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Der Erkenntniswert der Literatur

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ALLERKAMP, Andrea, Hrsg., Sarah SCHMIDT, Hrsg.. Handbuch Literatur & Philosophie. Berlin: De Gruyter, 2021, S. 209-217. Handbücher zur kulturwissenschaftlichen Philologie. 11. ISBN 978-3-11-048117-4. Verfügbar unter: doi: 10.1515/9783110484823-026

Zusammenfassung

Der Erkenntniswert der Literatur ist umstritten, jedenfalls soweit es sich um Dichtung als fiktionale Literatur handelt. Es versteht sich, dass apophantischer Literatur, insbesondere wissenschaftlicher Literatur, ein Erkenntniswert zukommt. Dieser besteht in der Vermittlung von propositionalem Wissen, das üblicherweise als begründeter Glaube, dass bestimmte Aussagen wahr sind, definiert wird. Folgt man dieser Definition, dann kann ungeachtet vielfältiger Verbindungen zwischen Literatur und Wissen (Borgards et al. 2013) Dichtung kein solches Wissen vermitteln; denn obwohl sie mitunter auch wahre Aussagen enthält, liefert sie für diese doch keine Begründungen, sondern gibt deren Inhalt lediglich zu bedenken. Fiktionale Literatur als Gedankenexperimente im hypothetischen Modus des Was-wäre-wenn-p aufzufassen (Bornmüller et al. 2019), mag in Einzelfällen, wie zum Beispiel in der philosophischen Science-Fiction-Literatur eines Stanisław Lem, sinnvoll sein, legt sich aber einseitig auf eine propositionale Darstellung fest (‚p‘ ist eine Variable für propositionale Inhalte).

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100 Philosophie

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ISO 690GABRIEL, Gottfried, 2021. Der Erkenntniswert der Literatur. In: ALLERKAMP, Andrea, Hrsg., Sarah SCHMIDT, Hrsg.. Handbuch Literatur & Philosophie. Berlin: De Gruyter, 2021, S. 209-217. Handbücher zur kulturwissenschaftlichen Philologie. 11. ISBN 978-3-11-048117-4. Verfügbar unter: doi: 10.1515/9783110484823-026
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