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Henry Mayhew und die Straßenhändler des viktorianischen London : Ein kultureller Austausch mit sozialen Folgen

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MÜNCH, Ole, 2013. Henry Mayhew und die Straßenhändler des viktorianischen London : Ein kultureller Austausch mit sozialen Folgen. In: WerkstattGeschichte. 63 = 22(1), pp. 83-99. ISSN 0942-704X

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2015-04-21T13:29:28Z Henry Mayhew und die Straßenhändler des viktorianischen London : Ein kultureller Austausch mit sozialen Folgen 2015-04-21T13:29:28Z Münch, Ole deu Das frühviktorianische Bürgertum betrachtete die Londoner Slums für gewöhnlich als eine Brutstätte für Krankheit, Anarchie und Sünde. Eine Ausnahme bildete Henry Mayhew mit seiner Reportage „London Labour and the London Poor“ (1851-52). Mayhew schildert die Armen in weiten Teilen seines Werkes als Mitglieder komplexer (Sub-)Kulturen.<br />Wie soll man diese Quelle verstehen? Die einen behaupten, es handle sich um eine exotische Armutsphantasie. Andere glauben, mit Mayhews Reportage dem „wirklichen“ Leben der Slumbewohner auf die Spur zu kommen. Ich möchte eine dritte Lesart vorschlagen und betrachte die Reportage als Teil eines „kulturellen Austauschs“. Die Beteiligten, (sowohl Mayhew als auch die Armen), setzten sich mit ihrem Gegenüber auseinander und „überarbeiteten“ dabei auf eigensinnige Weise ihre kulturellen Selbst- und Fremdbilder. So berichtet die viktorianischen Arbeiterpresse beispielsweise über einige Straßenhändler, die sich mehrere Male trafen, um gemeinsam über Mayhew zu schimpfen: Er habe sie völlig falsch dargestellt, behaupteten sie und verhandelten dabei zwangsläufig die Frage, wie sie „wirklich“ waren. Solche Selbstbilder gehen wiederum häufig mit Exklusion und sozialer Ungleichheit einher. Insofern möchte ich argumentieren, dass Mayhew die Sozialstruktur der Armenviertel, über die er schrieb, indirekt beeinflusste. Henry Mayhew and the Street Traders of Victorian London : A Cultural Exchange with Material Consequences Münch, Ole 2013

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