Generationenbeziehungen in Familien mit psychisch Kranken

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BRAND, Carolin, 2004. Generationenbeziehungen in Familien mit psychisch Kranken

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2011-03-25T09:19:14Z deposit-license Generationenbeziehungen in Familien mit psychisch Kranken Diese Forschungsarbeit beschäftigt sich mit Generationenbeziehungen in Familien mit einem an Schizophrenie erkrankten erwachsenen Kind. Das Konzept der Ambivalenz dient als Orientierungsrahmen für die vorliegende Analyse. Die Studie untersucht, was Familien mit einem psychisch kranken Kind kennzeichnet und zwar hinsichtlich der Manifestation von Ambivalenz, dem Umgang mit Ambivalenz und der Beziehungsqualität. In Bezug auf diese Aspekte soll folgenden Fragen nachgegangen werden: (1) Wie verändert die psychische Krankheit des Kindes die Beziehung zwischen Eltern und Kindern? (2) Wie beeinflusst die Rolle, welche eine Person im Generationengefüge innehat, das Erleben und Gestalten der Generationenbeziehung unter den Vorzeichen einer psychischen Erkrankung? (3) Unterscheidet sich das Erleben und Gestalten der Generationenbeziehungen zwischen Mütter und Vätern in Bezug auf ihre kranken Kinder? Unterscheidet sich das Erleben und Gestalten der Generationenbeziehungen zwischen Kind-Mutter-Dyaden und Kind-Vater-Dyaden?<br />Insgesamt nahmen 14 Familien mit 14 Müttern, 10 Vätern und 14 erkrankten Kindern an dieser Studie teil. Jedes Familienmitglied wurde sowohl über die allgemeinen Familienbeziehungen als auch über die jeweiligen dyadischen Beziehungen zu den Mitgliedern der anderen Generation befragt. Dabei wurde Auskunft gegeben über das Erleben von Ambivalenz und die Gestaltung der Generationenbeziehungen sowie die Qualität dieser Beziehungen. Das Design dieser Studie ermöglichte den Vergleich der Aussagen verschiedener Gruppen: erstens wurden die Aussagen der Eltern gegenüber den kranken Kindern mit den Aussagen der Eltern gegenüber ihren gesunden Kindern verglichen (Geschwistervergleich). Zweitens wurden die Aussagen der Eltern mit den Aussagen der kranken Kinder verglichen (Generationenvergleich). Drittens wurden die Aussagen der Müttern den Aussagen der Väter gegenübergestellt bzw. die Aussagen der kranken Kinder gegenüber ihren Müttern mit den Aussagen der kranken Kinder gegenüber ihren Vätern abgeglichen (Geschlechtervergleich). Die Befunde legen nahe, dass Eltern in der Beziehungseinschätzung stark zwischen ihren kranken und gesunden Kindern differenzieren und das kranke Kind eine Sonderrolle in der Familie einnimmt. Ambivalenzen sind für die durch psychische Krankheit betroffenen Dyaden eine besondere Aufgabe. Eltern thematisieren Ambivalenz stärker als ihre erkrankten Kinder dies tun. Eltern betonen die Nähe zu ihren Kindern während Kinder ihre Beziehungen zu den Eltern als distanzierter beschreiben. Obwohl sich zwischen Müttern und Vätern keine Unterschiede in der Wahrnehmung und Einschätzung der Beziehungen zu ihren kranken Kindern zeigen, beschreiben und bewerten die Kinder die Beziehung zu Vätern und Müttern unterschiedlich.<br />Es zeigt sich, dass Ambivalenz in Familien mit einem an Schizophrenie erkranken erwachsenen Kind ein wichtiges Thema ist und sich als Differenzierungskriterium zwischen Menschen mit verschiedenen familialen Positionen und Rollen eignet. Die Nützlichkeit des Ambivalenzkonzepts zur Analyse von Generationenbeziehungen im klinisch-psychiatrischen Kontext konnte gezeigt werden. Brand, Carolin application/pdf Intergenerational relationships in families with mental ill persons deu 2004 Brand, Carolin 2011-03-25T09:19:14Z

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