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New Insights into the Treatment of Chronic Tinnitus : How does Repetitive Transcranial Magnetic Stimulation impact Auditory Cortical Activity?

New Insights into the Treatment of Chronic Tinnitus : How does Repetitive Transcranial Magnetic Stimulation impact Auditory Cortical Activity?

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Prüfsumme: MD5:722d22bc758ed893c64fe8223bdb07df

LORENZ, Isabel, 2010. New Insights into the Treatment of Chronic Tinnitus : How does Repetitive Transcranial Magnetic Stimulation impact Auditory Cortical Activity? [Dissertation]. Konstanz: University of Konstanz

@phdthesis{Lorenz2010Insig-10107, title={New Insights into the Treatment of Chronic Tinnitus : How does Repetitive Transcranial Magnetic Stimulation impact Auditory Cortical Activity?}, year={2010}, author={Lorenz, Isabel}, address={Konstanz}, school={Universität Konstanz} }

2011-03-25T09:14:12Z application/pdf Wie beeinflusst repetitive transkranielle Magnetstimulation auditorische kortikale Aktivität? Neue Einsichten in die Behandlung des chronischen Tinnitus New Insights into the Treatment of Chronic Tinnitus : How does Repetitive Transcranial Magnetic Stimulation impact Auditory Cortical Activity? Lorenz, Isabel Lorenz, Isabel 2010 Unter subjektivem Tinnitus versteht man die Wahrnehmung von Phantomgeräuschen ohne physikalische Ursache. In den meisten Fällen geht Tinnitus mit einem umschriebenen Hörverlust einher, der Hyperaktivität bestimmter neuronaler Populationen in zentralen auditorischen Arealen bedingt. Weiterhin wurden Abnormalitäten in der oszillatorischen Gehirnaktivität im auditorischen Kortex bei Tinnitus berichtet, vor allem eine Erhöhung von Delta- und Gammaaktivität, sowie ein reduzierter Alphapeak. Ein vielversprechender Therapieansatz bei chronischem Tinnitus, der in den letzten Jahren ausführlich untersucht wurde, ist repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS). Allerdings sind bisherige Behandlungseffekte nur moderat und zeichnen sich durch große interindividuelle Variabilität aus. Ein Problem in der Behandlung des chronischen Tinnitus mit rTMS ist der Wissensmangel bezüglich genauer Wirkmechanismen, auf denen die klinischen Effekte der rTMS basieren. In dieser Dissertation präsentiere ich drei Studien, die abnormale auditorische Gehirnaktivität bei Tinnituspatienten und den Einfluss von rTMS mittels Magnetenzephalographie (MEG) untersuchen. Vorab stelle ich, basierend auf meinen Ergebnissen, eine kritische Würdigung der Wirksamkeit von rTMS bei chronischem Tinnitus vor und diskutiere einen neuen Ansatz, der möglicherweise zu einer Verbesserung der rTMS Behandlung bei Tinnitus führen kann.<br />In Studie 1 wurde oszillatorische Ruheaktivität bei Tinnituspatienten und Kontrollpersonen mittels MEG untersucht und die Existenz eines theoretisch postulierten inversen Zusammenhangs zwischen auditorischer Alpha- und Gammabandaktivität sowohl bei Tinnitus- als auch bei Kontrollpersonen validiert. Tinnituspatienten wiesen im Vergleich zu Kontrollpersonen allerdings eine signifikant steilere Steigung der Regressionsgerade auf, die vermutlich auf eine größere Anzahl von Personen mit einem Muster geringer Alpha- und hoher Gammapower zurückzuführen ist. Dieser Befund unterstützt die Ansicht, dass eine Störung der exzitatorisch-inhibitorischen Balance bei Tinnitus vorliegt. In zwei folgenden Studien habe ich untersucht, in welchem Ausmaß rTMS die normale exzitatorisch-inhibitorische Balance wiederherstellen kann und wie dieses im Zusammenhang mit einer Verbesserung klinischer Symptome steht. In Studie 2 wurden zehn Tinnituspatienten mit fünf verschiedenen rTMS Protokollen stimuliert und der Einfluss von rTMS auf evozierte auditorische Gehirnaktivität (auditorische steady state response [aSSR] und N1) unter Tonstimulation wurde mittels MEG sowohl vor als auch nach jeder rTMS Sitzung gemessen. Des Weiteren wurde die Tinnitus Lautstärke mit Hilfe einer visuellen Analogskala erfasst. Es zeigte sich eine Reduktion der aSSR, sowie der Tinnitus Lautstärke nach drei rTMS Protokollen im Vergleich zur Placebostimulation. Die Therapie-Studie 3 untersuchte die gleiche Gruppe von Tinnituspatienten. Die Patienten erhielten zehn Tage niedrig frequente rTMS, sowie zehn Tage Placebostimulation in randomisierter Reihenfolge in einem einfach-blinden Studiendesign. Jeweils vor Beginn und nach Ende eines Blocks (sowie zur Nachuntersuchung) wurden die oszillatorische Ruheaktivität, sowie die Tinnitusbelastung der Patienten mittels MEG und Tinnitusfragebogen gemessen. Die Ergebnisse zeigen eine Normalisierung der Delta- sowie der Alphaaktivität direkt nach Ende der Therapie, die zum Zeitpunkt der Nachuntersuchung nicht mehr vorhanden war. Hohe Frequenzen, die vermutlich die Grundlage der Geräuschwahrnehmung bei Tinnitus bilden, wurden nur unspezifisch beeinflusst. Gleichzeitig wurden lediglich Tendenzen einer Reduktion der Tinnitusbelastung gefunden, die aber stark mit Gammaaktivität nach der Therapie zusammenhingen: Geringere Gammapower ging einher mit reduzierter Tinnitusbelastung. Diese Studie unterstreicht die Bedeutung der Entwicklung von neuen rTMS Strategien, die hochfrequente Oszillationen auf eine präzisere Art und Weise beeinflussen. 2011-03-25T09:14:12Z deposit-license eng

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