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„Lügenpresse“, „alternative Fakten“ und die epistemologische Naivität des sozialen Konstruktivismus

„Lügenpresse“, „alternative Fakten“ und die epistemologische Naivität des sozialen Konstruktivismus

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KEMPF, Wilhelm, 2022. „Lügenpresse“, „alternative Fakten“ und die epistemologische Naivität des sozialen Konstruktivismus. In: cultura & psyché. Springer Nature. 2(2), pp. 159-169. eISSN 2730-5732. Available under: doi: 10.1007/s43638-021-00029-5

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„Lügenpresse“, „alternative Fakten“ und die epistemologische Naivität des sozialen Konstruktivismus Attribution 4.0 International 2022-01-10 “Lying press”, “alternative facts” and the epistemological naivety of social constructivism Aufbauend auf dem methodischen Konstruktivismus und gestützt auf die Unterscheidung zwischen (1) einer transsubjektiv begründeten (objektiven) Wirklichkeit, einer bloß intersubjektiv geteilten (sozialen) Wirklichkeit und einer subjektiven Wirklichkeit i.e. S. sowie (2) zwischen (gesicherten) Tatsachen, möglichen Sachverhalten, fingierten Sachverhalten und simulierten Sachverhalten wird die Haltbarkeit der sozial-konstruktivistischen Auffassung untersucht, wonach jede Repräsentation der Wirklichkeit nur ein verzerrtes Abbild der Realität biete, weshalb alle Repräsentation der Wirklichkeit gleichrangig nebeneinanderstehen.<br /><br />Dass die sozial konstruierte Wirklichkeit notgedrungen selektiv und daher eine interpretierte (bedeutungshaltige) Wirklichkeit ist, wird nicht in Frage gestellt, wohl jedoch die Schlussfolgerungen, welche der soziale Konstruktivismus daraus zieht: (1) Die Rede von einer „äußeren Realität“ und deren „Repräsentation“ kann nicht aufrechterhalten werden. (2) Im Unterschied zu Tatsachen, die transsubjektiv nachgeprüft werden können, entbehren Bedeutungen einer transsubjektiven Basis, weshalb Aussagen über die Bedeutung eines Sachverhalts weder wahr noch falsch sind. (3) Trotzdem kann nicht jede bedeutungshaltige Wirklichkeitskonstruktion denselben Geltungsanspruch erheben. (4) Zumindest „alternative Fakten“ sind als solche identifizierbar. (5) Wahrheit vs. Falschheit behaupteter Sachverhalte ist nicht das einzige Kriterium, an dem eine Wirklichkeitskonstruktion gemessen werden kann. (6) Obwohl der Diskurs über Bedeutungen kein Diskurs darüber sein kann, ob sie wahr oder falsch sind, können Wirklichkeitskonstruktionen dennoch auf ihre Angemessenheit hin befragt werden. Und je nachdem, worauf wir unser Handeln orientieren, können sie sich als angemessen oder unangemessen erweisen. Kempf, Wilhelm deu Kempf, Wilhelm 2022-02-08T10:28:14Z 2022-02-08T10:28:14Z

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