Leib und Zeit : Zwei anthropologische Universalien in protosoziologischem Zugriff

dc.contributor.authorMeyer, Christian
dc.date.accessioned2021-09-30T13:48:02Z
dc.date.available2021-09-30T13:48:02Z
dc.date.issued2021deu
dc.description.abstractKulturelle Differenzen in der Geschichte und in der gegenwärtigen Weltgesellschaft sind weder so grundlegend, dass Verstehen vollkommen unmöglich wäre und die Perspektiven von Mitgliedern unterschiedlicher Kulturen inkommensurabel wären, noch stellt die Menschheit eine kulturelle Einheit dar, die eine Mehrzahl von Praktiken und Semantiken teilt. Thomas Luckmann hat zur Herstellung einer Vergleichbarkeit zwischen kulturell und historisch partikularen Lebenswelten eine mathesis universalis – eine Matrix universaler Strukturen der Lebenswelt – als tertium comparationis vorgeschlagen. In diesem Text wird der Luckmann’sche Vorschlag zuerst theoretisch rekonstruiert, um daran anschließend zwei Bereiche zu diskutieren, die universalitätsfähig erscheinen. Die erste Bezugsgröße betrifft das Erlebnis einer analogen Leiblichkeit alters, die Mitgegenwärtigung des anderen als Leib, der ist wie ich, und das direkte Erlebnis und unmittelbare „Hineinleben“ egos in alters Leib. Sie befähigen das Individuum dazu, interaktionale Beziehungen mit anderen – seien es Menschen oder andere belebte, bewegte „Dinge“ in der Welt – einzugehen. Die zweite Bezugsgröße ist die Etablierung einer intersubjektiven Zeit durch die Synchronisierung zweier Körperrhythmen und Bewusstseinsströme in der Wir-Beziehung. In diesem Fall kann ein auditiv hör-, visuell sicht- und taktil spürbarer Bewegungsrhythmus erzeugt werden, an dem sich die Beteiligten ausrichten können. Nachdem die beiden Dimensionen theoretisch diskutiert wurden, wird anhand von Berichten über interkulturelle Kontaktsituationen empirisch geprüft, ob sie auch von den Akteuren in dieser universellen Form erfahren werden. Dabei stellt sich heraus, dass die beiden Dimensionen Intersubjektivität tatsächlich auch in Situationen kultureller Differenz fundieren können.deu
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dc.identifier.doi10.1007/978-3-658-22329-8_7deu
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dc.identifier.urihttps://kops.uni-konstanz.de/handle/123456789/55107
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dc.subjectLeiblichkeit, Körper, Zeit, Anthropologie, Protosoziologie, Kulturvergleich, Interkorporalitätdeu
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