Medium und Initiation. Béla Balázs: Märchen, Ästhetik, Kino

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Prüfsumme: MD5:09045a3319cb63e76288475a9bbe7bc2

LOEWY, Hanno, 1999. Medium und Initiation. Béla Balázs: Märchen, Ästhetik, Kino

@phdthesis{Loewy1999Mediu-3615, title={Medium und Initiation. Béla Balázs: Märchen, Ästhetik, Kino}, year={1999}, author={Loewy, Hanno}, address={Konstanz}, school={Universität Konstanz} }

application/pdf Medium and Initiation. Béla Balázs: Fairy-tales, Aesthetics, Cinema deu deposit-license Medium und Initiation. Béla Balázs: Märchen, Ästhetik, Kino 2011-03-23T13:48:15Z 2011-03-23T13:48:15Z Béla Balázs, der Autor der ersten bedeutenden deutschsprachigen Filmtheorie, Der sichtbare Mensch, trat auch als Dramatiker, Romancier und Essayist, Dichter, Librettist und Märchenautor hervor.<br />Seine Biographie (1884 geboren, ungarisch-deutsch-jüdischer Herkunft) spiegelt die romantischen Phantasien der Moderne, den Weg von der Lebensphilosophie zum Kommunismus, die Experimente gelebter Utopien in ihren Widersprüchen: Beziehung zu Georg Simmel und Henri Bergson, 'Waffenbrüderschaft' mit Georg Lukács, Engagement in Budapester 'Sonntagskreis' und Rätediktatur, Emigration nach Wien, Berlin und in die Sowjetunion.<br />Die vorliegende Arbeit nähert sich der Beziehung zwischen dem Dichter und seinen Kino-Theorien in kritisch-biographischer und ideengeschichtlicher Weise.<br />Den Rahmen einer Werkbiographie wie auch den einer Theoriegeschichte des Mediums überschreitend, eröffnet sie den Kontext philosophischer, psychoanalytischer und ethnologischer Deutungen: Fluchtpunkt dieser Rekonstruktion ist keine Semiotik des Films sondern eine rezeptionstheoretisch verankerte Ästhetik des Kino - der Utopie einer neuen Identität von Kultur und Ritual, Ausdruck und Erleben.<br />Ausgehend von Balázs' 'Todesästhetik' (1907) zielt sein Schreiben auf die 'symbolische Szene' der Initiation, wie sie auch das Märchen bestimmt. In ihrem Zeichen will Balázs den Film radikalisieren: zu einer 'neuen visuellen Kultur' der Verschmelzung auf Distanz.<br />Balázs' Wendung zum Film wird als Versuch gelesen, im Kontext der modernen Massengesellschaft ein dem Märchen entsprechendes populäres Medium zu etablieren, das Entfremdung in einem Initiationsakt rituell aufzuheben vermag.<br />Balázs' Widersprüche kulminieren in seiner letzten deutschen Filmproduktion, zusammen mit Leni Riefenstahl: DAS BLAUE LICHT. Der Analyse dieses Projektes ist das letzte Kapitel gewidmet, Balázs' Jahren in der SU, 1931 - 1945, und seiner Rückkehr nach Budapest, wo er 1949 starb, ein Epilog. Loewy, Hanno Loewy, Hanno 1999

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