Hemmung automatischer Reaktionen durch Vorsätze bei ADHS-Kindern

dc.contributor.authorBoscher, Maria-Luisadeu
dc.date.accessioned2011-03-25T09:15:51Zdeu
dc.date.available2011-03-25T09:15:51Zdeu
dc.date.issued2006deu
dc.description.abstractIn zahlreichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass Vorsätze ( wenn-dann -Pläne) ein wirksames Instrument zur Selbstregulation und Handlungskontrolle sind und dass sie dadurch die Zielerreichung erleichtern (Gollwitzer, 1999). Dies konnte sowohl in Studien mit gesunden Versuchsteilnehmern (z.B. Studenten) als auch in klinischen Stichproben (z.B. Frontalhirn- und Schizophreniepatienten) belegt werden.
Kinder mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zeigen Beeinträchtigungen in der Handlungskontrolle und Defizite im Bereich der exekutiven Funktionen. Ziel der vorliegenden Studie war es zu überprüfen, ob Vorsätze Kindern mit ADHS helfen können, ihre Leistung in einer Aufgabe zur Verhaltenshemmung zu verbessern. Die Verhaltensinhibition stellt einen Teilbereich der exekutiven Funktionen dar und kann mit der Stroop-Task (Stroop, 1935) gemessen werden.
An der Studie nahmen insgesamt 63 Kinder im Alter vor 7 bis 10 Jahren teil. 31 Kinder hatten eine ADHS-Diagnose, bei den anderen 32 Kindern handelte es sich um Kinder der Kontrollgruppe. Die Kinder wurden nach einem Randomisierungsplan einer von drei Versuchsbedingungen zugeordnet: einer Zielintentionsbedingung, einer Aufgabenfortführenden oder einer Versuchungshemmenden Vorsatzbedingung. Damit die häufig komorbid auftretenden Lese-Rechtschreibschwächen bei Kindern mit ADHS nicht mit den reinen Leistungen konfundierten, wurde in diesem Experiment nicht die klassische Stroop-Aufgabe, sondern eine Abwandlung dieser, die Number-Stroop Task (Flowers, Warner & Polansky, 1979) verwendet. Alle Kinder bearbeiten die Number-Stroop Task am Computer. Zusätzlich wurde eine Extrastimulation in Form eines neongrünen Bildschirms dargeboten. Die Reaktionszeiten und die Fehleranzahl wurden als abhängige Variablen erfasst.
In der aktuellen Untersuchung konnten keine Leistungsunterschiede zwischen den Kindern der ADHS- und der Kontrollgruppe festgestellt werden. Weiterhin schienen die Kinder beider Versuchsgruppen am ehesten vom Versuchungshemmenden Vorsatz zu profitieren. Die Leistung der Kinder war nicht abhängig vom Alter. Außerdem zeigte sich, dass die Kinder beider Versuchsgruppen nicht von der Farbstimulation an sich, sondern eher vom Farbwechsel innerhalb eines Aufgabenblocks profitierten.
Eine mögliche Erklärung für die berichteten Ergebnisse könnte sein, dass die Aufgabe für die Kinder mit ADHS keine Schwierigkeit darstellte und die zusätzliche Vorsatzformulierung deshalb zu keiner eindeutigen Leistungssteigerung geführt hat.
deu
dc.description.versionpublished
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dc.identifier.ppn410500313deu
dc.identifier.urihttp://kops.uni-konstanz.de/handle/123456789/10300
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dc.legacy.dateIssued2006deu
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dc.subjectVorsätzedeu
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