Action Control in ADHD Children : do Implementation Intentions Improve Self-Regulation?

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2005
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Gawrilow, Caterina
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Handlungskontrolle von Kindern mit ADHS: Können Vorsätze die Selbstregulation verbessern?
Forschungsvorhaben
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Publikationstyp
Dissertation
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Zusammenfassung

Das vorliegende Dissertationsprojekt zielte darauf ab, die folgende Frage zu beantworten: Ist eine Beeinflussung von ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung)-typischem Verhalten durch Strategien, die die Selbstregulation verbessern, möglich? Mit anderen Worten: Sind ADHS Kinder fähig, Pläne im wenn-dann Format (Vorsätze), zu fassen und wirken diese Pläne in der Art und Weise, dass die Selbstregulationsfähigkeiten von ADHS Kindern verbessert werden können?
ADHS Kinder zeigen vielfältige Handlungskontrolldefizite. Zum Beispiel stellt es ein Problem für sie dar, bereits gelernte Stimulus-Reaktions-Assoziationen zu inhibieren, oder Belohnungsverzögerungsverhalten zu zeigen. ADHS Kinder haben weiterhin Schwierigkeiten, Ablenkungen zu widerstehen oder flexibles Verhalten zu zeigen. Vorsätze (implementation intentions oder wenn-dann Pläne) verringern solche Handlungskontrollprobleme nachweislich in Stichproben gesunder Erwachsener. Das Hauptanliegen der vorliegenden Arbeit war es die Effektivität von Vorsätzen bei ADHS Kindern zu explorieren.
Insgesamt nahmen 98 Jungen mit ADHS und 72 Jungen ohne ADHS (Kontrollgruppe) an drei verschiedenen Studien teil. Konkret wurden die Effekte von Vorsätzen in drei verschiedenen experimentellen Paradigmen überprüft: (a) ein go/no-go Paradigma (30 ADHS Kinder im Alter von 10.9 Jahren [SA = 1.4] und 28 Kontrollkinder im Alter von 11.5 Jahren [SA = 1.1]), (b) ein ähnliches go/no-go Paradigma mit zusätzlicher Variation der Methylphenidat-Einnahme (20 ADHS Kinder im Alter von 11.15 Jahren [SA = 1.65]) und (c) ein Belohnungsverzögerungsparadigma (47 ADHS Kinder im Alter von 10.34 Jahren [SD = 1.59] und 40 Kontrollkinder im Alter von 11.27 Jahren [SD = 1.44]).
In allen drei Studien mussten die Kinder Aufgaben am Computer bearbeiten. (a) In der ersten Studie wurde eine klassische Diskriminationsaufgabe mit einer eingebetteten go/no-go Aufgabe kombiniert. Die Kinder mussten auf verschiedene Bildstimuli reagieren (Tiere, Transportmittel) dies geschah per Tastendruck (Diskriminationsaufgabe). Weiterhin hatten die Kinder die Aufgabe, diesen Tastendruck zu inhibieren, sobald ein bestimmtes Signal am Computer erschien (go/no-go task). In der Zielintentionsbedingung hatten die Kinder das Ziel: Ich drücke niemals die Taste für Bilder mit Ton . Kinder der Vorsatzbedingung fassten sich zusätzlich folgenden wenn-dann Plan: Und immer wenn ein Ton kommt, dann drücke ich nicht auf die Taste . (b) In der zweiten Studie mussten die Kinder eine ähnliche Diskriminationsaufgabe mit eingebetteter go/no-go Aufgabe wie in Studie 1 bearbeiten. Zusätzlich wurde die Medikation der Kinder mit einem Psychostimulanz (Methylphenidat) variiert: die Kinder durchliefen zunächst 20 Blöcke à 30 Trials ohne Medikation, danach nahmen sie die Medikamente unter Aufsicht ihrer Eltern ein, und nach weiteren 45 Minuten wurden die 20 Blöcke à 30 Trials nun mit Medikation wiederholt. (c) In der dritten Studie wurde eine Wahlaufgabe verwendet. Die Kinder mussten sich zwischen einer sofortigen, kleinen Belohnung (rote Bilder mit wenigen Punkten assoziiert, die aber sofort verteilt werden) und einer verzögerten, großen Belohnung (blaue Bilder mit mehr Punkten assoziiert, die erst nach 30 Sekunden verteilt werden). In der Kontrollbedingung erhielten die Kinder lediglich die Instruktionen für die Aufgabe. In der Zielintentionsbedingung hatten die Kinder das Ziel Ich will mir so viele Punkte wie möglich holen und in der Vorsatzbedingung fassten sich die Kinder zusätzlich den wenn-dann Plan: Und immer wenn ein blauer Gegenstand kommt, dann klicke ich darauf oder Und immer wenn ein roter Gegenstand kommt, dann warte ich auf den blauen .
Vorsätze zeigten sich generell als ein effektiveres selbstregulatorisches Instrument als Zielintentionen: (a) In Studie 1 konnten ADHS Kinder mit Vorsatz ihre Reaktionen signifikant besser inhibieren als ADHS Kinder, die sich nur ein Ziel gefasst hatten, t (28) = 4.05, p < .001. (b) In Studie 2 zeigte sich eine Interaktion der Zielbedingung (Zielintention vs. Vorsatz) und der Medikation (mit Medikation vs. ohne Medikation), F (1, 19) = 5.78, p < .05. (c) In Studie 3 profitierten ADHS Kinder von Vorsätzen in der Belohnungsverzögerungsaufgabe. Wenn ADHS Kinder Vorsätze gebildet hatten, warteten sie häufiger auf die größere Belohnung im Vergleich zu bloßen Kontrollinstruktionen oder Zielintentionen, F (2, 86) = 3.72, p < .05.
Insgesamt zeigten die Ergebnisse der vorliegenden Experimente, dass Vorsätze im Vergleich zu Zielintentionen ADHS Kindern helfen können, ihr Defizit auszugleichen, während sie Aufgaben bearbeiten, die eine effektive Handlungskontrolle erforderlich machen. Diese Ergebnisse werden mit Hinsicht auf die Vorsatztheorie interpretiert (Gollwitzer, 1999): Vorsätze wandeln die top-down Handlungskontrolle (z.B. Kontrolle durch Ziele) in bottom-up Handlungskontrolle (z.B. Kontrolle durch spezifische Stimuli).

Zusammenfassung in einer weiteren Sprache

The present dissertation aimed at answering an important research question with support of three experimental studies: Is it possible to reduce typical Attention-Deficit/Hyperactivity-Disorder (ADHD) symptom behavior through strategies that improve intentional self-regulation? Thus, are ADHD children able to form if-then plans (implementation intentions) and do these plans enhance the self-regulation skills of ADHD children?
Children with ADHD usually show various action control problems. For instance, they find it very hard to inhibit a previously learned stimulus-response association, often fail to delay gratification, and have difficulties in resisting distractions. Implementation intentions (i.e., if-then plans) alleviate such problems of action control in healthy adult samples. Therefore, the main objective in the present project was to examine the effectiveness of implementation intentions in a population of children with ADHD.
In sum 98 boys with ADHD and 72 boys without ADHD (control group) participated in three different studies addressing the above described research topics. The effects of implementation intentions were examined in three studies using different experimental paradigms: (a) a go/no-go paradigm with a sample of 30 ADHD children (age: M = 10.9, SD = 1.4) and 28 control children (age: M = 11.5 years, SD = 1.1), (b) a similar go/no-go paradigm with an additional variation of the medication with psychostimulants in a sample of 20 ADHD children (age: M = 11.15 years, SD = 1.65 years), and (c) a delay of gratification paradigm with 47 ADHD children (age: M = 10.34 years, SD = 1.59) and 40 control children (age: M = 11.27 years, SD = 1.44).
All of the presented studies required to perform tasks on a computer. (a) The experimental setup of the first study used a classic discrimination task with an embedded go/no-go task. The children had to respond to different types of stimuli (animals, means of transportation) by pressing respective keys (discrimination task). Furthermore, they had to inhibit these responses whenever the computer produced a certain sound (go/no-go task). In the goal intention condition, the children were assigned the goal: I will never press a key for pictures that are accompanied by a sound . Children in the implementation intention condition received an additional if-then plan: And whenever the computer produces a sound, then I will not press any key . (b) In the second study, ADHD children had to accomplish a similar go/no-go task as in Study 1. Additionally, the medication of the children with psychostimulants was varied: First, the children worked on 20 blocks containing 30 trials without medication, after which they took the medication under supervision of their parents. Second, 45 minutes after taking the medication, 20 blocks containing 30 trials were repeated. (c) The third study used a choice response task. The children had to choose between an immediate, small (red pictures associated with few but immediate points) and a delayed, big gratification (blue pictures associated with many but delayed points). In the control condition, the children only received instructions to perform the task. In the goal condition, the children were assigned the goal I will try to earn as many points as possible , and in an implementation intentions condition, the children received the additional if-then plan: And if a blue picture appears, then I will click on it or And if a red picture appears, then I will wait for the blue one .
Implementation intentions generally turned out to be a more effective self-regulatory tool than mere goals: (a) In Study 1, ADHD children with an implementation intention inhibited their responses significantly better than ADHD children with mere goals, t (28) = 4.05, p < . 001. (b) In Study 2, an interaction between the type of intention (goal vs. implementation intention) and the medication status (with vs. without MPH) indicated that the medication with MPH and a volitional strategy seem to be most effective in combination, F (1, 19) = 5.78, p < .05, and (c) In Study 3, ADHD and control children benefited from implementation intentions in delaying gratification. When implementation intentions had been formed, they waited more often for the bigger gratification compared to control and goal participants, F (2, 86) = 3.72, p < .05.
Overall, the results of these experiments show that implementation intentions, compared to goal intentions, help ADHD children to compensate for their action control deficits when working on tasks that require effective action control. The findings are interpreted by referring to implementation intentions theory (Gollwitzer, 1999): Implementation intentions are thought to convert the top-down control of action (i.e., control by goals) into bottom-up control of action (i.e., control by specified stimuli).

Fachgebiet (DDC)
150 Psychologie
Schlagwörter
ADHD, Self-Regulation, Implementation Intention
Konferenz
Rezension
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Zitieren
ISO 690GAWRILOW, Caterina, 2005. Action Control in ADHD Children : do Implementation Intentions Improve Self-Regulation? [Dissertation]. Konstanz: University of Konstanz
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Konkret wurden die Effekte von Vorsätzen in drei verschiedenen experimentellen Paradigmen überprüft: (a) ein go/no-go Paradigma (30 ADHS Kinder im Alter von 10.9 Jahren [SA = 1.4] und 28 Kontrollkinder im Alter von 11.5 Jahren [SA = 1.1]), (b) ein ähnliches go/no-go Paradigma mit zusätzlicher Variation der Methylphenidat-Einnahme (20 ADHS Kinder im Alter von 11.15 Jahren [SA = 1.65]) und (c) ein Belohnungsverzögerungsparadigma (47 ADHS Kinder im Alter von 10.34 Jahren [SD = 1.59] und 40 Kontrollkinder im Alter von 11.27 Jahren [SD = 1.44]).&lt;br /&gt;In allen drei Studien mussten die Kinder Aufgaben am Computer bearbeiten. (a) In der ersten Studie wurde eine klassische Diskriminationsaufgabe mit einer eingebetteten go/no-go Aufgabe kombiniert. Die Kinder mussten auf verschiedene Bildstimuli reagieren (Tiere, Transportmittel)   dies geschah per Tastendruck (Diskriminationsaufgabe). Weiterhin hatten die Kinder die Aufgabe, diesen Tastendruck zu inhibieren, sobald ein bestimmtes Signal am Computer erschien (go/no-go task). In der Zielintentionsbedingung hatten die Kinder das Ziel:  Ich drücke niemals die Taste für Bilder mit Ton . Kinder der Vorsatzbedingung fassten sich zusätzlich folgenden wenn-dann Plan:  Und immer wenn ein Ton kommt, dann drücke ich nicht auf die Taste . (b) In der zweiten Studie mussten die Kinder eine ähnliche Diskriminationsaufgabe mit eingebetteter go/no-go Aufgabe wie in Studie 1 bearbeiten. Zusätzlich wurde die Medikation der Kinder mit einem Psychostimulanz (Methylphenidat) variiert: die Kinder durchliefen zunächst 20 Blöcke à 30 Trials ohne Medikation, danach nahmen sie die Medikamente unter Aufsicht ihrer Eltern ein, und nach weiteren 45 Minuten wurden die 20 Blöcke à 30 Trials nun mit Medikation wiederholt. (c) In der dritten Studie wurde eine Wahlaufgabe verwendet. Die Kinder mussten sich zwischen einer sofortigen, kleinen Belohnung (rote Bilder mit wenigen Punkten assoziiert, die aber sofort verteilt werden) und einer verzögerten, großen Belohnung (blaue Bilder mit mehr Punkten assoziiert, die erst nach 30 Sekunden verteilt werden). In der Kontrollbedingung erhielten die Kinder lediglich die Instruktionen für die Aufgabe. In der Zielintentionsbedingung hatten die Kinder das Ziel  Ich will mir so viele Punkte wie möglich holen  und in der Vorsatzbedingung fassten sich die Kinder zusätzlich den wenn-dann Plan:  Und immer wenn ein blauer Gegenstand kommt, dann klicke ich darauf  oder  Und immer wenn ein roter Gegenstand kommt, dann warte ich auf den blauen .&lt;br /&gt;Vorsätze zeigten sich generell als ein effektiveres selbstregulatorisches Instrument als Zielintentionen: (a) In Studie 1 konnten ADHS Kinder mit Vorsatz ihre Reaktionen signifikant besser inhibieren als ADHS Kinder, die sich nur ein Ziel gefasst hatten, t (28) = 4.05, p &lt; .001. 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September 29, 2005
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