Das Bewusstsein erklären

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SCHMITZ, Michael, 2005. Das Bewusstsein erklären [Dissertation]. Konstanz: University of Konstanz

@phdthesis{Schmitz2005Bewus-3449, title={Das Bewusstsein erklären}, year={2005}, author={Schmitz, Michael}, address={Konstanz}, school={Universität Konstanz} }

In dieser Arbeit wird die These vertreten, dass das Leib-Seele-Problem vor dem Hintergrund der Elimination der manifesten physischen Welt entsteht und die einzig befriedigende Reaktion darauf nur sein kann, diese Elimination wieder rückgängig zu machen und das Problem damit aufzulösen. Materialistische und dualistische Reaktionen werden als unzulänglich erwiesen. Sie sind nur verschiedene Formen eines ontologischen Fundamentalismus Physikfundamentalismus und Bewusstseinsfundamentalismus der zu letztlich sinnlosen metaphysischen Konstruktionen führt. Dagegen ist nach dem hier vertretenen ontologischen Pluralismus die Tatsache, dass die gesamte raumzeitliche Welt eine physikalische Mikrostruktur hat, mit einem naiven Realismus sowohl in Bezug auf die manifeste physische Welt als auch in Bezug auf das Bewusstsein vereinbar. Wir müssen nur beiden eine physikalische Mikrostruktur zuschreiben ohne sie mit dieser zu idenfizieren.<br />Nachdem in der Einleitung die Elimination der manifesten physischen Welt in der Neuzeit als der metaphysische Hintergrund des Leib-Seele-Problems identifiziert und die durch die typischen Reaktionen darauf entstehende dilemmatische Ausgangssituation beschrieben worden ist, klärt das erste Kapitel, was Bewusstsein ist. Im zweiten Kapitel werden dann einige gängige Formulierungen des so genannten Bewusstseinsrätsels vorgestellt. Es wird gezeigt, dass diese sich nicht in eine wirklich beantwortbare Frage transformieren lassen. Die Vorstellung, dass sich andere Makrophänomene wesentlich besser erklären lassen als das Bewusstsein, oder gar in vollständig transparenter Weise, wird als Illusion, als Artefakt der stillschweigenden Elimination der manifesten Welt erwiesen. Im dritten Kapitel wird die These, dass das Bewusstsein räumliche Eigenschaften hat, gegen verschiedene Formen der Skepsis verteidigt. Im vierten Kapitel beginnt die Auseinandersetzung mit der Identitätstheorie mit einer Diskussion sprachphilosophischer Positionen zu Identitätsaussagen, die die These begründet, dass die Vorstellung informativer Identitätsaussage sinnlos ist. Auf dieser Grundlage wird im fünften Kapitel die Vorstellung einer empirisch gehaltvollen so genannten wissenschaftlichen Identifikation von Bewusstseinsphänomenen mit ihren neuronalen Korrelaten kritisiert. Im sechsten Kapitel wird gezeigt, dass sich das Problem mentaler Verursachung auflösen lässt, wenn man Bewusstseinsphänomenen eine physiologische und letztlich auch physikalische Mikrostruktur zuschreibt. In einer Schlussbetrachtung wird erläutert, warum der Vorschlag in dieser Arbeit eine Auflösung statt einer Lösung des Leib-Seele-Problems darstellt. Schmitz, Michael Schmitz, Michael application/pdf Explaining Consciousness deu 2011-03-23T13:46:24Z 2005 deposit-license Das Bewusstsein erklären 2011-03-23T13:46:24Z

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DISS_Michael_Schmitz.pdf 566

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