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Das Fach (Klinische) Psychologie an deutschsprachigen Hochschulen : eine Onlinestudie unter Psychologiestudierenden zu den Themen Studienzufriedenheit, Repräsentation der Therapieverfahren, Wissenschaftsverständnis und Veränderungswünsche

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Prüfsumme: MD5:960e60045d491a499ca156386196d613

PLISCHKE, Annekathrin, 2014. Das Fach (Klinische) Psychologie an deutschsprachigen Hochschulen : eine Onlinestudie unter Psychologiestudierenden zu den Themen Studienzufriedenheit, Repräsentation der Therapieverfahren, Wissenschaftsverständnis und Veränderungswünsche [Master thesis]

@mastersthesis{Plischke2014Klini-28823, title={Das Fach (Klinische) Psychologie an deutschsprachigen Hochschulen : eine Onlinestudie unter Psychologiestudierenden zu den Themen Studienzufriedenheit, Repräsentation der Therapieverfahren, Wissenschaftsverständnis und Veränderungswünsche}, year={2014}, author={Plischke, Annekathrin}, note={Diplomarbeit} }

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Darauf aufbauend werden Ansätze zur Neugestaltung der psychologischen Ausbildungssituation thematisiert, namentlich die Abspaltung eines (Direkt-)Studiengangs Psychotherapiewissenschaft vom klassischen Psychologiestudium. Diesen Themenkomplexen wurde in einer quantitativen Onlinestudie an deutschsprachigen Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit insgesamt 861 Probandinnen1 nachgegangen, wobei sowohl private als auch öffentliche Hochschulen einbezogen wurden. Anhand einer adaptierten Version des „Epistemischen Differentials“ von Kimble (1984) wurde sowohl das studentische Wissenschaftsverständnis erhoben als auch das von den Studierenden wahrgenommene Wissenschaftsverständnis ihrer Hochschule. Während die Studierenden die Psychologie zwischen den Polen der Natur- und Geisteswissenschaft mit einer Tendenz zur geisteswissenschaftlichen Seite positionierten, wurde die akademische Psychologie als überwiegend naturwissenschaftlich ausgerichtet wahrgenommen. Diese Befunde beschränken sich jedoch auf die deutschen und schweizerischen Stichproben an öffentlichen Hochschulen. An privaten Hochschulen und in der österreichischen Stichprobe hingegen (die vornehmlich aus Studierenden der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und der privaten Siegmund-Freud-Universität Wien bestand) wurde das akademische Selbstverständnis deutlich geisteswissenschaftlicher verortet. Die Lehre an öffentlichen Hochschulen in Deutschland – und tendenziell auch der Schweiz – weist in der vorliegenden Studie eine Prädominanz der kognitiv-verhaltenstherapeutischen Verfahren auf. Diese Richtung wird als vornehmlich durch die Lehrkräfte vertreten und am besten von diesen bewertet wahrgenommen. Auch werden die meisten Informationen über sie vermittelt und die Studierenden weisen hier das größte Wissen im Vergleich zu den anderen Verfahren auf. Das vergleichsweise geringe Wissen, das die Studierenden von anderen Therapierichtungen besitzen, wird im Vergleich zur verhaltenstherapeutischen Richtung eher außerhalb der Hochschulen erlangt. Folgerecht wird die Vermittlung der Therapieverfahren insbesondere an öffentlichen Hochschulen in Deutschland mehrheitlich als unausgewogen wahrgenommen. Dabei fällt die studentische Bewertung der psychodynamischen, humanistischen und systemischen Verfahren deutlich positiver aus als die wahrgenommene Bewertung dieser Ansätze durch die Lehrenden. Dementsprechend wünscht sich die Mehrheit der Studierenden eine verstärkte Behandlung dieser drei Verfahrensrichtungen. Anders stellt es sich erneut für die österreichischen und privaten Hochschulen dar, an denen eine spiegelbildliche Dominanz der psychodynamischen Verfahren besteht, insgesamt jedoch eine ausgewogenere Situation und größere Zufriedenheit mit der Verfahrensrepräsentation. In multiplen Regressionsanalysen zur Vorhersage der Studienzufriedenheit zeigte sich, dass neben den traditionell erhobenen Prädiktoren Fachinteresse, Lehrkompetenz, Praxisrelevanz und Autonomie die Diskrepanz zwischen dem studentischen und dem wahrgenommenen universitären Wissenschaftsverständnis am stärksten zur Erklärung der Studienzufriedenheit beitrug. Innerhalb der Studierenden mit dem Fach Klinische Psychologie leistete zusätzlich die Diskrepanz der studentischen und universitären Verfahrensbewertungen einen bedeutsamen Erklärungsbeitrag. Darüber hinaus bestand tendenziell ein Moderatoreffekt von der Diskrepanz des Wissenschaftsverständnisses auf den Zusammenhang von Fachinteresse und Studienzufriedenheit. So hing die prädiktive Validität des Fachinteresses für die Studienzufriedenheit deutlich von der Größe der Diskrepanz des Wissenschaftsverständnisses ab. Dabei bestand innerhalb der Studierenden, deren Wissenschaftsverständnis drastisch vom universitären Selbstverständnis abwich, ein signifikant niedrigerer Zusammenhang zwischen dem Fachinteresse und der Studienzufriedenheit als bei den übrigen Studierenden. Diese Befunde legen zum einen eine Revision der bisherigen Konzepte und Befunde der Studienzufriedenheitsforschung nahe. So scheint es insbesondere im Fachbereich Psychologie notwendig, eine übergeordnete Reflexion der Ausrichtung des Fachs einzubeziehen, sowohl in methodologischer als auch inhaltlicher Hinsicht. Zum anderen stellt sich die praktische Frage, wie die akademische Psychologie dem nicht geringen Anteil der Psychologiestudierenden begegnen möchte, der ein grundsätzlich anderes Selbstverständnis der Disziplin vertritt, nicht zuletzt auf Grund dessen eine hohe Unzufriedenheit mit dem Studium aufweist und sich möglicherweise auch deswegen von der akademischen Forschung zurückzieht. Eine Anknüpfungsmöglichkeit für eine derartige Diskussion könnten die derzeitigen berufs- und hochschulpolitischen Debatten zur Neugestaltung des psychotherapeutischen Ausbildungsmodells darstellen (s. Strauß et al., 2009). In dem Kontext zeigt die vorliegende Arbeit als erste Exploration der studentischen Haltung auf, dass gut 40% der Studierenden mit Interesse an der Klinischen Psychologie bei entsprechender Möglichkeit einen nicht näher spezifizierten (Direkt-) Studiengang Psychotherapiewissenschaft gewählt hätten. Dreiviertel der Probandinnen befanden einen solchen Studiengang für sinnvoll. Den zahlreichen qualitativen Anmerkungen der Teilnehmerinnen können darüber hinaus wertvolle Anregungen sowie als notwendig erachtete Bedingungen (insbesondere den Praxisbezug betreffend) hinsichtlich der Ausgestaltung eines derartigen Studiengangs entnommen werden.</dcterms:abstract> <dcterms:rights rdf:resource="http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:352-20140905103605204-4002607-1"/> <dcterms:isPartOf rdf:resource="https://kops.uni-konstanz.de/rdf/resource/123456789/43"/> <void:sparqlEndpoint rdf:resource="http://localhost/fuseki/dspace/sparql"/> <dc:rights>deposit-license</dc:rights> <dc:contributor>Plischke, Annekathrin</dc:contributor> <dcterms:issued>2014</dcterms:issued> <dcterms:title>Das Fach (Klinische) Psychologie an deutschsprachigen Hochschulen : eine Onlinestudie unter Psychologiestudierenden zu den Themen Studienzufriedenheit, Repräsentation der Therapieverfahren, Wissenschaftsverständnis und Veränderungswünsche</dcterms:title> <dc:date rdf:datatype="http://www.w3.org/2001/XMLSchema#dateTime">2014-09-19T08:45:25Z</dc:date> <bibo:uri rdf:resource="http://kops.uni-konstanz.de/handle/123456789/28823"/> <dc:creator>Plischke, Annekathrin</dc:creator> <dspace:isPartOfCollection rdf:resource="https://kops.uni-konstanz.de/rdf/resource/123456789/43"/> </rdf:Description> </rdf:RDF>

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