Antwortinhibition im Aufgabenwechsel-Paradigma

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GRZYB, Kai Robin, 2009. Antwortinhibition im Aufgabenwechsel-Paradigma [Dissertation]. Konstanz: University of Konstanz

@phdthesis{Grzyb2009Antwo-10963, title={Antwortinhibition im Aufgabenwechsel-Paradigma}, year={2009}, author={Grzyb, Kai Robin}, address={Konstanz}, school={Universität Konstanz} }

Werden Aufgaben im Wechsel bearbeitet, zeigt sich eine charakteristische Interaktion aus Aufgabenabfolge und Antwortabfolge. Bei einer Wiederholung der Aufgabe werden Vorteile einer Antwortwiederholung beobachtet, bei einem Aufgabenwechsel werden dagegen Kosten einer Antwortwiederholung gefunden. Zur Erklärung dieser Interaktion wurden mehrere Modelle vorgeschlagen. Dieser Arbeit liegt ein Zwei-Prozess-Modell zugrunde, das die Kosten einer Antwortwiederholung durch die Inhibition der zuvor ausgeführten Antwort erklärt. Diese Inhibition muss bei einer Wiederholung der Antwort überwunden werden, wodurch Kosten entstehen. Unter Aufgabenwiederholung sind die Kosten allerdings meist nicht zu sehen, weil sie durch die Vorteile einer Wiederholung der Stimuluskategorie kompensiert werden. Ein zentraler Gedanke dieses Erklärungsansatzes ist es, dass die Inhibition der vorherigen Antwort dazu dient, eine Antwortperseveration zu vermeiden. Daher sollte die Stärke der Antwortinhibition mit dem Risiko einer fehlerhaften Antwortwiederholung zunehmen. In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, wie die allgemeine Reizsituation und der aktuell relevante Reiz dieses Risiko beeinflussen können.<br />In der ersten Studie wurde untersucht, ob die Antwortinhibition bei einem starken Aufgabenkonflikt oder einem starken Antwortkonflikt größer ist. Dem Risikogedanken zufolge, sollte der Antwortkonflikt maßgeblich sein. Überlegungen zur Aufgabenkontrolle legten dagegen eher die Wichtigkeit des Aufgabenkonflikts nahe. Es stellte sich heraus, dass keiner der beiden Konflikttypen direkt mit der Stärke der Antwortinhibition zusammenhängt. In der zweiten Studie wurde überprüft, ob es bei einer Veränderung der Konfliktsituationen zu einer strategischen Anpassung der Antwortinhibition kommt. Es konnte keine kontextbezogene strategische Modulation der Antwortinhibition nachgewiesen werden. Allerdings wurde eine Wechselwirkung zwischen der Größe der Antwortwiederholungskosten und der Kongruenz des aktuellen Reizes gefunden. Dies war im Sinne einer Anpassung der Antwortinhibitionsstärke nur durch die Annahme erklärbar, dass die Stärke der Antwortinhibition erst nach Beginn der Reizverarbeitung festgelegt wird. Letztlich zeigte sich aber, dass die Ergebnisse einfacher mit der Modulierung des Kongruenzeffekts durch die Antwortinhibition und ohne die Annahme einer on-the-fly Anpassung der Antwortinhibition erklärt werden können.<br />Schließlich erwies sich diese Betrachtungsweise auch als hilfreich, um mehrere Einzelbefunde der Studien zu erklären, die teilweise im Widerspruch zum Zwei-Prozess-Modell zu stehen schienen. Zusammenfassend zeigt die vorliegende Arbeit, dass die aktuelle Reizverarbeitung keinen Einfluss auf die Antwortinhibitionsstärke hat, sondern dass diese hauptsächlich durch die Aktivierungsstärke der vorherigen Antwort bestimmt wird. 2009 Response inhibition in the task-switch paradigm application/pdf 2011-03-25T09:24:17Z deposit-license Antwortinhibition im Aufgabenwechsel-Paradigma 2011-03-25T09:24:17Z Grzyb, Kai Robin deu Grzyb, Kai Robin

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