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Sohltransport in der Flachwasserzone des Bodensees : Methodenentwicklung und erste Ergebnisse

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OSTENDORP, Wolfgang, Christina Sabine HÄRTER, 2013. Sohltransport in der Flachwasserzone des Bodensees : Methodenentwicklung und erste Ergebnisse. In: BREM, Hansjörg, ed. and others. Erosion und Denkmalschutz am Bodensee und Zürichsee : ein internationales Projekt im Rahmen des Interreg IV-Programms "Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein" zur Entwicklung von Handlungsoptionen zum Schutz des Kulturgutes unter Wasser. Bregenz:Vorarlberg-Museum, pp. 79-93. ISBN 978-3-901802-35-5

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Ostendorp, Wolfgang deu Um die Erosion in zwei Unterwasserdenkmalen des UNESCO-Welterbes in der Flachwasserzone des Überlingersees (Bodensee) zu untersuchen, wurde der Sohltransport mit Hilfe von neu entwickelten Tracern dargestellt. Die Kies-Tracer (vier einzelne Korngrößenklassen zwischen ca. d=0,8 und d=18 mm) wurden mit einem Doppelschnecken-Extruder aus einem Eisen-Polypropylen- Compound hergestellt und oberflächlich grundiert und mit jeweils unterschiedlichen Fluoreszenzfarben gefärbt. Die Geröll-Tracer (zwei Korngrößenklassen) wurden als Gussbetonkörper hergestellt, in die Permanent- Magnete eingebettet waren. Diese Technik ermöglicht die Detektion und Anreicherung mittels Magnetsampler und Fluxgate-Magnetometer-Array. Die Geröll-Tracer wurden durch eine Kennung individualisiert, so dass die Rotations- und Translationsbewegungen der einzelnen Körner erfasst werden können. Die Tracer wurden im Mai 2010 getrennt nach Fraktionen an 12 jeweils 20 m langen Bezugsstrecken in etwa 0,9 bis 1,8 m Tiefe unter mittl. Mittelwasserspiegel in den beiden Stationen Litzelstetten-Krähenhorn und Sipplingen-Osthafen in der Nähe der Haldenoberkante, in Strandnähe sowie in der Mitte zwischen beiden Positionen ausgebracht. Das erste Monitoring erfolgte im März 2011. Dabei wurden die Lage und Orientierung der Gerölle durch Taucher kontrolliert. Außerdem wurden in einem Raster Oberflächensedimentproben entnommen, die darin enthaltenen Kies-Tracer mit einem Magnetabscheider angereichert und gezählt. Die Geröll-Tracer (Kaliber 75/100 mm) bewegten sich fast nicht, die kleineren Geröll-Tracer (40/60 mm) nur im Nahbereich bis etwa 1,5 m Entfernung von der Startposition. Auch die Kies-Tracer wurden lediglich über ein enges Gebiet von weniger als 200 m2 verteilt, wobei nur die Kornklassen im feinen Feinkiesbereich oder darunter (d<3,5 mm) in nennenswertem Umfang verlagert wurden. Die Verteilungsbilder zeigten in vielen Fällen mehr oder minder kreisförmige Isokonzen, d.h. die Verlagerung insbesondere der feinen Kies-Tracer erfolgte gleichmäßig in alle Richtungen. In einigen Fällen wurde auch ein seewärtiger bzw. ein uferparalleler Transport beobachtet. Die neu entwickelte Tracer-Technik hat sich für den Einsatz an großen Seen ebenso bewährt wie das Exposition- und Beprobungskonzept. Damit steht ein Werkzeug zur praxisnahen Bestimmung des Sohltransports zur Verfügung, das für ganz unterschiedliche ökologische und wasserbauliche Fragestellungen an Seeufern Anwendung finden kann. Die Kies- und Geröllschüttungen, die die beiden Unterwasserdenkmale vor Erosion schützen sollen, dürften sich langfristig stabil verhalten, da das Schüttungsmaterial im gewählten Korngrößenbereich (6,3 bis 200 mm) nicht nennenswert durch die üblichen Wellen und Strömungen verlagert wird. 2017-08-14T11:38:05Z Härter, Christina Sabine Sohltransport in der Flachwasserzone des Bodensees : Methodenentwicklung und erste Ergebnisse 2013 2017-08-14T11:38:05Z Ostendorp, Wolfgang Härter, Christina Sabine

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