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Psychosoziale und situative Bedingungen des Raubmords : empirischer Vergleich zwischen Raubmördern, Räubern und strafrechtlich unauffälligen Personen

Psychosoziale und situative Bedingungen des Raubmords : empirischer Vergleich zwischen Raubmördern, Räubern und strafrechtlich unauffälligen Personen

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Prüfsumme: MD5:0f2e04a48b49fac523f7ce980123b537

POST, Volker, 2003. Psychosoziale und situative Bedingungen des Raubmords : empirischer Vergleich zwischen Raubmördern, Räubern und strafrechtlich unauffälligen Personen

@mastersthesis{Post2003Psych-11031, title={Psychosoziale und situative Bedingungen des Raubmords : empirischer Vergleich zwischen Raubmördern, Räubern und strafrechtlich unauffälligen Personen}, year={2003}, author={Post, Volker} }

2011-03-25T09:24:54Z 2003 2011-03-25T09:24:54Z deu Das Ziel der vorliegenden Untersuchung bestand darin, über prüfstatistische Gruppenvergleiche psychosoziale und situative Bedingungen des Raubmords herauszuarbeiten.<br />Grundlage dieser Arbeit ist eine tatorientierte Perspektive kriminellen Verhaltens; dabei wird die Tat nicht vornehmlich aus Persönlichkeitseigenschaften, sondern aus der Tatsituation und den Interaktionen der beteiligen Personen abgeleitet.<br /><br />Es wurde eine Gruppe von 67 Probanden, die wegen einer Tötung bzw. wegen eines Tötungsversuchs in Zusammenhang mit einem Raub oder einer räuberischen Erpressung verurteilt worden waren, mit einer Gruppe von 58 Raubstraftätern verglichen, die keinen Tötungsversuch unternommen hatten. Als Kontrollbedingung für die Tatanlaufzeit wurde zusätzlich der Vergleich mit einer Gruppe von 34 strafrechtlich unauffälligen Personen, die sich in einer ökonomischen Krise befanden, hinzugezogen. Um die lebensgeschichtliche Einbettung der Tat zu berücksichtigen, wurden die drei Gruppen bezüglich der Häufigkeiten biographischer Merkmale verglichen.<br /><br />Die Datenerhebung erfolgte mittels halbstandardisierter Interviews und wurde durch die Einsicht in die Strafakten ergänzt. Die Variablen der Untersuchung wurden dichotom kodiert und theoriegeleitet in 14 Merkmalsgruppen zusammengefaßt. Mittels Itemanalysen wurden anschließend Skalen gebildet und statistische Gruppenvergleiche durchgeführt.<br /><br />Die Ergebnisse deuten an, daß Raubmörder und Räuber der gleichen Grundgesamtheit entstammen, die sich von der der strafrechtlich unauffälligen Personen durch höhere Belastungen in der Herkunftsfamilie, mehr psychosoziale Auffälligkeiten und besonders durch stärkere Defizite im Leistungsbereich sowie der ausgeprägten Gewaltbereitschaft und kriminellen Karriere abhebt.<br /><br />Deutlich wurden große Unterschiede zwischen Raubmord und Raub ohne Tötungsversuch in der unmittelbaren Tatsituation. Dieses Ergebnis unterstreicht die Bedeutung der situativen Bedingungen sowie der Interaktionen der an der Tat beteiligten Personen für das Tötungsrisiko. Den äußeren Merkmalen der Tat entsprach die emotionale und kognitive Belastung des Täters. Es wurde angenommen, daß die tödliche Handlung zu einem großen Teil auf eine Verunsicherung des Täters zurückzuführen ist.<br />Eine höhere Belastung der Raubmörder in der Tatanlaufzeit, die das Tötungsrisiko im Vergleich zu den Räubern erhöht, konnte nicht festgestellt werden. Die Annahme, der Raubmord zeichne sich durch eine spezifische Tatanlaufphase aus, konnte nicht aufrecht erhalten werden.<br /><br />Allerdings wurden interessante Besonderheiten in der Tatanlaufphase sichtbar: Die Räuber zeigten vergleichsweise höhere Belastungen als die Raubmörder.<br />Er wurde vermutet, daß die gefundenen Unterschiede auf eine Subgruppe innerhalb der Raubmörder zurückzuführen sein könnte, bei denen der Raub zunächst gar nicht geplant war, sondern z.B. erst nach einem bis zu einer Tötungshandlung eskalierten Streit erfolgte. application/pdf Post, Volker Psychosoziale und situative Bedingungen des Raubmords : empirischer Vergleich zwischen Raubmördern, Räubern und strafrechtlich unauffälligen Personen Post, Volker deposit-license Psychosocial and Situational Factors of Murder during Robbery

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