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Health Care and Treatment of Posttraumatic Stress Disorder in Asylum Seekers in Germany

Health Care and Treatment of Posttraumatic Stress Disorder in Asylum Seekers in Germany

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GOTTHARDT, Silke, 2006. Health Care and Treatment of Posttraumatic Stress Disorder in Asylum Seekers in Germany [Dissertation]. Konstanz: University of Konstanz

@phdthesis{Gotthardt2006Healt-11097, title={Health Care and Treatment of Posttraumatic Stress Disorder in Asylum Seekers in Germany}, year={2006}, author={Gotthardt, Silke}, address={Konstanz}, school={Universität Konstanz} }

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Viele haben verschiedene Formen organisierter Gewalt erlebt, wie z.B. Verfolgung, Krieg und Folter. Es wurde eine deskriptive Analyse der Angaben von n = 231 Patienten durchgeführt, die in der Forschungs- und Modellambulanz für traumatisierte Flüchtlinge vorstellig wurden. Die Akten wurden mit Hinblick auf folgende Aspekte ausgewertet: psychische Erkrankungen bzw. Diagnosen, Versorgung durch das Gesundheitssystem und Inanspruchnahme dieser Möglichkeiten, pharmakologische und psychotherapeutische Versorgung. Der Schwerpunkt der Auswertung lag auf Asylbewerbern mit ungeklärtem Aufenthaltsstatus. Eine Mehrheit von 86% dieser Gruppe hatte die Diagnose einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) als Folge traumatischer Erfahrungen wie zum Beispiel die oben genannten. Die Diagnose einer Major Depression wurde auch sehr häufig gestellt (68.6%). Darüber hinaus gaben 88.7% der Asylbe-werber, die unter PTBS litten, an, regelmäßig zu mindestens einem Arzt zu gehen und 74.4% nahmen zum Zeitpunkt der Untersuchung Psychotherapie in Anspruch. In Bezug auf Medikation berichteten 82.2% der Betroffenen täglich mindestens ein und bis zu 9 psychoaktive Substanzen einzunehmen. Allerdings wurde kein starker Zusammenhang von Pharmakotherapie und Symptomschwere der PTBS gefunden (r = .15) und trotz der intensiven Inanspruchnahme des Gesundheitswesens zeigten die Asylbewerber ein hohes Ausmaß an psychischer Beein-trächtigung. Die Notwendigkeit effektiver Behandlungsansätze ist offensichtlich. Entsprechend wurde eine Behandlungsstudie angeregt und Asylbewerbern, die mit PTBS diagnostiziert wurden, Psychotherapie angeboten. Eine Gruppe von n = 32 Teilnehmern erhielt entweder etwa 9 2-stündige Sitzungen Narrative Expositionstherapie (NET; n = 16) oder eine reguläre Behandlung außerhalb der Ambulanz für Flüchtlinge ( treatment as usual, TU ; n = 16). In Bezug auf die posttraumatische Symptomatik zeigte NET signifikant bessere Ergebnisse als TU nach 6 Monaten (NET: d = 1.6; TU: d = 0.4). Bei der 2-Jahresnachuntersuchung wurden stabile The-rapieeffekte für die NET-Gruppe gefunden. Die Teilnehmer aus der TU-Gruppe zeigten keine Verbesserung innerhalb der ersten 6 Monate, allerdings wurde nach 2 Jahren ein der NET-Gruppe vergleichbares Ausmaß an Symptomschwere festgestellt. Nachdem im Gegensatz zu den Teilnehmern in der NET-Gruppe die Mehrheit der TU-Gruppe einen Flüchtlingsstatus im Verlauf des Nachuntersuchungszeitraums erhielt, bleibt unklar, inwieweit der Symptomrückgang auf Behandlungseffekte oder eine Veränderung zu einer sicheren Lebenssituation hin zu-rückzuführen ist. Obwohl die Mehrheit der Patienten in beiden Gruppen nach wie vor die Kri-terien einer PTBS erfüllen, wird deutlich, dass NET zu einer schnelleren Symptomreduktion und in der Folge zu einem Rückgang von psychischem Leidensdruck führt. In einem nächsten Schritt wurde NET Therapeuten in der klinischen Praxis vorgestellt und hinsichtlich ihrer Praktikabilität und Effektivität außerhalb der akademischen Umgebung überprüft. Ein zweiter Aspekt dieser Studie war es, mehr detaillierte Information in Bezug auf PTBS-Behandlung in der klinischen Praxis zu erhalten. Vierzehn Therapeuten führten ihre re-guläre Behandlung (TU) mit n = 25 Patienten durch, die unter PTBS litten, und gaben Informationen in Bezug auf die eingesetzten therapeutischen Techniken, Sitzungsdauer und -intervalle. Nach diesen Angaben besteht eine reguläre Psychotherapie bei Asylbewerbern mit PTBS überwiegend aus Ansätzen, die auf die aktuelle Lebenssituation fokussieren. Neun der Thera-peuten nahmen an einem Training in NET teil und 3 führten NET im Rahmen ihres üblichen Vorgehens bei n = 5 Patienten durch. Wieder zeigte sich, dass Patienten, die mit NET behandelt wurden, eine stärkere und schnellere Verbesserung hinsichtlich posttraumatischer Symptome zeigten im Vergleich zu denen, die ausschließlich TU erhielten (TU-NET: d = 2.0; TU d = 0.3). Diese Studie zeigt, dass die Dissemination von Evidenz- und Manual-basierten Therapieansätzen wie auch eine effektive Behandlung von PTBS in Asylbewerbern in einer unsiche-ren Lebenssituation möglich sind. Allerdings weist sie auch auf den Bedarf einer Zusammenarbeit von Forschung und klinischer Praxis hin, um eine angemessene Behandlung für schwer traumatisierte Asylbewerber zu ermöglichen.</dcterms:abstract> <dc:date rdf:datatype="http://www.w3.org/2001/XMLSchema#dateTime">2011-03-25T09:25:31Z</dc:date> <dc:rights>deposit-license</dc:rights> <dspace:isPartOfCollection rdf:resource="https://kops.uni-konstanz.de/rdf/resource/123456789/43"/> <dc:contributor>Gotthardt, Silke</dc:contributor> <dc:language>eng</dc:language> <bibo:uri rdf:resource="http://kops.uni-konstanz.de/handle/123456789/11097"/> <dcterms:isPartOf rdf:resource="https://kops.uni-konstanz.de/rdf/resource/123456789/43"/> </rdf:Description> </rdf:RDF>

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