu
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dc.subject.gndBindungstheorie <Psychologie>deu
dc.titleDie Verarbeitung hierarchischer Reize : Auf der Suche nach dem Mechanismus des Bindens im Global/Lokal-Paradigmadeu
dc.title.alternativeProcessing hierarchical stimuli : Searching for the binding-mechanism in global/local-processingdeu
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kops.date.examination2013-04-24deu
kops.description.abstractBy early interruption of processing hierarchical stimuli conjunction errors occur, they prove that identified and initially unbound contents are bound to the global and local level of hierarchical stimuli only at a later stage of processing. This work is based on the content-level-binding theory (Hübner & Volberg, 2005) which includes the binding-asymmetry-hypothesis. It proceeds from the assumption, that the hemispheres do not differ in their identification capacities and that they exclusively differ with regard to their capacities of binding content to the global or local level of hierarchical stimuli. These specific hemispheric asymmetries give access to examine the effects of various factors on the binding-process. It is assumed that spatial frequencies have an influential role in the mechanism of binding (Flevaris et al., 2010). In the present work the effects of various factors on the mechanism of binding were examined. In addition the binding-asymmetry-hypothesis was verified and finally the transferability of the binding-congruency-effect (Goldfarb & Treisman, 2010) into the glob-al/local-paradigm was analyzed.<br /><br />In the first study the effects of stimulus type (specific spatial frequency composition), stimulus type repetition and level repetition on content-level-binding was examined. The results indicated that both pre-activation of level category through level repetition and easy spatial frequency analysis can improve content-level-binding. In the second study the binding-asymmetry hypothesis was confirmed. The hemispheres do not differ in their capacity for content identification. They only differ with respect to their capacity for binding content to their respective levels. Finally in the third study it was detected, that under conditions of enough perception load remaining for the processing of task-irrelevant information the binding-congruency-effect is effective in the global/local-paradigm.<br /><br />Altogether, the results of the present work not only support the content-level-binding theory as well as the binding-asymmetry hypothesis, they rather complete the content-level-binding theory with their indications about the mechanism of binding and ways of manipulat-ing content-level-binding.<br />eng
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