Analyse der Panelausfälle im SozioOekonomischen Panel SOEP

Zitieren

Dateien zu dieser Ressource

Prüfsumme: MD5:52880929c772940bfef688c2c6207d33

GRAMLICH, Tobias, 2007. Analyse der Panelausfälle im SozioOekonomischen Panel SOEP [Master thesis]

@mastersthesis{Gramlich2007Analy-3912, title={Analyse der Panelausfälle im SozioOekonomischen Panel SOEP}, year={2007}, author={Gramlich, Tobias} }

Analysis of Panel Attrition in the German Socio Economic Panel Study GSOEP 2011-03-24T10:09:36Z Gramlich, Tobias 2007 Analyse der Panelausfälle im SozioOekonomischen Panel SOEP deu application/pdf Nonresponse stellt ein ernstzunehmendes Problem für die Möglichkeit dar, von einer Stichprobe auf die Grundgesamtheit zu schließen. Durch Nonresponse verringert sich zunächst die Fallzahl der Stichprobe, sodass sich die Effzienz der Schätzer der Grundgesamtheitsparameter im Vergleich zu einer Stichprobe ohne Nonresponse verringert. Zudem besteht die Gefahr der Verzerrung der Schätzer, wenn sich Teilnehmer von Nichtteilnehmern systematisch unterscheiden (Kapitel 1.2) und der Mechanismus, der zu Nonresponse führt nicht zufällig ist (Kapitel 1.3). Diese Ausfallmechanismen können sich für verschiedene Arten von Nonresponse unterscheiden (Kapitel 1.4). Dabei besteht grundsätzlich kein Unterschied zwischen Nonresponse in einmaligen Querschnittserhebungen und Ausfällen bei Wiederholungsbefragungen; die Besonderheiten für Panelausfälle werden in Kapitel 1.5 beschrieben.<br />In Kapitel 2 werden theoretische Erklärungsansätze für Nonresponse diskutiert und anschließend Verfahren zur Korrektur von Nonresponse vorgestellt (Kapitel 3), um trotz Nonresponse unverzerrte Schätzer der Grundgesamtheitsparameter zu erhalten. Alle diese Korrekturverfahren treffen (zumindest implizit) eine Annahme über den Ausfallmechanismus. Da sich Ausfallmechanismen für unterschiedliche Ausfallarten unterscheiden können ist für eine Korrektur von Nonresponse eine Unterscheidung der Ausfallarten von zentraler Bedeutung.<br /><br />Der empirische Teil der Arbeit analysiert Ausfälle aus dem SozioOekonomischen Panel (SOEP), dessen Grundgesamtheit und einzelne Substichproben in Kapitel 4 vorgestellt und beschrieben werden. Das SOEP ist eine jährliche Wiederholungsbefragung privater Haushalte und aller erwachsenen Personen in diesen Haushalten. In den Kontaktprotokollen der Interviewer werden bis zu 29 unterschiedliche Kontaktergebnisse festgehalten. Da diese über die Jahre nicht konsistent erfasst wurden, ist eine Aufbereitung der Kontaktergebnisse für jede Welle notwendig, die durch die komplexe Struktur des SOEP erschwert wird (Kapitel 5).<br />Der deskriptive Teil der Analyse der Panelausfälle im SOEP (Kapitel 6 ab Seite 92) zeigt die Entwicklung der verschiedenen Ausfallursachen seit Start des SOEP im Jahr 1984. Da das SOEP eine Wiederholungsbefragung derselben Personen ist, können die Abfolgen der jährlichen Kontaktergebnisse untersucht werden. Die Teilnahmemuster von Teilnahme und Nichtteilnahme der Befragungspersonen des SOEP werden in Kapitel 7.1 beschrieben.<br /><br />Betrachtet man für Nonrespondenten zusätzlich die Abfolge der detaillierten Ausfallursachen, ergeben sich Teilnahmesequenzen. Bei der deskriptiven Analyse dieser Teilnahmesequenzen in Kapitel 7.2 zeigen sich typische häufige Ausfallsequenzen aus dem SOEP für die letzten zwei bzw. letzten drei Jahre, bevor eine Beobachtung aus dem SOEP ausscheidet. Diese Ausfallsequenzen zeigen klare Implikationen für die Feldarbeit und Erhebungspraxis des SOEP auf.<br /><br />Eng verbunden mit der Beschreibung der Sequenzen schließt sich im folgenden Kapitel eine Modellierung der Ausfälle aus dem SOEP als diskrete und stationäre Markov-Kette an (Kapitel 8 ab Seite 111). Ziel der Analyse ist die Schätzung der übergangswahrscheinlichkeiten zwischen den Kontaktergebnissen zwischen den Wellen. Da die Ausfallursachen als ungeordnete Kategorien vorliegen, können diese übergangswahrscheinlichkeiten mit einem multinomialen Logitmodell geschätzt werden. Die Ergebnisse des Markov-Modells bestätigen die Ergebnisse der deskriptiven Analyse.<br /><br />Ziel der Arbeit liegt aber weniger in den übergangswahrscheinlichkeiten im Sinne einer Propensity-Gewichtung, sondern es soll vielmehr gezeigt werden, dass die unterschiedlichen Ausfallarten verschiedeneWahrscheinlichkeiten für eine erneute Teilnahme bzw. einen erneuten Ausfall besitzen. Dadurch soll gezeigt werden, dass eine Korrektur von Nonresponse aufgrund einer einfachen Unterscheidung Respondenten - Nonrespondenten zu kurz greift (vor allem, wenn bestimmte Gruppen eine höhere Ausfallwahrscheinlichkeit durch eine bestimmte Ausfallursache haben) und einen möglichen Nonresponsebias nicht oder nur unzulänglich korrigieren kann. deposit-license 2011-03-24T10:09:36Z Gramlich, Tobias

Dateiabrufe seit 01.10.2014 (Informationen über die Zugriffsstatistik)

Gramlich_dipl.pdf 120

Das Dokument erscheint in:

KOPS Suche


Stöbern

Mein Benutzerkonto