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Schizophrenie und visuelle Wortverarbeitung : eine Studie im Magnetencephalogramm (MEG)

Schizophrenie und visuelle Wortverarbeitung : eine Studie im Magnetencephalogramm (MEG)

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Prüfsumme: MD5:e28d185e2b233a687be89db0abdc33af

REINERS, Dorothee, 2005. Schizophrenie und visuelle Wortverarbeitung : eine Studie im Magnetencephalogramm (MEG) [Master thesis]

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2011-03-25T09:27:21Z application/pdf 2005 Reiners, Dorothee deposit-license deu Schizophrenie und visuelle Wortverarbeitung : eine Studie im Magnetencephalogramm (MEG) Schizophrenia and visual word recognition - a study in the magnetencephalogramm (MEG) In dieser Arbeit sollte der Frage nachgegangen werden, ob sich erwachsene Schizophrene und Kontrollpersonen bei der kortikalen Verarbeitung von visuell präsentierten Worten unterscheiden.<br />Die Beantwortung dieser Frage sollte insbesondere im Hinblick auf die Diskussion Ist die Sprachsymptomatik bei Schizophrenie als genuine Störung oder als Folge einer Denkstörung anzusehen? bearbeitet werden. Um den Einfluss einer vermeintlichen Denkstörung auf die Bearbeitung einer sprachlich gebundenen Aufgabe so gering wie möglich zu halten, wurde automatisches, stilles Lesen (silent reading) von Wörtern untersucht, welche mit einer hohen Präsentatiosrate von 2,8Hz dargeboten wurden. Die verwendeten Stimuli waren entweder in der deutschen Schriftsprache seltene oder häufige Wörter beziehungsweise Pseudowörter.<br />Versuchspersonen waren 16 Patienten der Schizophreniestation des Zentrums für Psychiatrie Reichenau sowie 20 Kontrollpersonen. Es ergab sich eine auf Geschlecht, Alter und Händigkeit parallelisierte Stichprobe der Größe 20, wobei ebenfalls Ergebnisse der Gesamtstichprobe der Größe 36 berichtet werden.<br />Die Messung wurde im Magnetencephalogramm durchgeführt. Für die Datenanalyse wurden die gemittelten evozierten Hirnantworten mittels einer Waveletanalyse berechnet. Um Gruppenunterschiede festzustellen, wurde die gemittelte Power sowie deren Frequenz und Latenz in einem Zeitfenster von 80-150ms Poststimulus über Regionen (temporal, okkzipital), Hemisphären sowie Wortkategorien statistisch ausgewertet. Die Ergebnisse zeigten, dass sich die Gruppen bei der frühen, visuellen Wortverarbeitung unterschieden. Dies ließ sich zum Einen an der stärkeren Aktivierung (Power) der Schizophrenen in Reaktion auf sprachliches Material ablesen, zum Anderen zeigten die Patienten eine reduzierte, funktionelle Hemisphärenasymmetrie hinsichtlich der gemessenen Power und deren Frequenz. Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass bereits zu frühen Zeitpunkten das automatische Sprachsystem der schizophrenen Patienten defizitär ist. Dies wiederum ist als indirekter Beweis dafür anzusehen, dass schizophrene Sprachsymptomatik auf einer grundlegenden Sprachstörung beruht und isoliert von einer möglicherweise gleichzeitig existierenden Denkstörung zu betrachten ist. Reiners, Dorothee 2011-03-25T09:27:21Z

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Reiners.pdf 961

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