Der Einfluß der Bewußtseinslagen des Abwägens und Planens auf die soziale Urteilsbildung

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1998
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Zusammenfassung

Das in der deutschen Willenspsychologie der Würzburger Schule anfangs dieses Jahrhunderts eingeführte Konzept der Bewußtseinslage wird im Handlungsphasenmodell von Heckhausen und Gollwitzer wieder aufgegriffen. Bewußtseinlagen stellen spezifische kognitive Orientierungen dar. Für die verschiedenen Handlungsphasen des Abwägens, Planens, Handelns und Bewertens werden vier verschiedene Bewußtseinslagen postuliert und insbesondere die Bewußtseinslagen des Abwägens und Planens sind bislang empirisch erforscht.
In der vorliegenden Arbeit wird in zwei Studien der Einfluß der abwägenden und planenden Bewußtseinslage auf die Informationsverarbeitung von selbstrelevanten Informationen analysiert. Die grundlegenden Annahmen sind, daß in der abwägenden Bewußtseinslage eine offene und unvoreingenommene Informationsverarbeitung stattfindet, so daß die daraus resultierenden genauen Selbsturteile solche Zielwahlen ermöglichen, die Personen mit ihren vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten auch erfolgreich realisieren können. Für die planende Bewußtseinslage wird dagegen eine Bildung sog. positive Illusionen erwartet, so daß die Fokussierung auf persönliche Stärken das Zielstreben auch angesichts auftretender Schwierigkeiten und Hindernisse aufrechterhalten bleibt. Mit dem Untersuchungsparadigma der Auswahl bzw Präferenz von positiven und negativen selbstrelevanten Informationen wurden diese Annahmen empirisch überprüft und bestätigt. Desweiteren konnten verschiedene moderierende Einflußfaktoren identifiziert werden. So spielt das Selbstkonzept der Person als auch die Wichtigkeit des Handlungsziels bzw. -projekt eine Rolle.
Im zweiten Teil der Arbeit wird eine Erweiterung des Bewußtseinslagenkonzepts vorgeschlagen, insofern den Bewußseinslagen auch einen Einfluß auf das Verhalten zugeschrieben wird. Für die abwägende Bewußtseinslage wird eine sog. 'Abwartehaltung', für die planende Bewußtseinslage eine sog. 'Erledigungshaltung' postuliert.

Zusammenfassung in einer weiteren Sprache

The concept of mindset, originally advanced by the Wurzburg School of cognitive psychology at the beginning of this century, has been revived by Heckhausen and Gollwitzer (1987) in their modell of action phases. Mindsets are specific cognitive orientations related to different stages of goal pursuit. With regard to the four postulated different action phases of deliberation, implementation, action and retrospective evaluation, empirical research has concentrated on the mindset phases of deliberation and implementation.
In the present paper two studies will be analyzed, which focus on the influence of both deliberation and implementation on self-concept related information processing. It is assumed that while deliberating various wishes and desires, a person openly and unbiasedly processes information related to her/his own capacities and, therefore, chooses a goal in which the person's talents and capabilities are openly taken into consideration. For the implementing mindset, however, socalled 'positive illusions' are expected: Even when confronted with obstacles, persons keep focussing on their personal strengths.
These hypotheses have been tested and confirmed by a paradigm listing the respective decisions for positive vs. negative self-concept related information during different stages of mindset. In addition, several factors play a modifying role, such as the quality a person's self-concept or the importance of an action goal or project.
In a second part of the paper, a proposal is presented to expand the concept of mindset with regard to its influence on behavior, e.g. while deliberating a course of action, a person may assume a socalled 'waiting-attitude' (impulses are not immediately converted into action), implementing a course of action, however, implies an 'executive' attitude, which means that action initiation follows speedily. The postulated effects of mindset on action and behavior are specified by experimental data.

Fachgebiet (DDC)
150 Psychologie
Schlagwörter
Urteilsbildung, Bewusstseinslage
Konferenz
Rezension
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Zitieren
ISO 690BAYER, Ute C., 1998. Der Einfluß der Bewußtseinslagen des Abwägens und Planens auf die soziale Urteilsbildung [Dissertation]. Konstanz: University of Konstanz
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July 16, 1998
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