Die Einbürgerungspraxis im Deutschen Reich 1871-1945

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TREVISIOL, Oliver, 2004. Die Einbürgerungspraxis im Deutschen Reich 1871-1945 [Dissertation]. Konstanz: University of Konstanz

@phdthesis{Trevisiol2004Einbu-11478, title={Die Einbürgerungspraxis im Deutschen Reich 1871-1945}, year={2004}, author={Trevisiol, Oliver}, address={Konstanz}, school={Universität Konstanz} }

application/pdf The practice of naturalisation in the German Empire 1871-1945 2011-03-25T09:34:18Z 2011-03-25T09:34:18Z 2004 deu Trevisiol, Oliver Trevisiol, Oliver Das Deutsche Reich erlebte zwischen den Jahren 1871 und 1945 eine signifikante Einwanderung. Eine Folge dieser Entwicklung war, dass sich eine beträchtliche Anzahl von Menschen um die Einbürgerung bemühte. Die Arbeit untersucht anhand eines Vergleichs zwischen Baden, Bayern und Preußen die Einbürgerungspraxis im Deutschen Reich zwischen Reichsgründung und Zweitem Weltkrieg. Aus sozialgeschichtlicher Perspektive wird gefragt, wer wann zu welchen Bedingungen eingebürgert wurde und wie die Einbürgerungsbehörden ihren weiten Ermessensspielraum nutzten. Es wurden aus insgesamt zehn Archiven ungedruckte Quellen, darunter überwiegend Einzelfallakten, herangezogen.<br />Statistische Analysen zeigen, dass die Einbürgerungsrate bereits im Kaiserreich und in der Weimarer Republik wesentlich höher lag als in der Bundesrepublik der 1980er Jahre. Die Analyse von zahlreichen Fallakten zeigt für den gesamten Untersuchungszeitraum eine Entwicklung der Einbürgerungspraxis, die bei der Entscheidung über einen Einbürgerungsantrag immer weniger den individuellen Antragsteller und dessen persönliche Situation beurteilte, sondern in zunehmendem Maße über den Grad der Erwünschtheit eines Kollektivs entschied, dem der Antragsteller zugerechnet wurde. Dabei war das Einbürgerungsverfahren vor 1918 insbesondere dadurch geprägt, dass die Behörden ein Urteil über die soziale Respektabilität potentieller Neubürger fällten. Dagegen erfolgte nach 1918 eine stetige Ideologisierung der Einbürgerungsvoraussetzungen, sodass die Behörden den Nachweis verlangten, ob der Einzubürgernde als "deutschstämmig", "fremdstämmig", oder "kulturfremd" anzusehen sei. Insgesamt war die Einbürgerungspraxis von einem rassistisch motivierten Antisemitismus geprägt, der zur Diskriminierung von Juden im Einbürgerungsverfahren führte. Farbige, Angehörige der radikalen Linken und Frauen wurden im Einbürgerungsverfahren massiv diskriminiert und nur in seltenen Fällen eingebürgert. Die Einbürgerungspraxis im Deutschen Reich 1871-1945 deposit-license

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