Museumsgründung und bürgerliches Selbstverständnis : die Familie Leiner und das Rosgartenmuseum in Konstanz

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2006
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Sfedu, Tatiana
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Foundation of museums and self-conception of bourgeoisie : The familiy Leiner and the Rosgartenmuseum in Constance
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Zeitschriftenheft
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Dissertation
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Zusammenfassung

The documentation analyzes the foundation and growth of a very important German museum of cultural history, the Rosgarten museum in Constance, a major town at the Lake Constance in South Germany. This museum, widely known in the 19th century, was founded in the year 1870/71 by Ludwig Leiner a private person, descendant of an old and wealthy bourgeois family of Constance. He dedicated his life in collecting traditional cultural artefacts representing the great history of his town and region. His aim was to save the past and to preserve it for the future. His system of collecting and presenting the artefacts was innovative and based on great knowledge of the topic. The Rosgarten museum and its history reflects the great sense for historical events and processes of a well-do-do and quite self-conscious bourgeoisie in the 19th century which led, not only in Constance, to the foundation of several museums of regional cultural history all over Germany.

Zusammenfassung in einer weiteren Sprache

In Deutschland waren die frühesten öffentlichen Museen ein Produkt monarchischer und bürgerlicher Initiative. Besonders das aufstrebende Bürgertum demonstrierte damit sein neues Selbstbewusstsein. Träger der im 19. Jahrhundert entstehenden Museen waren in vielen Fällen bürgerliche Vereinigungen.
Im Laufe der Entwicklung bildeten sich unterschiedliche Museumstypen aus und aus einigen Sammlungen entwickelte sich der Typus des kulturhistorischen Museums, zu dem auch das Rosgartenmuseum in Konstanz zu zählen ist.

In der Museumsforschung leistet die Untersuchung des Rosgartenmuseums hinsichtlich seiner Genese und weiteren Entwicklung einen Beitrag in Bezug auf die Motivationen, Strömungen und Tendenzen, die im Einzelnen zu einer Museumsgründung in Deutschland geführt haben.
Die Entstehung des Rosgartenmuseums in Konstanz 1870/71 steht in der Folge der allgemeinen Entwicklungsgeschichte der Museen und weist durchaus Parallelen zur Entstehung anderer kulturhistorischer Museen in Deutschland auf. Die Gründung dieser Institution durch Ludwig Leiner, Apotheker und Spross einer alteingesessenen Konstanzer Bürgerfamilie, macht sie außerdem aufgrund dessen bestimmender Aktivität zu einem exemplarischen Fall für das Geschichtsbewusstsein und das bürgerliche Selbstverständnis im 19. Jahrhundert.
Als Nachfahr einer patrizischen Familie, die im Leinwandhandel reüssiert und in Konstanz ab der frühen Neuzeit ihre deutlichen Spuren hinterlassen hat, war er der erste Leiner, der kulturelle Aktivität geradezu als Lebensaufgabe betrachtete. Im Bewusstsein seiner Abstammung und mit der Selbstsicherheit eines Mitgliedes der einzigen Familie in Konstanz, die bereits über Jahrhunderte ein Mitspracherecht in städtischen Angelegenheiten hatte, trat er für sein Vorhaben ein. Ausschlaggebend war der Drang, die große historische Vergangenheit der Stadt zu ergründen. Die Vorliebe des Ästheten für alte Kunst und sein Interesse an früheren Kulturen taten ein Übriges. So suchte er, trotz oder aufgrund seiner nationalliberalen Haltung, im Angesicht der industriellen Neuerungen, nach einer Möglichkeit, die Vergangenheit zu retten und zu konservieren. Der Museumsgründer sammelte mit Sachverstand und präsentierte die Objekte nach damaligen modernsten Erkenntnissen. Dabei zeigte er sich äußerst innovativ und konnte sich fachlich mit einigen hauptamtlichen Museumsleitern in Deutschlands Metropolen messen. Für die weitere Entwicklungsgeschichte des Rosgartenmuseums als außergewöhnlich und vermutlich sogar einmalig zu bewerten ist die Tatsache, dass die Institution auch in späteren Zeiten, obwohl nach wie vor von der Stadt getragen, noch für drei weitere Generationen in der Obhut der Familie Leiner blieb. Das Museum war zwar formell eine städtische Institution, wurde jedoch gepflegt wie eine private Sammlung.
Betrachtet man überdies die Rolle, die die Familie Leiner bis Anfang des 21. Jahrhunderts im Konstanzer Kulturleben spielte, so ist zu ersehen, dass sich die Mitglieder dieses Patriziergeschlechts spätestens vom 17. Jahrhundert an bis in die Gegenwart der Tradition verpflichtet fühlten, sich Kunst und Kultur zu widmen und wo es angebracht oder nötig war, als Mäzene aufzutreten.

Fachgebiet (DDC)
914.3 Landeskunde Deutschlands
Schlagwörter
Museum, Collection, Leiner, Bourgeoisie, Constance
Konferenz
Rezension
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Zitieren
ISO 690SFEDU, Tatiana, 2006. Museumsgründung und bürgerliches Selbstverständnis : die Familie Leiner und das Rosgartenmuseum in Konstanz [Dissertation]. Konstanz: University of Konstanz
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July 28, 2006
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