Psychometrische Grundlagenuntersuchungen zur Messung sozialer Kompetenz

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BORGHOL, Somar, 2015. Psychometrische Grundlagenuntersuchungen zur Messung sozialer Kompetenz

@phdthesis{Borghol2015Psych-31525, title={Psychometrische Grundlagenuntersuchungen zur Messung sozialer Kompetenz}, year={2015}, author={Borghol, Somar}, address={Konstanz}, school={Universität Konstanz} }

Psychometrische Grundlagenuntersuchungen zur Messung sozialer Kompetenz 2015-08-05T09:52:32Z 2015-08-05T09:52:32Z Borghol, Somar Diese Dissertation untersucht „Psychometrische Grundlagenuntersuchungen zur Messung sozialer Kompetenz“. Zu Beginn der Arbeit wurde dargestellt, wie Wissenschaftler die Begriffe Messung, Kompetenz, soziale Kompetenz und Messung sozialer Kompetenz erklären und definieren. Dabei stellte sich heraus, dass es zu diesen Termini keine einheitliche und verbindliche Definition gibt. Vielmehr unterscheiden sich die genannten Begriffe von Forscher zu Forscher. Als Nächstes wurde erklärt, was unter Inventar sozialer Kompetenz (ISK) - dabei wird auf zwei von vier Faktoren eingegangen: Selbststeuerung und Reflexibilität - nach Kanning (2009) zu verstehen ist. Des Weiteren wurde in vorliegender Dissertation über das Rasch-Modell und die LCA diskutiert und darüber, worin der Unterschied zwischen ordinal homogen und strikt homogen (oder Rasch-homogen) besteht.<br /><br />Zum Inventar sozialer Kompetenz lässt sich Kanning zufolge festhalten: „Das ISK ist ein Fragebogeninstrument zur Erfassung zahlreicher allgemeiner sozialer Kompetenzen, die nicht nur im Privatleben, sondern auch in vielen beruflichen Situationen von Bedeutung sind“ (Kanning, 2009, 5). Das ISK besteht aus vier Faktoren: Selbststeuerung, Reflexibilität, Soziale Orientierung und Offensivität. Gegenstand der vorliegenden Untersuchung sind zwei Faktoren, Selbststeuerung und Reflexibilität, die insgesamt acht soziale Einzelkompetenzen repräsentieren.<br /><br />Der erste dieser beiden Faktoren ist Selbststeuerung, die insgesamt vier soziale Einzelkompetenzen repräsentieren:<br />So gibt es vier Sub-Skalen zum Faktor Selbststeuerung (SE; insgesamt 27 Items)<br />• Selbstkontrolle & Sub-Skala (6 Items)<br />• Emotionale Stabilität & Sub-Skala (6 Items)<br />• Handlungsflexibilität & Sub-Skala (6 Items)<br />• Internalität & Sub-Skala (9 Items)<br /><br />Der zweite Faktor ist Reflexibilität, die insgesamt ebenfalls vier soziale Einzelkompetenzen repräsentieren:<br />Es gibt vier Sub-Skalen zum Faktor Reflexibilität (RE; insgesamt 25 Items)<br />• Selbstdarstellung & Sub-Skala (7 Items)<br />• Direkte Selbstaufmerksamkeit & Sub-Skala (6 Items)<br />• Indirekte Selbstaufmerksamkeit & Sub-Skala (6 Items)<br />• Personenwahrnehmung & Sub-Skala (6 Items)<br /><br />Diese 8 Sub-Skalen (52 Items) wurden auf Deutsch (nach Kanning, 2009), Griechisch (kontrolliert von Prof. Baros) und Arabisch (kontrolliert von Dr. Chrebah) geschrieben. Um die Schreibung leichter verstehen zu können, wurde ein Codebuch auf Deutsch, Griechisch und Arabisch verfasst.<br /><br />Gegenstand vorliegender Untersuchung war es, fünf zentrale Fragen zu beantworten:<br />Fragestellung 1: Ist die durch Skala XY gemessene Kompetenz ein homogenes Konstrukt?<br />Fragestellung 2: Gibt es alters-, geschlechts- und/oder kulturspezifische Unterschiede in der Ausprägung der durch die ursprüngliche Skala XY gemessenen Kompetenz?<br />Daraus abgeleitete Fragstellung 3: Ist die (vorläufige, ggf. reduzierte) Skala XY1 kulturunabhängig?<br />Fragestellung 4: Ist die durch Skala XY* gemessene Kompetenz in den verschiedenen Kulturen unterschiedlich verteilt (z.B. indem Deutsche eine höhere Kompetenz zeigen)?<br />Fragestellung 5: Hat das Konzept der (ursprünglichen) Skala XY einen Bias zugunsten der deutschen Kultur?<br /><br />Die Stichprobe stammt aus drei Kulturen. Die gesamte Stichprobe beträgt: 6730 Vpn, beendet: 1961 Vpn; nach vielen Schritten beträgt der Gesamtdatensatz: 1591 Vpn, der parallelisierte Datensatz: 1216 Vpn. Dabei erfolgte ein<br />• Ausschluss von Versuchspersonen, die mindestens ein Item zur sozialen Kompetenz nicht beantwortet haben,<br />• Ausschluss von Versuchspersonen, welche die Staatsbürgerschaft des Erhebungslandes nicht besitzen und die Sprache des Erhebungslandes zu Hause nicht sprechen (Populationsdefinition). Die Gesamtstichprobe sind 1591 Vpn (94,03%)<br />o Deutsche Version: 813 Vpn (94,10%)<br />o Arabische Version: 469 Vpn (92,87%)<br />o Griechische Version, Papier-Online-Fragebogen: 309 Vpn (95,67%)<br />Parallelisierter Datensatz: 33,1% Männer, Anpassung an Geschlechtsverteilung in Deutschland, dabei vorrangig Ausschluss von Personen, deren Alter nach oben oder unten extrem abweicht (16-50 Jahre). Danach mussten noch weitere Versuchspersonen ausgeschlossen werden, weil sie unsinnige Antworten gegeben hatten. Daraufhin ergibt sich folgende Verteilung:<br />o Deutsche Version: 749 Vpn (92,13%)<br />o Arabische Version: 325 Vpn (69,30%)<br />o Griechische Version, Papier-Online-Fragebogen: 142 Vpn (45,49%)<br /><br />Zur Beantwortung der gestellten Fragen wurden fünf Hypothesen formuliert:<br />1. Gesamtdatensatz<br />Hypothese 1: Die Skala XY ist homogen im Sinne des Rasch-Modells<br />-> Vergleich Rasch-Modell mit LCA<br />Wenn nicht: Hypothese 1.1: Die Skala XY ist zumindest ordinal homogen.<br />-> Profillinien<br />Wenn ja: Die Skala XY ist die vorläufige Skala XY1.<br />Wenn nein: Hypothese 1.2: Durch Ausschluss von Items lässt sich eine ordinal homogene (reduzierte) Skala XY1 bilden.<br />-> LCA der verbleibenden Items und Profillinien<br />Ergebnis: Ja.<br /><br />2. Parallelisierter Datensatz<br /><br />Hypothese 2: Es gibt alters-, geschlechts- und kulturspezifische Unterschiede in der Beantwortung der einzelnen Items.<br />-> Item für Item: multiple Regression der Itemantworten auf Alter, Geschlecht und Herkunftskultur<br />Hypothese 3:<br />Hypothese 3.1: Wenn man die Herkunftskultur als Kovariate in die LCA aufnimmt, geht die (ordinale) Homogenität der (vorläufigen) Skala XY1 verloren.<br />-> LCA, Profillinien<br />Wenn nein (ordinale Homogenität bleibt erhalten): Die Skala XY1 ist die kulturunabhängige endgültige Skala XY*.<br />Wenn ja (ordinale Homogenität geht verloren): Hypothese 3.2: Durch Ausschluss von Items lässt sich eine kulturunabhängige, ordinal homogene (doppelt reduzierte) Skala XY2 bilden.<br />-> LCA, Profillinien<br />Wenn ja: Die (doppelt reduzierte) Skala XY2 ist die kulturunabhängige endgültige Skala XY*.<br /><br />Hypothese 4: Die durch Skala XY* gemessene Kompetenz ist in den verschiedenen Kulturen unterschiedlich verteilt.<br />-> Verteilung der latenten Klassen in den verschiedenen Kulturen.<br /><br />Hypothese 5<br />Hypothese 5.1: für die in der endgültigen Skala XY* enthaltenen (kulturunabhängig homogenen) Items: Inspektion der multiplen Regression der Itemantworten auf Alter, Geschlecht und Herkunftskultur führt bezüglich des Effekts der Herkunftskultur zu demselben Ergebnis wie die Verteilung der latenten Klassen in den verschiedenen Kulturen (z.B. Syrer und/oder Griechen besser als Deutsche).<br />-> Hypothese 5.2: für die in der endgültigen Skala XY* nicht enthaltenen (inhomogenen) Items: Inspektion der multiplen Regression der Itemantworten auf Alter, Geschlecht und Herkunftskultur führt bezüglich des Effekts der Herkunftskultur zu einem für Deutsche günstigeren Ergebnis als die Verteilung der latenten Klassen in den verschiedenen Kulturen (z.B. Deutsche besser als Syrer und/oder Griechen). Borghol, Somar deu 2015

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