La Terza Via nella Commedia : la contingenza, struttura dell'inquietudine

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DECÓ, Marina, 2008. La Terza Via nella Commedia : la contingenza, struttura dell'inquietudine

@phdthesis{Deco2008Terza-3627, title={La Terza Via nella Commedia : la contingenza, struttura dell'inquietudine}, year={2008}, author={Decó, Marina}, address={Konstanz}, school={Universität Konstanz} }

La Terza Via nella Commedia : la contingenza, struttura dell'inquietudine 2008 2011-03-23T13:48:18Z deposit-license mis Eine textuelle Reise in die Welt der Komödie muß mit ihrem dreiteiligen Anfang beginnen. Das Gedicht Dantes ist ein einheitlicher Text und zugleich ein grandioses hysteron proteron, das mit dem einzigen Ziel eingesetzt wurde, einen Aufstieg-climax zu erhellen. Die drei Anfangsgesänge der Komödie sind Ausdruck einer existentiellen Unruhe im Inneren der bien policé Reisestruktur, einer Umsturzbewegung des ordo naturalis demgemäß ein Erfolg der Kontingenz im Handlungs- und eschatologischen Textplan. Der Ausdruck der radikalen Kontingenz in Inferno 1.-3. weist auf die absolute Abwesenheit der von Gott gewollten ordo naturalis hin. Diese Ordnung wird durch die beatitudo [ ] huius vitae (Mon. III, XVI, 7) widergespiegelt und in den Edengesängen dargestellt (Purg. 27.-33.).<br />Diese Studie über die Kontingenz in den ersten drei Gesängen der Hölle in Dantes Komödie geht eine strukturtheoretische Berücksichtigung voraus, deren Zweck es ist, die Eigenart der Kontingenz in der Komödie zu schildern.<br />Das Paradigma zur Untersuchung ist der Weg ex possibili et necessario innerhalb der Fünf Wege zu Gottes Existenzbeweis, die Thomas am Anfang der Summa theologiae darstellt. Da der Dritte Weg Teil eines stufenstrukturierten Diskurses ist, wurde er in seinem ursprünglichen Kontext ausgelegt und darauf folgt eine funktionale Interpretation des Dritten Weges.<br />Heuristisch war die Grundlage der Untersuchung, eine Umsturzbewegung gegen die gegebene und widerstandslos akzeptierte Ordnung durch einen abduktiven Zweifelsprozeß zu überprüfen, der in seinen Schlußfolgerungen eine Gefühlsverlagerung in der intradiegetischen Figur bewirkt.<br />Die angewandte Methode zur Untersuchungsstruktur und Literatur schließt die Einleitung ab. Einerseits haben meine hermeneutischen Strategien einen abduktiven Charakter und andererseits sind sie das Ergebnis der Sedimentation verschiedener Wege zur Komödie, von den unentbehrlichen lecturae Dantis bis zu fachspezifischen Studien über das Thema Kontingenz in der Komödie. Der gleichen Erläuterungsmethode nach, zuerst durch Hinweise auf die Sekundärliteratur und auf das verwendete hermeneutische Verfahren, gehört die Charakterisierung der Kontingenzanalyse.<br />Die Kontingenz in der Komödie erweist sich als Fragestellung großer Komplexität, die eine selbständige Betrachtung erfordert. Das Hauptproblem besteht darin, die Grenze der Kontingenz zu identifizieren. Was ihre Logothomie angeht, läßt sich ihr tourbillon Mechanismus nicht nur in den vom philosophischen Ausgangspunkt aus betrachteten Instanzen entdecken. In der Interpretation dieses Ressorts neigte ich dazu, ihre Einheit als vorsokratisches Wissen zu deuten, dabei wird die Zweideutigkeit ihrer Bestandteile, Form und Materie, weiterhin ausgenutzt. In dieser Hinsicht betrifft die Philosophie die literarische Untersuchung und dient als Überbrückung zu einer synkategorematischen Interpretierbarkeit des Textes.<br />Im Rahmen der Kontingenz Diskussion bietet sich die Komödie als polemisches Werk genau gegen die an, die dieses Disperzeptionsphänomen bannen wollten: Sie richtet sich gegen Philosophen und Theologen. Dante höhlt die Bedrängung und Kräftigkeit der Kontingenz der scholastischeigenen integumenta innen aus, von denen er nicht abweicht, sondern deren er sich bedient, um eine der Gegenwart entgegengesetzte Denkweise auszuheben und zu delegitimieren. Er befürwortet einen modernen Entstehungsprozeß, dessen Struktur mit einem mutigen Blick nach vorne durchdrungen ist, höchst erschütternd, wenn man bedenkt, daß der Autor ihn in einer visio ansetzt. Die Kontingenz im Text wird unüberwindlich überwunden, ist ein ovra inconsummabile (Par. 26., 124). Dies ist die grundsätzliche Problematik: Die Aporie der Kontingenz ermöglicht die Ordnung zwischen Himmel und Erde.<br />Meine Aufmerksamkeit bezog sich besonders auf evemeristische Klassemen (Zeit, Gedächtnis, Vorsehung und Geschick, ingegno), aber auch auf ihre beständig neue Begriffsbestimmung, bzw. auf die Zeichen einer kontingenten Dimension. Es ist möglich, die Fragestellung in zwei Gruppen zusammenzufassen: Die erste betrachtet das Thema Kontingenz in bezug auf die Komödie; die zweite, welche Reaktionen Dantes in bezug auf die Kontingenz sich im Text finden.<br />Damit die Komödie deutlicher verstanden werden kann, muß der Leser das come back, die Erinnerung, die Nacherzählung, und erst dann die kontingente und schon auf andere Ufer orientierte Realität kennen, in der das Werk entstand. Mittels eines Untersuchungsverfahrens, das die kreisförmige Struktur der Komödie und ihre post factum-Erwägungsvalenz immer mehr zu untermauern versucht, wurden Gesänge 1.-3. gelesen und zum Schluß wurde die dreifaltige Figur Dantes im Text isoliert. Der Dritte Weg in der Commedia: die Kontingenz als beunruhigende Struktur Decó, Marina application/pdf 2011-03-23T13:48:18Z Decó, Marina

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