"Und Sehn, Ob Uns der Zufall Etwas Beut" : Kleists Kasuistik der Ermächtigung im Drama 'Die Hermannsschlacht'
| dc.contributor.author | Neumann, Michael | |
| dc.date.accessioned | 2018-11-23T09:51:54Z | |
| dc.date.available | 2018-11-23T09:51:54Z | |
| dc.date.issued | 2006 | deu |
| dc.description.abstract | Der »Zufall«, auf den sich im titelgebenden Zitat die Hoffnung der Protagonisten Hermann und Eginhardt richtet, ist ein »Zufall« der Inszenierung; er wird in Kleists Drama ›Die Hermannsschlacht‹ an einer Stelle aufgerufen,1 die für den weiteren Verlauf von entscheidender Bedeutung ist. Der »Zufall« nämlich generiert die passenden Rahmenbedingungen jener Fallgeschichte, die am Ende des Dramas die Konstituierung »Von der Germania heilgem Grund« (Vs. 2629) selbst vorführt.2 Das wäre an sich wenig bemerkenswert, weil die funktionale Bestimmung des »Zufall[s]« seit jeher Poetik und Narratologie immanent ist, um die jeweils beschriebenen oder erzählten Dinge mit der Bezeugung oder Erzeugung von Sinn zu koppeln;3 es wird aber dort interessant, wo das Ziel des Dramas darin liegt, die Rezeption seiner Effekte mit der Wirklichkeit kurzzuschließen, wo also Aufführungspraxis und Wirklichkeitswahrnehmung ineins fallen sollen. Der Konfiguration des Dramas ist es dann aufgegeben, die Konfiguration der Wirklichkeit nicht nur abzubilden, sondern vielmehr noch sie hervorzubringen; die Exemplarizität des Dramas erschließt den Raum der Gegenwart, indem es eine Perspektive auf denselben eröffnet, die die Beherrschbarkeit von Geschichte suggeriert: Der Text wird zum Formationsraum einer Sicht auf die Gegenwart, deren Überwindung er verspricht. Er übernimmt dadurch semantisch jene Aufladung, die im Übergang vom Exemplum zur Fallgeschichte als Kontinuum einer Heilserwartung kenntlich wird.4 | deu |
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| dc.identifier.doi | 10.1007/978-3-476-00204-4_10 | deu |
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