Psychische Belastungen bei Eltern von erwachsenen Kindern mit schweren Erkrankungen : schizophrene Störungen im Vergleich zu Schädel-Hirn-Trauma

dc.contributor.authorJanzen, Sandra
dc.date.accessioned2011-03-25T09:15:18Zdeu
dc.date.available2011-03-25T09:15:18Zdeu
dc.date.issued2006deu
dc.description.abstractDiese Dissertation hatte die Erfassung und den Vergleich psychischer Belastungen bei Eltern von erwachsenen Kindern mit schweren Erkrankungen zum Ziel. Sowohl die schizophrenen Störungen als auch das Schädel-Hirn-Trauma (SHT) zählen trotz Fortschritten in der jeweiligen Behandlung zu den Erkrankungen, die bei jungen Erwachsenen in vielen Fällen zu Behinderungen auf verschiedenen Ebenen führen. Eltern sind häufig in die Behandlung, Rehabilitation und weitere Versorgung der Betroffenen eingebunden. Für sie ist die unerwartete Betreuungsrolle meist mit beträchtlichen Einschränkungen eigener Bedürfnisse und der individuellen Lebensgestaltung, Sorgen um die weitere Zukunft des erkrankten Kindes und Trauer verbunden.
Gegenüber Patienten mit schizophrenen Störungen bestehen noch immer Vorurteile, mit denen Stigmatisierungsbefürchtungen und erfahrungen, eine geringere soziale Akzeptanz und Unterstützung der Betroffenen und ihrer Angehörigen einher gehen können. Aufgrund dessen und aufgrund von wahrscheinlicheren Schuldgefühlen der Eltern und einer schlechteren beruflichen und sozialen Leistungsfähigkeit der Patienten wurde eine stärkere psychische Belastung der Eltern der psychiatrischen Patienten angenommen.
Mit Hilfe von Fragebögen und dem Strukturierten Klinischen Interview für Diagnose Achse I (SKID-I) wurden gegenwärtige und vergangene psychische Beschwerden der Eltern erhoben. Nicht alle Eltern berichteten Symptome psychischer Belastung. Nahezu die Hälfte der Eltern der Patienten mit schizophrenen Störungen erfüllte aber zum Untersuchungszeitpunkt die Kriterien für mindestens eine psychiatrische Diagnose. Die Prävalenzraten für eine Episode einer Major Depression waren für beide Elterngruppen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung erhöht.
Die Eltern von Patienten mit schizophrenen Störungen berichteten zum Untersuchungszeitpunkt stärkere posttraumatische Belastungsreaktionen und waren hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit stärker beeinträchtigt als die Eltern von SHT-Patienten. Des weiteren zeigten sie höhere 4-Wochen- und Lebenszeitprävalenzen psychischer Störungen. Dieser Unterschied fand sich in der Häufigkeit für Angststörungen und Störungen durch Alkohol wieder, nicht aber für depressive Störungen.
Als relevante Prädiktoren zur Vorhersage der psychischen Belastung der Eltern der psychiatrischen Patienten erwiesen sich ein Substanzkonsum der Patienten und für die Mütter dieser Patienten eine eigene vorausgegangene Episode einer Major Depression.
deu
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dc.identifier.ppn263127664deu
dc.identifier.urihttp://kops.uni-konstanz.de/handle/123456789/10233
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dc.legacy.dateIssued2006deu
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dc.rights.urihttps://rightsstatements.org/page/InC/1.0/deu
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dc.titlePsychische Belastungen bei Eltern von erwachsenen Kindern mit schweren Erkrankungen : schizophrene Störungen im Vergleich zu Schädel-Hirn-Traumadeu
dc.title.alternativePsychological strain in parents of adult children suffering from severe illnesses: Schizophrenia versus Traumatic Brain Injuryeng
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kops.date.examination2006-06-26deu
kops.description.abstractThe purpose of this dissertation was the assessment and comparison of psychological strain between parents of adult children with schizophrenia and traumatic brain injury (TBI).<br />In spite of advances in treatment, schizophrenia and TBI frequently lead to several disabilities in young adults. Often, parents are involved in the treatment and rehabilitation process of the patient. For these parents, their unexpected role of a primary caregiver is often accompanied by considerable restrictions of their own needs, their individual life style, as well as worries about the child s future, and grief.<br />There are still a lot of prejudices concerning patients with schizophrenia, and worries about as well as experiences of stigma; lower social support and acceptance may be correspondingly consequences for patients and their relatives. In the present investigation, higher psychological strain was expected for parents of psychiatric patients on the one hand because these parents may suffer more often from feelings of guilt; on the other hand, because patients suffering from schizophrenia have a lower occupational and social functioning.<br />To detect recent and past psychological strain, several questionnaires and the Structured Clinical Interview for DSM-IV (Axis I Disorders) (SCID-I) have been used. For some parents there was no evidence of psychological strain. However, at the time of the interview, nearly half of the parents whose adult children suffered from schizophrenia fulfilled the diagnostic criteria of at least one psychiatric disorder. Prevalence for Major Depression was found to be higher in both parental samples compared to the German general population.<br />At the time of the interview, parents of patients suffering from schizophrenia reported higher posttraumatic symptoms and showed a stronger impairment in functioning than parents of patients with TBI. In addition, higher prevalences for psychiatric disorders were found in parents of patients with schizophrenia. This difference was found for anxiety disorders, alcohol abuse or dependence, but not for depressive disorders.<br />Predictors of psychological strain in parents of psychiatric patients were substance use of the patients but also a previous major depressive episode in the mothers themselves.eng
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