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Qualifizierung und professionelles Wissen von Lehrpersonen in der berufsbezogenen Weiterbildung

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WISSHAK, Susanne, 2017. Qualifizierung und professionelles Wissen von Lehrpersonen in der berufsbezogenen Weiterbildung [Dissertation]. Konstanz: University of Konstanz

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2017 2017-11-15T10:26:30Z Wißhak, Susanne Qualifizierung und professionelles Wissen von Lehrpersonen in der berufsbezogenen Weiterbildung 2017-11-15T10:26:30Z Durch die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden versuchen Unternehmen, ihre Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern bzw. zu steigern (Martin & Hrivnak, 2009). Trainings stellen dabei eine der häufigsten Formen der berufsbezogenen Weiterbildung dar. Da meist unternehmensinterne oder externe TrainerInnen diese Lehrveranstaltungen planen und durchführen, nehmen diese erheblichen Einfluss auf die Reaktionen und Lernergebnisse der Teilnehmenden und schließlich auch auf den Transfer des Gelernten in den Arbeitsalltag (Burke & Hutchins, 2008). Nur wenn dieser Transfer stattfindet, zeigen die Mitarbeitenden die erwünschten Verhaltensweisen auch an ihrem Arbeitsplatz, und die Investitionen des Unternehmens in die Weiterbildung zahlen sich aus. Da TrainerInnen eine wichtige Rolle für erfolgreiche berufsbezogene Weiterbildungsmaß-nahmen spielen, werden in dieser publikationsbasierten Dissertation zunächst mögliche Qualifizierungswege für diese Berufsgruppe beleuchtet (Kapitel 3 und 4), um dann der Frage nachzugehen, welches Wissen TrainerInnen aus der Sicht verschiedener Stakeholder besitzen sollten (Kapitel 5). Da sich in Deutschland mangels eines bundesweit geregelten Qualifizierungssystems für Lehrende in der berufsbezogenen Weiterbildung sogenannte Trainerausbildungen als Qualifikationsnachweis etabliert haben, wird in Kapitel 3 dieser Arbeit die Frage gestellt, welche pädagogischen Inhalte in solchen Ausbildungen vorgesehen sind. Die qualitative Inhaltsanalyse von 47 Programmbeschreibungen zeigt, dass der Umgang mit Gruppen ein wiederkehrendes Thema darstellt. Außerdem stehen Kommunikationsmodelle im Fokus der Ausbildungen, sowie verschiedene Methoden, um Inhalte zielgruppengerecht vermitteln zu können. Die Ausbildungen scheinen sehr praxisorientiert zu sein und kaum theoretische oder evidenzbasierte Anteile zu enthalten. Da klassischerweise auch AbsolventInnen erziehungswissenschaftlicher Studiengänge, insbe-sondere der Studienrichtung Erwachsenenbildung/Weiterbildung als TrainerInnen arbeiten, beschäftigt sich Kapitel 4 mit den Inhalten dieser Studiengänge und mit der Frage, inwiefern sie auf eine Trainertätigkeit vorbereiten können. Die Ergebnisse der Inhaltsanalyse zeigen, dass in den Studiengängen große Anteile theoretischen Grundlagenwissens vorgesehen sind. Neben Geschichte, Grundbegriffen und Theorien der Erziehungswissenschaft, die vor allem in den Bachelorstudiengängen gelehrt werden, liegt in den Masterstudiengängen ein größerer Fokus auf Aspekten des Personal- und Weiterbildungsmanagements. Dies legt nahe, dass die Studierenden eher auf leitende Tätigkeiten in der Weiterbildung vorbereitet werden sollen, als auf lehrende. Schließlich erfragt die dritte Studie (Kapitel 5) anhand eines Fragebogens, wie TrainerInnen, Teilnehmende und Personalverantwortliche verschiedene Aspekte professionellen Trainerwissens bewerten. Neben dem Fachwissen wurden vor allem Aspekte des Gruppenmanagements und der methodischen Umsetzung als bedeutsam eingeschätzt. Theoretische Grundlagen und Methoden der Diagnostik bzw. Evaluation wurden als weniger notwendig eingestuft. Die Teilnehmenden von Trainings fanden außerdem das Fachwissen wichtiger als Lehrende und Personalverantwortliche. Die vorgelegte Arbeit ist explorativer Natur und stellt eine Basis für weitere Forschung dar, insbesondere zur Untersuchung der Strukturen und Wirkungen einzelner Wissensfacetten. Außerdem können die Befunde für Professionalisierungsbestrebungen des Trainerberufs interessant sein. So weisen die Befunde der ersten beiden Studien darauf hin, dass Trainerausbildungen und erziehungswissenschaftliche Studiengänge recht unterschiedliche Inhalte vorsehen, sodass die beiden Qualifizierungen sich ggf. gut ergänzen könnten. Die Befunde können weiterhin bei der Entwicklung von Zertifikaten und bei der Rekrutierung von Lehrenden in der berufsbezogenen Weiterbildung nützlich sein. Es muss dabei jedoch beachtet werden, dass die Ergebnisse rein deskriptiv interpretierbar sind und keine kausalen Schlüsse zulassen. terms-of-use deu Wißhak, Susanne

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Wisshak_2--qjhzazjd0xb83.pdf 478

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