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Neurolinguistic evidence for the representation and processing of tonal and segmental information in the mental lexicon

Neurolinguistic evidence for the representation and processing of tonal and segmental information in the mental lexicon

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FELDER, Verena, 2009. Neurolinguistic evidence for the representation and processing of tonal and segmental information in the mental lexicon

@phdthesis{Felder2009Neuro-10572, title={Neurolinguistic evidence for the representation and processing of tonal and segmental information in the mental lexicon}, year={2009}, author={Felder, Verena}, address={Konstanz}, school={Universität Konstanz} }

2011-03-25T09:19:26Z Neurolinguistic evidence for the representation and processing of tonal and segmental information in the mental lexicon Felder, Verena application/pdf deposit-license Neurolinguistische Hinweise auf Repräsentation und Verarbeitung von tonaler und segmentaler Information im mentalen Lexikon 2009 eng In der vorliegenden Dissertation untersuchten wir Aspekte der Sprachverarbeitung und Repräsentation im mentalen Lexikon. Kapitel 1 enthält eine Einführung in psycholinguistische Modelle der Sprachverarbeitung. Kapitel 2 führt kurz in die später angewandten Methoden ein.<br />Kapitel 3 behandelt die Verarbeitung und Repräsentation segmentaler Information. In einem ersten Schritt untersuchten wir die Mechanismen der lexikalischen Auswahl, speziell die Frage, ob sich aktivierte lexikalische Wortkandidaten gegenseitig aktiv unterdrücken. Gleichzeitig untersuchten wir, ob behaviorale und elektroenzephalographische Daten ähnliche Prozesse widerspiegeln und direkt miteinander verglichen werden können. In einem behavioralen und einem elektroenzephalographischen cross modalen Fragment Priming Experiment präsentierten wir zweisilbige auditorische Prime Fragmente, gefolgt von einem dreisilbigen Zielwort. In einer identischen Bedingung war das Fragment gleichzeitig der Beginn des Zielworts (z.B. ano ANORAK), in der relatierten Bedingung stimmte der zweite Vokal des Fragments nicht mit dem Zielwort überein (z.B. ana ANORAK), und in der Kontrollbedingung bestand keine Ähnlichkeit zwischen Fragment und Zielwort (z.B. paste ANORAK). Die behavioralen Daten zeigten keine Voraktivierung in der relatierten Bedingung. Targetreiz-korrelierte Potentiale im EEG differenzierten zwischen den drei Bedingungen in Form von graduell abgestuften Amplituden der P350 und N400 Komponenten. Reaktions-korrelierte Potentiale hingegen stimmten mit den behavioralen Daten überein und zeigten keine Aktivierung in der relatierten Bedingung. Wir konnten keine Anzeichen für aktive Unterdrückung finden und schlossen, dass EKPs frühere Stufen der Sprachverarbeitung widerspiegeln als behaviorale Daten.<br />In einem dritten Experiment testeten wir die Annahmen des FUL Modells (Lahiri & Reetz, 2002) bezüglich der unterspezifizierten Repräsentation von Lautmerkmalen im mentalen Lexikon, speziell die Unterspezifikation des Merkmals [KORONAL] bei Vokalen. Die Hälfte der Zielworte hatte einen koronalen Vokal in der ersten Silbe, die andere Hälfte einen dorsalen. Wir nahmen an, dass ein Zielwort mit koronalem Vokal (z.B. TENNIS) sowohl von einem Fragment mit koronalem (z.B. ten-) als auch dorsalem Vokal (z.B. tan-) voraktiviert werden kann, während ein Zielwort mit dorsalem Vokal (z.B. TANNE) nur durch ein Fragment mit dorsalem Vokal (z.B. tan-) aktiviert wird. Unerwarteter Weise wiesen die EKP Daten in die entgegengesetzte Richtung.<br />In Kapitel 4 untersuchen wir die suprasegmentale Verarbeitung anhand von Wortakzenten im Schwedischen. Zuerst berichten wir ein Forced Choice Experiment bei dem die Teilnehmer die erste Silbe eines schwedischen Wortes hörten (z.B. ham-) und dann entscheiden mussten zu welchem von zwei visuell gezeigten Worten (z.B. HAMBO HAMPA) diese Silbe gehörte. Die beiden visuellen Worte waren identisch in ihrer segmentalen Information der ersten Silbe und unterschieden sich nur im Wortakzent (Akzent 1 versus Akzent 2). Wir testeten die Theorie von Lahiri, Wetterlin und Jönsson-Steiner (2005), dass nur die Kontur des Akzent 1 im Lexikon repräsentiert sein kann, und nahmen an, dass Worte, die für Akzent 1 spezifiziert sind, schneller den entsprechenden Akzent 1 Fragmenten zugeordnet werden können, als Akzent 1 und Akzent 2 Worte die nicht für Akzent spezifiziert sind ihren entsprechenden Fragmenten zugeordnet werden können. Die erhobenen Reaktionszeiten haben diese Annahmen bestätigt.<br />Zusätzlich führten wir ein weiteres EEG Experiment mit cross modalem Fragment Priming durch. Ein visuelles Zielwort folgte entweder einer auditorischen Silbe, die identisch war zur ersten Silbe des Zielworts, einer Silbe die die selbe segmentale Struktur hatte, aber einen anderen Wortakzent, eine Silbe mit unterschiedlichen Segmenten aber selbem Akzent, oder einer Silbe mit unterschiedlichen Segmenten und Akzent. Wir waren interessiert an den Auswirkungen von lexikalischer Spezifikation auf die Verarbeitung von Wortakzenten, und an der Beachtung, die Wortakzenten im Vergleich zu Segmenten geschenkt wird. Im Fall von Zielworten mit Akzent 2 unterschieden der P350 und der N400 Effekt zwischen einer Übereinstimmung zwischen Prime und Zielwort in Segmenten und Akzent versus nur in Segmenten versus nicht in Segmenten. Für Zielwörter mit Akzent 1 zeigte sich keine P350 Komponente, aber eine N400, die zwischen Fällen mit Übereinstimmung in Segmenten und Akzent und Fällen mit einem Unterschied in einem der beiden Faktoren unterschied. Daraus schließen wir, dass im Schwedischen Segmente mehr Einfluss auf die Sprachverarbeitung haben als Wortakzente, letztere aber dennoch eine Rolle spielen.<br />Kapitel 5 bietet eine generelle Diskussion aller Daten und weist auf notwendige zukünftige Experimente hin. Felder, Verena 2011-03-25T09:19:26Z

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