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Epidemiology and Treatment of Posttraumatic Stress Disorder in West-Nile Populations of Sudan and Uganda

Epidemiology and Treatment of Posttraumatic Stress Disorder in West-Nile Populations of Sudan and Uganda

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Prüfsumme: MD5:1e833ac9f7c26b272aac12996e676965

NEUNER, Frank, 2003. Epidemiology and Treatment of Posttraumatic Stress Disorder in West-Nile Populations of Sudan and Uganda

@phdthesis{Neuner2003Epide-10313, title={Epidemiology and Treatment of Posttraumatic Stress Disorder in West-Nile Populations of Sudan and Uganda}, year={2003}, author={Neuner, Frank}, address={Konstanz}, school={Universität Konstanz} }

2011-03-25T09:15:57Z deposit-license Bürgerkriege haben für die betroffenen Länder verheerende Auswirkungen auf soz-ialer, wirtschaftlicher, medizinischer und politischer Ebene. In einer epidemiologischen Studie, die im West-Nil Gebiet von Sudan und Uganda durchgeführt wurde, sollten die psychischen Folgen des sudanesischen Bürgerkrieges untersucht werden. Dabei wurden drei Populationen miteinander verglichen: Sudanesen, die im Sudan verblieben waren (n =664), Flüchtlinge, die aus dem Sudan nach Uganda geflohen waren (n = 1240) sowie ugandische Einwohner des West-Nil Gebietes (n =1419), die nun seit mehr als 10 Jahren in weitgehend friedlichen Verhältnissen leben können. Das Augenmerk der Untersuchung lag auf der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), als charakteristischer Folge extrem belastender Erlebnisse. Es stellte sich heraus, dass bei den sudanesischen Gruppen bei einem erheblichen Anteil der untersuchten Personen eine PTBS zu diagnostizieren war (im Sudan: 48.7%, Flüchtlinge: 47.7%), wohingegen die Prävalenz bei den Ugandern 19.7% betrug. Eine eingehende Analyse der Prädiktoren stellte das Ausmaß der Exposition an trau-matische Erlebnisse als wichtigsten Prädiktor für die Entstehung einer PTBS heraus, es er-gab sich eine Korrelation zwischen der Anzahl verschiedener Typen traumatischer Er-fahrungen und dem Schweregrad posttraumatischer Symptome von r = .49.<br />In einem zweiten Schritt wurde einem Teil der Flüchtlinge, bei denen eine PTBS di-agnostiziert wurde, eine Psychotherapie angeboten. Um den Anforderungen einer Psycho-therapie unter den gegebenen Umständen gerecht zu werden (kurze Dauer, kulturelle Sen-sitivität, sozialpolitischer Anspruch), wurde die Narrative Expositionstherapie (NET) entwickelt. Die vermutete Wirkungsweise von NET wurde auf der Grundlage psycholo-gischer und neurobiologischer Theorien der PTBS erklärt. In einer randomisiert kontrol-lierten Therapiestudie wurde NET (n = 17, vier Sitzungen individuelle Therapie) vergli-chen mit unterstützender Beratung (UB, n = 14, gleicher Umfang) und, als Kontrollbedin-gung mit minimaler Intervention, Psychoedukation (PE, n = 12, eine Sitzung). In Bezug auf posttraumatische Symptomatik stellte sich die NET als erfolreichste Therapieform heraus, nach einem Jahr war von denjenigen Teilnehmern, die mit NET behandelt wurden, nur noch bei 28% eine PTBS zu diagnostizieren, während bei den Kontrollbedingungen noch bei 79% (UB) bzw. 80% (PE) eine PTBS vorlag. Während NET posttraumatische Symptome deutlich reduzierte, konnten keine vergleichbaren Effekte auf komobide Symp-tome (Depression und psychische Gesundheit) nachgewiesen werden. Die Studien zeigen einen erheblichen Bedarf von Forschung und qualifizierter Unterstützung im Bereich der seelischen Gesundheit von Populationen, die unter den Auswirkungen von Kriegen leiden. Neuner, Frank eng Epidemiology and Treatment of Posttraumatic Stress Disorder in West-Nile Populations of Sudan and Uganda 2003 Behandlung und Epidemiologie der Posttraumatischen Belastungsstörungen in West-Nile-Populationen von Sudan und Uganda application/pdf Neuner, Frank 2011-03-25T09:15:57Z

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