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Die Landesmedienanstalten als Erfolgreich scheiternde Organisationen? Kontroll- und politische Funktionen der Rundfunkaufsicht in Deutschland.

Die Landesmedienanstalten als Erfolgreich scheiternde Organisationen? Kontroll- und politische Funktionen der Rundfunkaufsicht in Deutschland.

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FLASKAMP, Rainer, 1997. Die Landesmedienanstalten als Erfolgreich scheiternde Organisationen? Kontroll- und politische Funktionen der Rundfunkaufsicht in Deutschland.

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deposit-license 2011-03-24T10:13:18Z application/pdf 1997 Flaskamp, Rainer deu Flaskamp, Rainer 2011-03-24T10:13:18Z Die Landesmedienanstalten als Erfolgreich scheiternde Organisationen? Kontroll- und politische Funktionen der Rundfunkaufsicht in Deutschland. Man muß nur einen Blick ins Manager-Magazin werfen, um die Effizienzcodierung von Organisationen in westlichen modernen<br />Gesellschaften zu erkennen. Auch wenn man Organisationsversagen nicht (mehr) als gleichbedeutend mit dem 'Verschwinden'<br />der Organisation begreift, ist die Feststellung erstaunlich genug, daß es Permanently Failing Organizations gibt.<br />Zumindest steht sie auf den ersten Blick im provokativen Gegensatz zur Effizienzcodierung auch der meisten<br />Organisationstheorien.<br /><br />Die Theorie Erfolgreich scheiternder Organisationen verschärft diese Provokation. Sie betrachtet dauerhaftes<br />Organisationsversagen nicht mehr als 'vermeidbare volkswirtschaftliche Wohlfahrtsverluste'. Ihre zentrale These lautet vielmehr,<br />daß versagende Organisationen 'nicht trotz, sondern wegen' ihres Versagens ihre Stabilität bewahren. Die Gründe liegen<br />auf der individualistischen Ebene im Interesse an Ineffizienz (oder an Unwissenheit über diese Ineffizienz) bei den Principals der<br />Organisation, auf der systemischen Ebene in ihrer politischen Funktionalität. Was Successful Failure von Permanent<br />Failing Organizations unterscheidet, ist die Unlösbarkeit ihrer Aufgaben. Sie entlasten das politische System durch<br />symbolische Politik, durch das Abfedern der Verantwortlichkeit des sich im Wohlfahrtsstaat strukturell selbst überfordernden<br />politischen Systems für unlösbare Probleme.<br /><br />Interessen und politische Funktionalität können greifen, weil die Organisationen im 'Dritten Sektor' zwischen Staat und Markt<br />Abschwächungen von Norm- bzw. Zweckrationalität unterliegen.<br /><br />In den einschlägigen Publikationen finden sich sechs Fälle, anhand derer Seibel seine Hypothesen generiert und belegt: die<br />Krankenhausfinanzierungsreform, die Arbeiterwohlfahrt, der 'Kontrollfall' erfolglosen Scheiterns der 'Hamburger<br />Stadtentwicklungsgesellschaft', die Autonomen Frauenhäuser und die Werkstätten für Behinderte; die letzteren beiden sind die<br />'aktuellen' Exempel.

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