Zeitmaschinen, Sakralautomaten, Frömmigkeitsapparate : Die Produktion sakraler Zeiten im Kirchenraum der Vormoderne

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2011
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Dissertation
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Zusammenfassung

Spätmittelalterliche und frühneuzeitliche „astronomische Monumentaluhren“ waren Spektakel im Kirchenraum. Sie galten als merk- und staunenswürdige Objekte, in denen Funktion und Illusion, Zweck und Spiel, schließlich Magie, Astronomie und Glaube auf komplexe Art und Weise miteinander verbunden waren. Die „astronomischen Monumentaluhren“ waren allerdings keine „Uhren“, sondern komplexe Zeitmaschinen, die eine Vielfalt verschiedenster Indikationen aufwiesen und für die performative Produktion und Darstellung ganz verschiedener Zeiten sorgten. Sie produzierten astronomische und kalendarische Zeiten sowie die Zeiten der Politik und jene der Heilsgeschichte – schließlich sogar die Ewigkeit selbst. Insbesondere die sakralen Zeiten der Heilsgeschichte wurden als automatisierte und mechanisch hergestellte Zeiten in Form von Figurenumläufen und automatisierten Figuren präsentiert. Als Zeitmaschinen vereinigten sie verschiedenste Zeiten – von der Minute bis zur Ewigkeit – an einem architektonischen Ort, veranschaulichten diese in ihrer Synchronität und machten sie in ihrer präsentischen Gleichzeitigkeit visuell und akustisch erfahrbar. Zeitmaschinen, Sakralautomaten und Frömmigkeitsapparate ermöglichten einerseits die gegenwärtige Erfahrbarkeit vergangener und zukünftiger Zeiten und boten andererseits die Mechanisierung des Sakralen als spektakuläre Inszenierung dar. Wie andere frühneuzeitliche Maschinen waren sie immer auch funktional und nützlich, doch vor allem waren sie spielerisch, rätselhaft und magisch-sakral – und damit in erster Linie Spektakel im Kirchenraum.

Zusammenfassung in einer weiteren Sprache
Fachgebiet (DDC)
900 Geschichte
Schlagwörter
Kirchenraum, Vormoderne
Konferenz
Rezension
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Zitieren
ISO 690DENGLER, Michael, 2011. Zeitmaschinen, Sakralautomaten, Frömmigkeitsapparate : Die Produktion sakraler Zeiten im Kirchenraum der Vormoderne [Dissertation]. Konstanz: University of Konstanz
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November 8, 2011
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