Zur Bedeutung von Unterwasserstrukturen für Fische im Litoral des Bodensees

dc.contributor.authorWeber, Arnd
dc.date.accessioned2018-07-27T09:49:33Z
dc.date.available2018-07-27T09:49:33Z
dc.date.issued2005deu
dc.description.abstractIn dieser Arbeit wurde untersucht, ob künstliche Strukturen im Litoral des Bodensees einen Einfluss auf die Fischgemeinschaft haben. Diese Strukturen, Fischreiser genannt, werden schon seit Jahrhunderten im Litoral des Bodensees gebaut. Dazu wurden mit Hilfe von Reusenbefischung und Stereofotografie Fischverteilungen im Allabock-Reis (Konstanz-Litzelstetten) und im Reis in Konstanz-Egg dokumentiert.

Dabei zeigte sich, dass im Spätsommer von den für das Litoral des Bodensees beschriebenen Arten Fluss- und Kaulbarsche den überwiegenden Anteil der Fische in den Reisern bildeten. Daneben konnten einige Aale, aber nur vereinzelte Cypriniden gefangen werden, obwohl sie als typische Bewohner des Litorals beschrieben werden. Mit dem Ende der Vegetationsperiode und sinkenden Wassertemperaturen wanderten die Fluss- und Kaulbarsche der Altersklasse 0+ zunehmend in größere Tiefen. Von Ende September bis Ende Oktober konzentrierten sich die Arten in großen Schwärmen an den beprobten Reisern. Die Flussbarsche der Altersklasse 0+ traten in Schwärmen (>250 Individuen/m3) auf, die sichin oder zumindest in der Nähe der komplexen Holzfüllung aufhielten. Größere, und damit auch piscivore Barsche waren innerhalb der Strukturen nur unregelmäßig anzutreffen. Die Kaulbarsche, die überwiegend in Egg dokumentiert wurden, hielten sich in Schwärmen (> 600 Individuen/m3) am Tag tief unter der Holzfüllung verborgen. Als Begründung für die Aggregation von Jungfischen in einem ansonsten strukturarmen Bereich des Sublitorals war der Schutz vor Prädation anzusehen. Neben den Jungfischen wurden Prädatoren nachgewiesen, die junge Flussbarsche gefressen hatten. Dabei handelte es sich um piscivore Flussbarsche, Aale und Hechte.

Die beiden gewählten Dokumentationsformen lieferten bezüglich der Verteilungsmuster der Fische gut vergleichbare Ergebnisse. Bei der Reusenbefischung waren die genauen Expositionsorte und die Größenselektivität der Fanggeräte von hoher Bedeutung für das Fangergebnis. Die Exposition der Fanggeräte hatte einen hohen Arbeitsaufwand zur Folge. Im Gegensatz dazu war der Aufwand an Feldarbeit bei der Stereofotografie geringer. Nach dem Erstellen der Bilder erfolgte die Auswertung, die gute Abschätzungen von Fischdichte und Fischlängenverteilungen lieferte, im Labor. Viele Möglichkeiten zur Bestimmung der Lage von Fischen im Raum und ihre Lage untereinander wurden bei weitem noch nicht ausgeschöpft.
deu
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dc.identifier.urihttps://kops.uni-konstanz.de/handle/123456789/42924
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dc.subjectÖkologie, Limnologie, Fischökologie, Bodensee, Litoral, Fischreiser, Stereofotografiedeu
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