Was lange währt, wird niemals gut!? : Zur Strafverfolgungsverjährung sog. bedingter Gefährdungsdelikte im Kontext des Bankrottstrafrechts

Lade...
Vorschaubild
Dateien
Zu diesem Dokument gibt es keine Dateien.
Datum
2023
Herausgeber:innen
Kontakt
ISSN der Zeitschrift
Electronic ISSN
ISBN
Bibliografische Daten
Verlag
Schriftenreihe
Auflagebezeichnung
URI (zitierfähiger Link)
DOI (zitierfähiger Link)
ArXiv-ID
Internationale Patentnummer
Angaben zur Forschungsförderung
Projekt
Open Access-Veröffentlichung
Core Facility der Universität Konstanz
Gesperrt bis
Titel in einer weiteren Sprache
Forschungsvorhaben
Organisationseinheiten
Zeitschriftenheft
Publikationstyp
Zeitschriftenartikel
Publikationsstatus
Published
Erschienen in
Wistra : Zeitschrift für Wirtschafts- und Steuerstrafrecht. C. F. Müller. 2023(3), pp. 89-98. ISSN 0721-6890
Zusammenfassung

Im Bankrottstrafrecht beträgt die Verjährungsfrist gem. § 78 Abs. 3 Nr. 4, § 283 Abs. 1 StGB fünf Jahre und beginnt nach § 78a StGB mit „Beendigung der Tat“. Nach dem sog. materiellen Beendigungsbegriff ist die Tat beendet, wenn das unrechtbegründende Verhalten vollumfänglich vorliegt. Bei abstrakten Gefährdungsdelikten, die wie der Bankrott nach § 283 StGB eine objektive Strafbarkeitsbedingung enthalten, soll die Verjährung nach überwiegender Ansicht in Rechtsprechung und Schrifttum erst mit dem Eintritt der objektiven Bedingung beginnen, obwohl allein die abstrakt gefährliche Handlung das Gefährdungsunrecht konstituiert. Die objektive Strafbarkeitsbedingung enthalte eine Art rechtsgutsrelevante Erfolgskomponente, weshalb erst ihr Vorliegen das Ende des rechtsverneinenden Tuns markiere; zudem könne eine vor Eintritt der Bedingung noch nicht verfolgbare Tat nicht bereits zu verjähren beginnen. Die Verfasserin hinterfragt diese Thesen vor dem Hintergrund, dass die Zulässigkeit einer objektiven Strafbarkeitsbedingung von ihrer Unrechtsneutralität abhängen soll, weil das Schuldprinzip eine Kongruenz vom Unrecht und Schuld verlangt und die in der objektiven Bedingung normierten Umstände nicht von der Schuld des Delinquenten umfasst sein müssen; ein und derselbe Umstand könne nicht gleichzeitig unrechtsneutral und unrechtsmitbestimmend sein. Der Beitrag beleuchtet zunächst die dogmatischen und verfassungsrechtlichen Einwände gegen diese von der h.M. für § 283 StGB favorisierte Interpretation des Verjährungsbeginns in § 78a StGB, bevor im Anschluss ein alternatives Begründungskonzept für den Bankrotttatbestand und seine objektive Strafbarkeitsbedingung vorgeschlagen wird, um die Verjährungsfrage einer konsistenten und im Einklang mit dem Schuldstrafrecht stehenden Lösung zuzuführen.

Zusammenfassung in einer weiteren Sprache
Fachgebiet (DDC)
340 Recht
Schlagwörter
Konferenz
Rezension
undefined / . - undefined, undefined
Zitieren
ISO 690WINDSBERGER, Alexandra, 2023. Was lange währt, wird niemals gut!? : Zur Strafverfolgungsverjährung sog. bedingter Gefährdungsdelikte im Kontext des Bankrottstrafrechts. In: Wistra : Zeitschrift für Wirtschafts- und Steuerstrafrecht. C. F. Müller. 2023(3), pp. 89-98. ISSN 0721-6890
BibTex
@article{Windsberger2023lange-68531,
  year={2023},
  title={Was lange währt, wird niemals gut!? : Zur Strafverfolgungsverjährung sog. bedingter Gefährdungsdelikte im Kontext des Bankrottstrafrechts},
  url={https://www.wistra-online.com/83726.htm#Beitrag1},
  number={3},
  issn={0721-6890},
  journal={Wistra : Zeitschrift für Wirtschafts- und Steuerstrafrecht},
  pages={89--98},
  author={Windsberger, Alexandra}
}
RDF
<rdf:RDF
    xmlns:dcterms="http://purl.org/dc/terms/"
    xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
    xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"
    xmlns:bibo="http://purl.org/ontology/bibo/"
    xmlns:dspace="http://digital-repositories.org/ontologies/dspace/0.1.0#"
    xmlns:foaf="http://xmlns.com/foaf/0.1/"
    xmlns:void="http://rdfs.org/ns/void#"
    xmlns:xsd="http://www.w3.org/2001/XMLSchema#" > 
  <rdf:Description rdf:about="https://kops.uni-konstanz.de/server/rdf/resource/123456789/68531">
    <dcterms:available rdf:datatype="http://www.w3.org/2001/XMLSchema#dateTime">2023-11-30T10:59:33Z</dcterms:available>
    <dcterms:isPartOf rdf:resource="https://kops.uni-konstanz.de/server/rdf/resource/123456789/44"/>
    <bibo:uri rdf:resource="https://kops.uni-konstanz.de/handle/123456789/68531"/>
    <void:sparqlEndpoint rdf:resource="http://localhost/fuseki/dspace/sparql"/>
    <dc:contributor>Windsberger, Alexandra</dc:contributor>
    <dspace:isPartOfCollection rdf:resource="https://kops.uni-konstanz.de/server/rdf/resource/123456789/44"/>
    <dcterms:title>Was lange währt, wird niemals gut!? : Zur Strafverfolgungsverjährung sog. bedingter Gefährdungsdelikte im Kontext des Bankrottstrafrechts</dcterms:title>
    <dcterms:abstract>Im Bankrottstrafrecht beträgt die Verjährungsfrist gem. § 78 Abs. 3 Nr. 4, § 283 Abs. 1 StGB fünf Jahre und beginnt nach § 78a StGB mit „Beendigung der Tat“. Nach dem sog. materiellen Beendigungsbegriff ist die Tat beendet, wenn das unrechtbegründende Verhalten vollumfänglich vorliegt. Bei abstrakten Gefährdungsdelikten, die wie der Bankrott nach § 283 StGB eine objektive Strafbarkeitsbedingung enthalten, soll die Verjährung nach überwiegender Ansicht in Rechtsprechung und Schrifttum erst mit dem Eintritt der objektiven Bedingung beginnen, obwohl allein die abstrakt gefährliche Handlung das Gefährdungsunrecht konstituiert. Die objektive Strafbarkeitsbedingung enthalte eine Art rechtsgutsrelevante Erfolgskomponente, weshalb erst ihr Vorliegen das Ende des rechtsverneinenden Tuns markiere; zudem könne eine vor Eintritt der Bedingung noch nicht verfolgbare Tat nicht bereits zu verjähren beginnen. Die Verfasserin hinterfragt diese Thesen vor dem Hintergrund, dass die Zulässigkeit einer objektiven Strafbarkeitsbedingung von ihrer Unrechtsneutralität abhängen soll, weil das Schuldprinzip eine Kongruenz vom Unrecht und Schuld verlangt und die in der objektiven Bedingung normierten Umstände nicht von der Schuld des Delinquenten umfasst sein müssen; ein und derselbe Umstand könne nicht gleichzeitig unrechtsneutral und unrechtsmitbestimmend sein. Der Beitrag beleuchtet zunächst die dogmatischen und verfassungsrechtlichen Einwände gegen diese von der h.M. für § 283 StGB favorisierte Interpretation des Verjährungsbeginns in § 78a StGB, bevor im Anschluss ein alternatives Begründungskonzept für den Bankrotttatbestand und seine objektive Strafbarkeitsbedingung vorgeschlagen wird, um die Verjährungsfrage einer konsistenten und im Einklang mit dem Schuldstrafrecht stehenden Lösung zuzuführen.</dcterms:abstract>
    <foaf:homepage rdf:resource="http://localhost:8080/"/>
    <dcterms:issued>2023</dcterms:issued>
    <dc:language>deu</dc:language>
    <dc:creator>Windsberger, Alexandra</dc:creator>
    <dc:date rdf:datatype="http://www.w3.org/2001/XMLSchema#dateTime">2023-11-30T10:59:33Z</dc:date>
  </rdf:Description>
</rdf:RDF>
Interner Vermerk
xmlui.Submission.submit.DescribeStep.inputForms.label.kops_note_fromSubmitter
Kontakt
Prüfdatum der URL
2023-11-30
Prüfungsdatum der Dissertation
Finanzierungsart
Kommentar zur Publikation
Allianzlizenz
Corresponding Authors der Uni Konstanz vorhanden
Internationale Co-Autor:innen
Universitätsbibliographie
Ja
Begutachtet
Unbekannt
Diese Publikation teilen