Publikation: Toleranz
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Zusammenfassung
Die Forderung nach Toleranz gewann im 16. und 17. Jahrhundert durch die religiösen Auseinandersetzungen zwischen Katholik:innen und Protestant:innen besondere Bedeutung: In dem Bemühen, die Sorge um das ewige Heil des Menschen mit einem richtigen Umgang mit ‚Andersgläubigen‘ und ‚Ungläubigen‘ zu verbinden, entwickelten Theoretiker wie Nikolaus von Kues, Erasmus von Rotterdam, Sebastian Franck, Sebastian Castellio und Jean Bodin erste umfassendere theoretische Entwürfe von Toleranz in Glaubensfragen. Als dann im 17. Jahrhundert in den Niederlanden liberalere Positionen mehr und mehr unter Druck gerieten, als in Frankreich Ludwig der XIV. das Edikt von Nantes durch das Edikt von Fontainebleau außer Kraft setzte, mit verheerenden Folgen für die Protestant:innen, und in England zwischen Anglikaner:innen, Katholik:innen und Non-Konformist:innen um die politische Herrschaft gekämpft wurde, haben Philosophen wie Baruch de Spinoza, Pierre Bayle und John Locke bis heute aktuelle Toleranzbegründungen vorgelegt. Der Artikel stellt zunächst John Rawls‘ Konzeption von Toleranz und deren Grenzen vor, wie er sie bereits in seiner ersten Hauptschrift Eine Theorie der Gerechtigkeit entfaltet und dann in seinen Schriften Politischer Liberalismus und Gerechtigkeit als Fairness weiterentwickelt und gegen kritische Einwände verteidigt hat. Die Forderung nach Toleranz ursprünglich gegenüber anderen Glaubensüberzeugungen weitet Rawls über diesen Kontext hinausgehend auf andere Vorstellungen vom guten Leben aus. In seiner Spätschrift Das Recht der Völker schließlich hat Rawls einen Vorschlag unterbreitet, wie liberale Gesellschaften anderen Staaten gegenüber tolerant sein sollten.
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ISO 690
BUDDEBERG, Eva, 2023. Toleranz. In: FRÜHBAUER, Johannes J., Hrsg., Michael REDER, Hrsg., Michael ROSENECK, Hrsg. und andere. Rawls-Handbuch : Leben - Werk - Wirkung. Stuttgart: J.B. Metzler, 2023, S. 385-390. ISBN 978-3-476-05927-7. Verfügbar unter: doi: 10.1007/978-3-476-05928-4_52BibTex
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