Realisierung der Constraint Induced Aphasia Therapy (CIAT) durch Laientherapeuten

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STREIFTAU, Silke, 2006. Realisierung der Constraint Induced Aphasia Therapy (CIAT) durch Laientherapeuten

@mastersthesis{Streiftau2006Reali-11160, title={Realisierung der Constraint Induced Aphasia Therapy (CIAT) durch Laientherapeuten}, year={2006}, author={Streiftau, Silke} }

deu Realisierung der Constraint Induced Aphasia Therapy (CIAT) durch Laientherapeuten deposit-license Streiftau, Silke 2011-03-25T09:26:01Z Constraint Induced Aphasia Therapy (CIAT) provided by non-professional therapists Streiftau, Silke 2011-03-25T09:26:01Z Aktuelle Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass für erfolgreiche Aphasie-Therapie vor allem im chronischen Stadium eine hohe Behandlungsintensität entscheidend ist. Im Rahmen der neurologischen Rehabilitation ist dies jedoch aufgrund begrenzter Ressourcen (Verfügbarkeit von Logopäden, finanzielle Ressourcen des Gesundheitssystems) meist nicht zu realisieren. In der Folge erhalten viele Patienten vor allem in späteren Phasen der Erkrankung keine optimale sprachtherapeutische Betreuung.<br />Eine Alternative, um die Behandlungssituation aphasischer Patienten zu verbessern, könnte das Einbeziehen von Laientherapeuten als Ergänzung zu konventioneller Sprachtherapie sein.<br /><br />In der vorliegenden randomisierten Kontrollstudie wurde die Effektivität und Durchführbarkeit der Constraint-Induced Aphasia Therapy (CIAT) durch nicht-professionelle Therapeuten untersucht. Dabei wurden die Ergebnisse von Patienten, die von geschulten Angehörigen trainiert wurden (N=11), mit solchen, die dieselbe Sprachtherapie von erfahrenen Therapeuten erhielten (N=11), anhand eines standarisierten Sprachtests (Aachener Aphasie Test) verglichen. Die CIAT, eine kommunikative Sprachtherapie, findet in einem interaktiven, ökonomischen und motivational günstigen Gruppensetting statt. Sie zeichnet sich durch verschiedene lernpsychologische Prinzipien aus: massed practice (intensives Üben: 30 Stunden an zehn aufeinander folgenden Tagen), constraints (Einschränkung nicht beeinträchtiger Verhaltensweisen, d.h. non-verbaler Kommunikation), shaping (schrittweise Steigerung der Anforderungen entsprechend der Fähigkeiten der Patienten) sowie Verhaltensrelevanz (Sprachübungen im therapeutischen Gruppensetting ähneln alltäglicher Kommunikation).<br /><br />Beide Behandlungsgruppen verbesserten sich signifikant unmittelbar nach Therapieende in einem standardisierten Sprachtest (Aachener Aphasie Test). Es wurden keine Unterschiede im Ausmaß der Verbesserungen zwischen den Gruppen gefunden.<br />Alle Patienten verblieben bis zum Ende in der Therapie, Angehörige und Patienten zeichneten sich durch hohe Compliance und gegenseitiges Vertrauen aus. Die CIAT erwies sich als gut durch Laien durchführbare Therapie.<br /><br />Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass CIAT, von geschulten Laien unter Supervision durchgeführt, eine Ergänzung zu konventioneller Sprachtherapie darstellen kann, um die Gesamtzahl an Therapiestunden zu erhöhen. In der Zukunft könnte das Einführen dieses Vorgehens in Selbsthilfegruppen ein weiterer Schritt sein, um die Behandlungssituation aphasischer Patienten zu verbessern. 2006 application/pdf

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