Finanzielle Experimente im wissenschaftlichen Publikationswesen

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KIRCHGÄSSNER, Adalbert, 2005. Finanzielle Experimente im wissenschaftlichen Publikationswesen. In: ODOK'05, Bozen, Univ., 13.-16. Sept. 2005 - Generalthema "Zugang zum Fachwissen"

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application/pdf Kirchgäßner, Adalbert Kirchgäßner, Adalbert Zuerst publ. in: ODOK'05, Bozen, Univ., 13.-16. Sept. 2005 - Generalthema "Zugang zum Fachwissen" Finanzielle Experimente im wissenschaftlichen Publikationswesen deu 2011-03-24T10:19:25Z deposit-license 2005 2011-03-24T10:19:25Z Bisher gab es eine klare Aufgabenverteilung im Publikationswesen: Die Wissenschaftler lasen Literatur und schrieben Beiträge, die Verleger brachten diese Beiträge in Zeitschriften und Büchern auf den Markt und die Bibliotheken beschafften diese, damit die Wissenschaftler die neuen Erkenntnisse der Wissenschaft zur Kenntnis nehmen konnten. Diese Aufgabenverteilung wurde durch die Entwicklungen der letzten Jahre in Frage gestellt: Die Preise für wissenschaftliche Publikationen stiegen derart, dass die Bibliotheken nicht mehr die gewünschte Menge von (gedruckter) Information beschaffen und bereitstellen können. Die elektronische Kommunikation führt dazu, dass die in den Publikationen enthaltenen Informationen bereits den unmittelbar daran interessierten Personen bekannt und ausführlich diskutiert sind, bevor die gedruckte Version auf den Markt kommt.<br /><br />Der Zwang der öffentlichen Haushalte, immer mehr einzusparen führte zu kostenorientierten Entscheidungsstrukturen in den wissenschaftlichen Einrichtungen, die die früher gelebte Trennung zwischen Literaturetat und Forschungsaufwendungen in Frage stellt. Die wissenschaftlichen Großverlage erzielen Gewinnmargen, die dem letzten Wissenschaftler vor Augen führen müßten, dass die Erlöse der Zeitschriften zu einem sehr großen Anteil zur Alimentierung der Kapitalgeber und Manager der Großverlage dienen statt der wissenschaftlichen Kommunikation. Außerdem könnten diese Gelder stattdessen für die Forschung - Geräte, Personal - eingesetzt werden. Dies führt zwangsläufig zur Überlegung, dass die Wissenschaftler mit geeigneter Organisation ihre Mittel für Literatur und Information effizienter einsetzen können, als beim Umweg über kommerzielle Verlage, da bei diesem Umweg nur ein Teil dieser Gelder tatsächlich zur Beschaffung und Verbreitung der wissenschaftlichen Information eingesetzt wird.<br /><br />Aus dieser Überlegung entstand die Idee des Open Access, der freien wissenschaftlichen Information im Internet. Aber auch die Bereitstellung dieser Information muss bezahlt werden. In diesem Beitrag wird diskutiert, wie dies bezahlt wird, wer in den Wissenschaftlichen Institutionen die Literatur und Information künftig bezahlt, und wie diese Veränderungen sich auf die Struktur der wissenschaftlichen Informationsversorgung und ihre Institutionen auswirkt.

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