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Was führt zum „Abbruch“? : Ergebnisse einer internen Analyse von Stellungnahmen, in denen die Erledigung einer Therapie nach § 64 StGB wegen Aussichtslosigkeit angeregt wird

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QUERENGÄSSER, Jan, Thomas ROSS, Klaus HOFFMANN, 2013. Was führt zum „Abbruch“? : Ergebnisse einer internen Analyse von Stellungnahmen, in denen die Erledigung einer Therapie nach § 64 StGB wegen Aussichtslosigkeit angeregt wird. In: Forensische Psychiatrie und Psychotherapie : Werkstattschriften. 20(2), pp. 64-85. ISSN 0945-2540

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2013 deu Forensische Psychiatrie und Psychotherapie : Werkstattschriften ; 20 (2013), 2. - S. 64-85 Hoffmann, Klaus 2014-03-17T15:22:02Z Ross, Thomas deposit-license Hoffmann, Klaus Der Anteil an Patienten einer Entziehungsanstalt, deren Therapie nach § 64 StGB wegen Aussichtslosigkeit erledigt, also vorzeitig beendet wird, liegt bundesweit seit mehreren Jahren bei rund 50%. Die bisherige Forschung befasste sich mit der Ermittlung prognostisch relevanter Patienteneigenschaften oder einer differenzierten Beschreibung einzelner Patientengruppen mit einem solchen Therapieende. Konkrete Begründungen für „Abbrüche“, wie sie im allgemeinen Sprachgebrauch genannt werden, dienten hingegen bisher nicht als Untersuchungsgegenstand.<br /><br />In einer internen Auswertung von 39 Stellungnahmen aus den Jahren 2006 bis 2011, in denen die Erledigung der Therapie nach § 64 StGB wegen Aussichtslosigkeit vom Behandlungsteam angeregt wird, wurden Abbruchgründe und -ursachen inhaltsanalytisch ermittelt und inferenzstatistisch bzw. clusteranalytisch ausgewertet. Ein Ziel war, deskriptiv zu beschreiben, wie Therapieabbrüche strukturell und inhaltlich begründet werden. Vermutet wurden Unterschiede in den Begründungsmustern in Abhängigkeit von Deliktstruktur und Hauptdiagnose. Dies konnte durch die Daten nur teilweise gestützt werden. Dagegen ergab die Clusteranalyse nach den Abbruchbegründungen drei ziemlich klar abgrenzbare Patientengruppen, die sich in anderen Merkmalen nicht konstruktionsbedingt ebenfalls unterschieden: der parallel ausgesprochenen Gesamtfreiheitsstrafe, der bisherigen Behandlungsdauer und der Häufigkeit einer Persönlichkeitsstörung als Nebendiagnose.<br /><br />Aufgrund des geringen Stichprobenumfangs und der Herkunft aus nur einer Klinik handelt es sich hier um eine Pilotstudie. Dennoch gibt sie einen ersten, hypothesengenerierenden Einblick in die klinische Abbruchpraxis bei Unterbringungen nach § 64 StGB und bereichert die aktuelle Diskussion, wie sich die hohe Abbruchquote senken lassen könnte, um einen weiteren Blickwinkel. Was führt zum „Abbruch“? : Ergebnisse einer internen Analyse von Stellungnahmen, in denen die Erledigung einer Therapie nach § 64 StGB wegen Aussichtslosigkeit angeregt wird Querengässer, Jan 2014-03-17T15:22:02Z Ross, Thomas Querengässer, Jan What precedes treatment failure? : A preliminary study on the reasons for premature termination of forensic treatments according to section 64 of the German legal code

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