KOPS - Das Institutionelle Repositorium der Universität Konstanz

ADHS im Erwachsenenalter, die verborgene Störung : Eine Untersuchung der Konzentrationsleistung, der möglichen Auswirkungen auf das Befinden und auf die Selbsteinschätzung

ADHS im Erwachsenenalter, die verborgene Störung : Eine Untersuchung der Konzentrationsleistung, der möglichen Auswirkungen auf das Befinden und auf die Selbsteinschätzung

Zitieren

Dateien zu dieser Ressource

Prüfsumme: MD5:c8b59e90452a348e940334cf59513e52

SPYCHER, Jürg, 2007. ADHS im Erwachsenenalter, die verborgene Störung : Eine Untersuchung der Konzentrationsleistung, der möglichen Auswirkungen auf das Befinden und auf die Selbsteinschätzung

@phdthesis{Spycher2007Erwac-11237, title={ADHS im Erwachsenenalter, die verborgene Störung : Eine Untersuchung der Konzentrationsleistung, der möglichen Auswirkungen auf das Befinden und auf die Selbsteinschätzung}, year={2007}, author={Spycher, Jürg}, address={Konstanz}, school={Universität Konstanz} }

2011-03-25T09:26:34Z 2011-03-25T09:26:34Z deu Einleitung: In der vorliegenden Studie sollen Auswirkungen von kognitiven Belastungssituationen (z.B. mit Fahrsimulator) auf das Konzentrationsvermögen, das Befinden und die Selbsteinschätzung vor und nach Gabe von psychotropen Substanzen (PaS: Methylphenidat, Alkohol) untersucht werden. Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) gehört zu den Verhaltens- und emotionalen Störungen mit Beginn im Kindesalter. Bei 10 bis 60 Prozent der betroffenen Kinder persistiert die Störung bis ins Erwachsenenalter. Kennzeichnend ist u.a. ein abnormes Mass an Unaufmerksamkeit situationsübergreifend und länger andauernd (mindestens sechs Monate), was nicht durch andere Störungen erklärt werden kann. Mehr als die Hälfte der Betroffenen leidet mindestens an einer weiteren Komorbidität, darunter Störungen durch psychotrope Substanzen. Die Betroffenen sind in mehreren Lebensbereichen eingeschränkt.<br /><br />Methodik: In Zusammenarbeit mit der Psychologischen Fakultät der Universität Konstanz, dem Neuropsychologischen Institut der Universität Zürich und der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich werden mit ADHS-diagnostizierte Personen (PM, n = 20) und Kontrollpersonen (KL, n = 20) mit dem Frankfurter adaptiven Konzentrationsleistungstest (FAKT II) untersucht. Im ersten Teil werden 160 Testungen zur Konzentrationsfähigkeit (Leistung-KL, Genauigkeit-KG, Homogenität-KH) durchgeführt. Im zweiten Teil wird mit der Selbstbeurteilungsskala des Mehrdimensionalen Befindlichkeitstest (MDBF) untersucht, in welchem Mass die Studienteilnehmer ihr Befinden anhand der drei bipolaren Dimensionen (gute-schlechte Stimmung, Wachheit-Müdigkeit und Ruhe-Unruhe) im Rahmen der erbrachten Konzentrationsleistungen subjektiv beurteilen (160 Einzelerhebungen). In dritten Teil untersuchen wir mittels Fragebogen PKLS, wie die Studienteilnehmer ihre Konzentrationsleistungsfähigkeit in definierten Alltagssituationen, am jeweiligen Testtag und im geleisteten Konzentrationstest (240 Einzelerhebungen) einschätzen.<br />Resultate: Die Konzentrationsleistung (KL) ist bei den Betroffenen an beiden Testtagen tendenziell, wenn auch nicht signifikant, höher als bei der Kontrollgruppe. Umgekehrt zeichnen sich die Betroffenen durch eine signifikant schlechtere Konzentrationsgenauigkeit (KG) aus im Vergleich zur Kontrollgruppe. Die Ergebnisse im Bereich der Homogenität-KH weisen vergleichbare Divergenzen mit einer entsprechenden Signifikanz auf.<br /><br />In den drei bipolaren Dimensionen unterscheiden sich die Betroffenen- und die Kontrollgruppe. Am ersten Testtag (ohne PaS) gibt die Betroffenengruppe eine schlechtere Befindlichkeit von 12 bis 20 Prozentwerten an, am zweiten Testtag (mit PaS) ist die Befindlichkeit der Betroffenengruppe um lediglich 0.4 bis 7.2 Prozentwerte tiefer verglichen mit der Kontrollgruppe.<br /><br />Die Selbsteinschätzung der Betroffenengruppe ist an beiden Testtagen und in allen drei Konzentrationsleistungsbereichen signifikant tiefer verglichen mit der Kontrollgruppe.<br />Schlussfolgerung: Die Konzentrationsleistung bei Personen mit einer ADHS ist mit und ohne PaS (Methylphenidat, Alkohol) gut, sogar tendenziell besser als bei der Kontrollgruppe. Es überrascht nicht, dass die Genauigkeit und Homogenität ohne Einnahme von PaS schlechter sind, gehören doch Unaufmerksamkeit gegenüber Details und Nichtaufrechterhalten-Können der Aufmerksamkeit gerade zu den Kernsymptomen der ADHS. Dass die Betroffenen sich selber schlecht einschätzen können, egal ob mit oder ohne PaS, passt ebenfalls zur ADHS; so haben die Betroffenen in ihrem Lebenslauf gelernt, dass die Selbst- und Fremdeinschätzung in der Regel zu ihren Ungunsten ausfallen. Studien mit grösseren Betroffenengruppen mit und ohne Komorbiditäten, insbesondere Störungen durch psychotrope Substanzen, können dazu beitragen, den Zusammenhang der Konzentrationsleistung und spezifischen Situationen, z.B. dem Fahrverhalten zu klären. Spycher, Jürg ADHD in adulthood, the hidden fault: An investigation of the concentration performance of the possible impact on the state and on the self-assessment 2007 ADHS im Erwachsenenalter, die verborgene Störung : Eine Untersuchung der Konzentrationsleistung, der möglichen Auswirkungen auf das Befinden und auf die Selbsteinschätzung Spycher, Jürg deposit-license application/pdf

Dateiabrufe seit 01.10.2014 (Informationen über die Zugriffsstatistik)

Dissertation_J_Spycher.pdf 526

Das Dokument erscheint in:

KOPS Suche


Stöbern

Mein Benutzerkonto