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Reale Konsequenzen imaginärer Unterschiede : Effekte negativer Stereotype in Lern- und Leistungssituationen

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MARTINY, Sarah, 2010. Reale Konsequenzen imaginärer Unterschiede : Effekte negativer Stereotype in Lern- und Leistungssituationen. In: Vortrag gehalten:WS 2010 / 11 am Lehrstuhl Psychologie an der Universität Augsburg

@misc{Martiny2010Reale-347, title={Reale Konsequenzen imaginärer Unterschiede : Effekte negativer Stereotype in Lern- und Leistungssituationen}, year={2010}, author={Martiny, Sarah} }

Im Vortrag geht es um Effekte negativer Informationen auf Emotionen, Motivation und Leistungen von Mitgliedern sozialer Gruppen. Ausgehend von der Theorie der sozialen Identität (Tajfel & Turner, 1979) wird dabei zunächst auf eine Serie von Studien eingegangen, die zeigen, dass negative Informationen über die eigene Gruppe die positive soziale Identität der Gruppenmitglieder bedroht. Den Annahmen der Theorie der sozialen Identität folgend, führt eine Bedrohung der sozialen Identität zur Motivation, das positive Bild der eigenen Gruppe wiederherzustellen. Diese Wiederherstellung kann durch das Anwenden sogenannten Identitätsmanagement-Strategien erfolgen (z.B. Verwenden einer neuen Vergleichsdimension: „Wir sind zwar nicht so erfolgreich, aber dafür die moralisch besseren Menschen“). In einem zweiten Schritt werden die Folgen der Aktivierung negativer Informationen über die eigene Gruppe (hier: Stereotype) in Leistungssituationen fokussiert. Eine Vielzahl empirischer Studien hat gezeigt, dass die Aktivierung negativer leistungsbezogener Stereotype in Leistungssituationen zu einem Leistungsabfall der von den Stereotypen betroffenen Gruppenmitglieder führen kann (Steele & Aronson, 1995). Dieser Leistungsabfall wird als Stereotype Threat bezeichnet. Es wird eine Serie von Studien vorgestellt, die zeigen, dass man Stereotype Threat sogar in minimalen Gruppen erzeugen kann. Die Entwicklung dieses neuen Paradigmas gibt ForscherInnen die Möglichkeit, Aspekte zu kontrollieren und zu manipulieren, die in der bisherigen Stereotype-Threat-Forschung nicht manipuliert werden konnten. Darüber hinaus wird gezeigt, dass es sich sowohl bei der Identifikation mit der Gruppe, als auch mit der Domäne um zentrale Moderatoren des Stereotype-Threat-Effekts handelt. Je höher Versuchspersonen mit der negativ stereotypisierten Gruppe und mit der untersuchten Domäne identifiziert sind, desto mehr leiden ihre Leistungen unter der Aktivierung negativer Stereotype. Abschließend werden Strategien zur Vermeidung von Stereotype-Threat-Effekten diskutiert. Martiny, Sarah Vortrag gehalten: WS 2010/11 am Lehrstuhl Psychologie an der Universität Augsburg deu Reale Konsequenzen imaginärer Unterschiede : Effekte negativer Stereotype in Lern- und Leistungssituationen 2011-07-04T17:07:11Z 2011-07-04T17:07:11Z deposit-license Martiny, Sarah 2010

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