L’incertitude et le rêve dans le recueil Lelio de Josef Čapek

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STOLZ-HLADKA, Zuzana, 2011. L’incertitude et le rêve dans le recueil Lelio de Josef Čapek. In: Revue des études slaves. 82(3), pp. 447-456

@article{StolzHladka2011Lince-18212, title={L’incertitude et le rêve dans le recueil Lelio de Josef Čapek}, year={2011}, number={3}, volume={82}, journal={Revue des études slaves}, pages={447--456}, author={Stolz-Hladka, Zuzana} }

Poetika nejistoty a snu v textech sbírky Lelio Josefa Čapka fra Der Artikel versucht aufzuzeigen dass der Traum in der Prosa von Josef Čapek nicht nur ein zentrales Thema darstellt, das der Autor in Texten der Prosasammlung Lelio (1917) variiert und entwickelt, sondern auch ein Kunstverfahren ist, das der Schriftsteller prüft. Insbesondere die Erzählungen „Lelio“ (1914) und „Rukopis, nalezený na ulici“ (1915) werden auf die Traumthematik sowie auf den Traum als Verfahren hin untersucht. Auf der Suche nach modernen künstlerischen Zugängen in Malerei und Dichtung setzt Josef Čapek auf Verfahren, welche die visionäre und irreale Seite der dargestellten Dinge sichtbar machen und mit klassischen Darstellungverfahren radikal brechen. Im Text Lelio, der bereits in seiner Vorlage von Berlioz den Traum als todesähnlichen Rauschzustand zum Thema hat, führt die bei Čapek mit ihm verbundene verfremdende und unzuverlässige Perspektive zur Verunsicherung in Bezug auf alle Kategorien der dargestellten Personen, Objekte und Situationen. Das Überschreiten der gegebenen Grenzen von Identität, Gegenständlichkeit, Medium u. a. und die damit verbudenen Doppelungen generieren eine alternative Welt.<br />In „Rukopis, nalezený na ulici“ fasst Čapek den Traum als einen Schatten auf, der ein Urbild zum Ausgangspunkt hat und vergleicht ihn mit den Schriftzügen eines Manuskripts. Gemäß der antiken literarischen Tradition und ihrer Auffassung der „eidola“, fasst er hier den Traum als (Traum-) Bild auf, welches das Abbild von einem Urbild liefert. In Čapeks Text wird der Traum zur Vision, welche eine Vorwegnahme der Zukunft ermöglicht. Der Traum als schöpferisches Kunstverfahren der modernen Kunst ist hier keinesfalls als Trugbild zu verstehen. Er führt hier zum Erkennen der wahren Identität des Dargestellten und ermöglicht eine wahrhaftigere Sicht des Menschen und seiner Welt. Publ. in: Revue des études slaves ; 82 (2011), 3. - S. 447-456 terms-of-use Stolz-Hladka, Zuzana 2011 L’incertitude et le rêve dans le recueil Lelio de Josef Čapek 2012-02-14T12:53:39Z 2012-02-14T12:53:39Z Stolz-Hladka, Zuzana Doubts and Dream in Josef Čapek’s Prose Collection Lelio

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