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Vom Verschwinden des Subjekts : eine historisch-systematische Untersuchung zur Solipsismusproblematik bei Wittgenstein

Vom Verschwinden des Subjekts : eine historisch-systematische Untersuchung zur Solipsismusproblematik bei Wittgenstein

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BIRK, Andrea, 2004. Vom Verschwinden des Subjekts : eine historisch-systematische Untersuchung zur Solipsismusproblematik bei Wittgenstein [Dissertation]. Konstanz: University of Konstanz

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application/pdf 2011-03-23T13:46:44Z Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob und wenn ja wann Wittgenstein Solipsist war. Der Standardinterpretation, nach der Wittgenstein im Tractatus eine solipsistische Position vertrete, die er dann in den Philosophischen Untersuchungen verwerfe, werden heute extremere Ansichten entgegengehalten: Wenn die Einen behaupten, Wittgenstein sei nie Solipsist gewesen, meinen anderen, er habe Zeit seines Lebens eine solipsistische Auffassung vertreten. Derartig divergierende Urteile kommen vor allem deshalb zustande, weil der Philosoph den Terminus Solipsismus nicht immer eindeutig verwendet. Manchmal, besonders in der Spätphase, scheint er das einsame Ich der idealistischen Tradition zu meinen, das, die Welt ausgrenzend, nur von sich selbst behauptet, es existiere. Andere Male, hauptsächlich in der Frühphase, denkt er wohl eher an eine Form des Solipsismus, bei dem das Subjekt die Distanz zur Welt aufhebt, diese eingrenzt, zu meiner Welt macht und dabei die existentielle Frage nach dem richtigen Verhältnis von Ich und Welt angemessen zu beantworten sucht.<br />Die Zielsetzung der Arbeit besteht darin zu zeigen, dass Wittgenstein sich mit den kritische Bemerkungen aus dem Spätwerk gegen die erkenntnistheoretische Position des ausgrenzenden Solipsismus wendet, die er selbst nie eingenommen hat, und dass er im Tractatus eine eingrenzende Form des Solipsismus vertritt, die er in der Zwischenphase schrittweise modifiziert. Dadurch verliert diese Position in den Philosophischen Untersuchungen schließlich den Ausschließlichkeitscharakter, der ihr ursprünglich zugestanden wird, erhält jedoch eine neue Bedeutung als weltanschauliches Bild.<br />Die Untersuchung gliedert sich in drei Teile: Im I. Teil geht es vor allem um die Darstellung der spezifischen Form des Solipsismus in der Frühphilosophie, um den historischen Hintergrund, vor dem sie verständlich wird, sowie um ihre sprachphilosophische Aufarbeitung im Rahmen des logisch-analytischen Denkens, dem Wittgenstein in jungen Jahren verpflichtet ist. Der II. Teil behandelt die Zwischenphase, die sich nicht nur als eine Suche nach einem neuen Sprachverständnis gestaltet, sondern auch als ein ständiges Bemühen um eine angemessene Antwort auf die existentielle Frage nach dem richtigen Verhältnis von Ich und Welt. Dabei ändert Wittgenstein seine Position bezüglich des Solipsismus wiederholt: Dem anfänglichen Versuch, den Solipsismus phänomenologisch zu retten, folgt eine eher kritische Phase im Rahmen der Überlegungen des Big Typescript, die jedoch kurze Zeit später ganz entscheidend modifiziert wird in der Übergangsarbeit zur Spätphilosophie, dem Blauen Buch. Der III. Teil ist den Philosophischen Untersuchungen gewidmet, in denen Wittgenstein sich darum bemüht, den unterschiedlichen Facetten, die der Terminus Solipsismus philosophiehistorisch aufweist, im Rahmen seines neuen therapeutischen Philosophiekonzepts gerecht zu werden. Einerseits spricht er sich dabei im sogenannten Privatsprachenargument gegen die epistemische Variante des nur um sich selbst wissenden Subjekts aus, andererseits setzt er ganz deutliche Zeichen dahingehend, dass er der eingrenzenden Form des Solipsismus in eingeschränkter Form eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zuspricht, die vor allem an den Überlegungen zur übersichtlichen Darstellung (PU 122) und zum visuellen Zimmer (PU 398) festgemacht werden können. 2004 About the disappearing subject. An investigation of the problem of solipsism in Wittgenstein's philosophy 2011-03-23T13:46:44Z deu Birk, Andrea Vom Verschwinden des Subjekts : eine historisch-systematische Untersuchung zur Solipsismusproblematik bei Wittgenstein Birk, Andrea deposit-license

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