Einfluss neozoischer Crustaceen auf Invertebrate des Bodenseelitorals

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NECKER, Jasmin, 2006. Einfluss neozoischer Crustaceen auf Invertebrate des Bodenseelitorals

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Necker, Jasmin 2011-03-24T17:43:02Z deposit-license 2006 Necker, Jasmin Effects of an invading amphipod (Dikerogammarus villosus) on habitat choice and survival of native benthos at Lake Constance Einfluss neozoischer Crustaceen auf Invertebrate des Bodenseelitorals application/pdf deu In Versuchen mit Enclosures wurde im Bodenseelitoral die Präferenz von D. villosus und G. roeseli für sechs verschiedene Substrate untersucht. Als Referenzsubstrat dienten mittelgroße Steine aus dem Uferbereich. G. roeseli zeigte im Vergleich zu D. villosus eine geringer ausgeprägte Habitatwahl. Keines der angebotenen Substrate wurde signifikant vom dieser Art bevorzugt. D. villosus dagegen präferierte mit Dreissena polymorpha besiedelte Steine. Gemieden wurden Sand, Corbicula fluminea-Schalen und Laub. Als beide Arten gemeinsam gehalten wurden, wechselte G. roeseli von Steinen zu C. fluminea-Schalen und Chara spp., vermutlich um sich vor D. villosus zu schützen. D. villosus dagegen zeigte eine höhere Präferenz für Laub und Chara spp.. Wahrscheinlich sucht er diese Substrate auf, um G. roeseli zu jagen.<br />Bei der Untersuchung der Prädation von O. limosus auf die beiden Gammaridenarten wurden beide Arten gefressen. Die Prädationsrate von O. limosus auf G. roeseli ist mit 176 (±45) Gammariden/kg O. limosus pro Tag dreimal höher, als die Prädation auf D. villosus mit 58 (±38) Gammariden/kg O. limosus pro Tag.<br />Entweder frisst der Großkrebs selektiv G. roeseli, oder D. villosus kann sich besser entziehen. Weiter zeigte sich in den Kontrollenbecken eine hohe asymmetrische IGP (Intraguild Predation) von D. villosus auf G. roeseli (31% Prädation in drei Tagen).<br />Bei Untersuchungen des Aggregationsverhaltens von D. villosus und G. roeseli<br />wurde festgestellt, dass sich die Gammariden innerhalb ihrer Art nicht gleichmäßig verteilen, sondern Gruppen bilden. Untersucht wurde dieses Verhalten in einer runden Wanne auf einer homogenen Fläche mit Steinen als Versteckmöglichkeit. Mögliche Ursachen für dieses Verhalten sind Chemo- oder Thigmotaxis.<br />Die Dichte von D. villosus im Bodensee wird vermutlich zukünftig weiter steigen, da, im Gegensatz zu G. roeseli, nur ein geringer Prädationsdruck von O. limosus auf D. villosus ausgeübt wird. Da G. roeseli bei seinem Habitatwahlverhalten aber nicht auf bestimmte Substrate fixiert ist und in Präsenz von D. villosus strukturreichere Verstecke aufsucht, ist eine vollständige Verdrängung von G. roeseli durch D. villosus aus dem See eher unwahrscheinlich. 2011-03-24T17:43:02Z

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