KOPS - Das Institutionelle Repositorium der Universität Konstanz

Elemente des Friedensjournalismus : konstruktive Berichterstattung in bleiernen Zeiten. Serbische Berichterstattung nach Milosevic. Eine qualitative Inhaltsanalyse

Elemente des Friedensjournalismus : konstruktive Berichterstattung in bleiernen Zeiten. Serbische Berichterstattung nach Milosevic. Eine qualitative Inhaltsanalyse

Zitieren

Dateien zu dieser Ressource

Prüfsumme: MD5:e6d697413b1609658365d98909edb8d0

PASKOSKI, Dimce, 2004. Elemente des Friedensjournalismus : konstruktive Berichterstattung in bleiernen Zeiten. Serbische Berichterstattung nach Milosevic. Eine qualitative Inhaltsanalyse

@techreport{Paskoski2004Eleme-11085, series={Diskussionsbeiträge der Projektgruppe Friedensforschung}, title={Elemente des Friedensjournalismus : konstruktive Berichterstattung in bleiernen Zeiten. Serbische Berichterstattung nach Milosevic. Eine qualitative Inhaltsanalyse}, year={2004}, number={55}, author={Paskoski, Dimce}, note={Ersch. auch im Verlag Irena Regener, Berlin} }

2004 deposit-license application/pdf 2011-03-25T09:25:24Z Paskoski, Dimce 2011-03-25T09:25:24Z Paskoski, Dimce Elemente des Friedensjournalismus : konstruktive Berichterstattung in bleiernen Zeiten. Serbische Berichterstattung nach Milosevic. Eine qualitative Inhaltsanalyse deu Gegenstand des vorliegenden Aufsatzes ist die Analyse von Texten aus serbischen Zeitungen im Zeitraum von Oktober 2000 (Sturz von Milosevic) bis März 2002 (Staatsvertrag Serbien-Montenegro). Sein Ziel besteht darin, konstruktive Aspekte und Elemente in der Berichterstattung zu finden, um diese für ein reflektiertes Konzept des Friedensjournalismus nützlich zu machen. Die Ergebnisse der Untersuchung können wie folgt zusammengefasst werden: -<br />1. In der serbischen Presse wird erkannt, dass dem politischen Wandel in Belgrad ein das ganze Land betreffender gesellschaftlicher Wandel folgen muss. -<br />2. Erkannt wird auch, dass die Medien eine wichtige Rolle bei der Herstellung einer demokratischen Ordnung sowie beim Aufbau einer entsprechenden Kultur spielen müssen. Dies müssten allerdings freie Medien sein. -<br />3. Versöhnung muss herbeigeführt und Vergangenheitsbewältigung geleistet werden. Gleichermaßen wichtig ist die Schaffung von Bedingungen für einen toleranten öffentlichen Diskurs. -<br />4. Wenn auch nur selten, so wird aber dennoch in der Presse kritisch festgestellt, dass sich weder die Medien noch die politisch Verantwortlichen als konsequent genug in der Verfolgung dieser Ziele erweisen. Auf der einen Seite begnügen sich die Medien mit einer mehr oder minder gewährten politischen Unabhängigkeit und verzichten darauf, eine eigene emanzipatorische politisch-gesellschaftliche Kraft zu entfalten. Auf der anderen Seite reproduzieren die politisch Verantwortlichen entweder jene ererbte Unkultur politischer Auseinan¬dersetzung, oder sie tun zu wenig, um einer offenen und toleranten Kommunikations- und Streitkultur zur Geltung zu verhelfen. Es ist somit keine Kraft erkennbar, die großflächig eine gesellschaftliche und kulturelle Veränderung in Gang zu setzten vermag.<br />Vergleicht man diese Befunde mit dem heutigen Stand der Dinge (Mai 2004), so kann man feststellen, dass die Medien hinsichtlich der Kommunikationskultur enorme Fortschritte gemacht haben: Es wird inzwischen professioneller, sachgemäßer, objektiver, neutraler, kritischer und interessanter berichtet. Dennoch scheinen die Medien nicht das Bewusstsein ihrer eigenständigen politischen Macht im Gesellschaftsgefüge entwickelt zu haben und nehmen daher für sich auch nicht die souveräne Position in Anspruch, bewusst und gezielt die Kommunikationskultur zu gestalten.

Dateiabrufe seit 01.10.2014 (Informationen über die Zugriffsstatistik)

D55text.pdf 87

Das Dokument erscheint in:

KOPS Suche


Stöbern

Mein Benutzerkonto