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Die Entwicklung von Selbstregulation im Übergang vom Kindergarten in die Schule : Die Rolle von mütterlicher Erziehung und kindlichem Temperament

Die Entwicklung von Selbstregulation im Übergang vom Kindergarten in die Schule : Die Rolle von mütterlicher Erziehung und kindlichem Temperament

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Prüfsumme: MD5:1f2af03f60c885a33c0c889e1d703504

SUCHODOLETZ, Antje von, 2008. Die Entwicklung von Selbstregulation im Übergang vom Kindergarten in die Schule : Die Rolle von mütterlicher Erziehung und kindlichem Temperament [Dissertation]. Konstanz: University of Konstanz

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Suchodoletz, Antje von 2011-03-25T09:16:44Z application/pdf Die Entwicklung von Selbstregulation im Übergang vom Kindergarten in die Schule : Die Rolle von mütterlicher Erziehung und kindlichem Temperament deposit-license Der Eintritt in die Schule stellt für Kinder und ihre Familien eine ganz besondere Herausforderung dar. Gute Schulleistungen und angemessenes Verhalten im Unterricht sind wichtige Indikatoren für das Gelingen der Adaptation an die Schulsituation. Als wesentliche Voraussetzungen für schulische Lernerfolge gelten ausreichende intellektuelle Fähigkeiten. Bislang unklar ist die Bedeutung nicht-kognitiver Fähigkeiten für die Schulanpassung und den Schulerfolg. In diesem Zusammenhang wird die Bedeutung der Bereitschaft und Fähigkeit zur Selbstregulation am intensivsten diskutiert.<br />Ziel der Studie war es, die Rolle der Selbstregulation im Vorschulalter für die erfolgreiche Adaptation an die Schule unter Berücksichtigung der kognitiven Fähigkeiten zu untersuchen. Einbezogen wurden Betrachtungen zu Entwicklungsbedingungen von Selbstregulation im Vorschulalter. Ferner wurden mögliche Wechselwirkungen zwischen der Selbstregulation, den kognitiven Fähigkeiten sowie dem Verhalten im Unterricht und den Schulleistungen am Ende der ersten Klasse analysiert.<br />Im Rahmen der Studie wurden 28 fünf- bis sechsjährige Kinder im Quer- und Längsschnitt betrachtet. Verschiedene Beobachtungsverfahren, Fragebögen und standardisierte Testverfahren wurden eingesetzt zur Erfassung der Selbstregulation, des Temperaments, der nonverbalen Intelligenz, der sprachlichen Fähigkeiten, der Aufmerksamkeitsleistung, der Schulleistungen und des Verhaltens des Kindes im Unterricht sowie der mütterlichen Wärme und des Bindungserlebens der Mutter. Während der ersten Untersuchungsphase im Vorschulalter wurden Daten von Kindern und deren Müttern erhoben und während der Folgeuntersuchung ein Jahr später zusätzlich Informationen von den Lehrern und Lehrerinnen berücksichtigt.<br />Im Hinblick auf die Entwicklungsbedingungen von Selbstregulation im Vorschulalter zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen der mütterlichen Wärme in der Erziehung und der Selbstregulation des Kindes. Zwischen der Selbstregulation des Kindes und seinem Temperament bzw. seiner nonverbalen Intelligenz fanden sich keine bedeutsamen Zusammenhänge. Hinsichtlich möglicher Einflussfaktoren auf das Ausmaß an mütterlicher Wärme in der Erziehung konnte weder ein Zusammenhang zwischen mütterlicher Wärme und dem Bindungserleben der Mutter noch zwischen mütterlicher Wärme und dem Temperament des Kindes nachgewiesen werden.<br />Im Längsschnitt ergaben die Analysen, dass die Selbstregulation des Kindes im Vorschulalter mit den Schulleistungen und dem Verhalten im Unterricht am Ende der ersten Klasse zusammenhing. Kinder mit einer höheren Bereitschaft und Fähigkeit zur Selbstregulation im Vorschulalter zeigten am Ende der ersten Klasse bessere Schulleistungen und weniger Problemverhalten im Unterricht. Ferner ergab sich, dass das Problemverhalten im Unterricht einen Mediator für den Zusammenhang zwischen der Selbstregulation im Vorschulalter und den Leistungen im Lesen und Rechtschreiben darstellt. Die vermutete Moderatorfunktion der nonverbalen Intelligenz für einen Zusammenhang zwischen der Selbstregulation im Vorschulalter und dem Erfolg der Anpassung des Kindes an die Schulsituation deutete sich lediglich für das Problemverhalten im Unterricht an: Kinder mit einer hohen Bereitschaft und Fähigkeit zur Selbstregulation wurden unabhängig von ihrer nonverbalen Intelligenz von den Lehrerinnen als unproblematisch beschrieben, wohingegen niedrige nonverbale Fähigkeiten mit mehr Problemverhalten einhergingen, wenn weniger effektive Selbstregulationsstrategien zur Verfügung standen.<br />Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit weisen auf eine zentrale Bedeutung früher Selbstregulationskompetenzen für die Adaptation eines Kindes an die Schulsituation hin. Selbstregulation im Vorschulalter liefert unabhängig von der nonverbalen Intelligenz einen eigenständigen Beitrag zur Vorhersage der Schulleistungen am Ende der 1. Klasse. Ferner belegen die Befunde eine frühe Entstehungsgeschichte von Verhaltensproblemen. Eine geringe Selbstregulation im Vorschulalter ist mit einem problematischen Verhalten des Kindes im Unterricht verbunden.<br />Defizite in der Selbstregulation im Vorschulalter sind nach den im Rahmen der Studie gewonnenen Ergebnissen als Risiko für die Adaptation eines Kindes an den Kontext Schule anzusehen. Die Studie weist auf die Notwendigkeit einer frühen und gezielten Förderung von Selbstregulationskompetenzen hin, um so die Entwicklungsperspektiven von Kindern mit Schwächen in der Selbstregulation langfristig zu verbessern. 2011-03-25T09:16:44Z The development of self-regulation and the transition from kindergarten to school: The role of maternal parenting and child temperament Suchodoletz, Antje von 2008 deu

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