Positive Fantasien und Selbstüberschätzung bei ADHS-Kindern

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SCHEWE, Iska, 2007. Positive Fantasien und Selbstüberschätzung bei ADHS-Kindern

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Schewe, Iska application/pdf 2007 2011-03-25T09:25:49Z Positive Fantasien und Selbstüberschätzung bei ADHS-Kindern deposit-license 2011-03-25T09:25:49Z deu Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und zusätzlichen komorbiden Störungen (Störung des Sozialverhaltens und Lernstörung) zeigten in mehreren Studien Selbstüberschätzungsphänomene in Bezug auf ihre Kompetenz im Vergleich zu Kontrollgruppen (u. a. Hoza et al., 2004). Zusätzlich dazu weisen Kinder mit ADHS schlechtere schulische Leistungen als Kinder ohne diese Störung (u. a. Barkley, 1998).<br />Die Theorie der Fantasierealisierung postuliert, dass verschiedene Stile selbstregulatorischen Zukunftsdenkens zu unterschiedlicher Zielbindung führen. Zukunftsdenkstile, die auf mentaler Kontrastierung positiver Fantasien mit gegenwärtiger Realität basieren, führen zu erwartungsabhängigem Engagement in Richtung Zielrealisierung. Zukunftsdenkstile hingegen, welche das Schwelgen in einer positiven Zukunft oder Grübeln über negative reale Aspekte beinhalten, führen zu erwartungsunabhängiger Zielbindung (Oettingen, 1996, 1999).<br />Ziel der vorliegenden Untersuchung war eine Replikation der Selbstüberschätzungsphänomene bei Kindern mit ADHS und zusätzlichen komorbiden Störungen (Aggression, schlechte akademische Leistungen). Ebenfalls sollte untersucht werden, ob Kinder mit ADHS eher einen schwelgenden Zukunftsdenkstil aufweisen als Kinder ohne ADHS. Dieser könnte zu den schlechteren Noten von ADHS-Kindern beitragen.<br />An der Studie nahmen insgesamt 21 ADHS- und 21 Kontrollkinder im Alter von 9 bis 13 Jahren teil. Ein spezielles Computerprogramm diente dazu, verschiedene Zukunftsdenkstile zu messen. Eltern schätzten die kognitive Kompetenz ihrer Kinder anhand des Self-Perception Profile for Children (SPPC; Harter, 1985) ein. Kinder gaben Selbsteinschätzungen ab. Über- und Unterschätzung der Kinder wurde durch den Vergleich dieser beiden Werte gemessen. Notendurchschnitte wurden zu zwei Messzeitpunkten erfasst.<br />In der aktuellen Untersuchung zeigten ADHS-Kinder mit und ohne komorbiden Störungen (Aggression, schlechte akademische Leistungen) keine Selbstüberschätzung. Gründe dafür könnten eine erhöhte Depressivität gewesen sein, die bei allen ADHS-Kindern festgestellt wurde. Nicht-aggressive Kinder mit ADHS (ADHS Aggr) kontrastierten signifikant weniger als die Kontrollgruppe. Dies könnte ihre schlechteren Noten erklären. Zudem gab es Hinweise, dass ein Nicht-Kontrastierer Zukunftsdenkstil (Schwelgen, Grübeln) zu schlechteren Notendurchschnitten der Kinder mit normalen akademischen Leistungen (ADHS SAL) beigetragen haben könnte. Bei ADHS-Kindern mit niedrigen akademischen Leistungen (ADHS + SAL) werden die Kernsymptome von ADHS als Erklärung für schlechtere Noten diskutiert. Schewe, Iska

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