Das Kausativ im Tocharischen

dc.contributor.authorSeržant, Ilja A.
dc.date.accessioned2019-02-23T11:09:02Z
dc.date.available2019-02-23T11:09:02Z
dc.date.issued2014deu
dc.description.abstractDas Buch behandelt das morphologische Kausativ in den zwei tocharischen Sprachvarianten West- und Osttocharisch. Die Materialbasis für diese Untersuchung liefert ein zusammengestelltes Korpus (dokumentiert im Kapitel V des Buches). Die Abhandlung ist linguistisch und sprachhistorisch und nicht philologisch orientiert. Sowohl eine synchrone, funktionalistisch angelegte Beschreibung des Kausativs als auch dessen diachrone Analyse werden angestrebt.
Dabei wird die traditionelle Beschreibung des tocharischen Kausativs, die von zwei morphologisch unterschiedlichen Kausativbildungen ausgeht, dahingehend revidiert, dass das vorliegende Beschreibungsmodell von nur einem Kausativ und einer neuen Kategorie Inagentiv ausgeht. Eine solche Beschreibung des tocharischen derivationellen Diathesensystems ermöglicht – im Gegensatz zur traditionellen Beschreibung – die Zahl der Ausnahmen bis auf einige wenige zu reduzieren. Der Ansatz der neuen Kategorie Inagentiv wird zudem diachron untermauert.
Der diachrone Teil beinhaltet die historische Analyse der kausativen Morphologie und Funktion. Hier werden einige Aspekte neu interpretiert: die sog. sekundäre Palatalisation (typisch für die kausativen Präterita im Westtocharischen) wird – anders als bisher – als eine reguläre phonologische Erscheinung erklärt; einige bisher nicht erkannte Reduplikationsbildungen werden aufgezeigt; einige alte Perfektformen werden nachgewiesen und entsprechend aus dem Kausativ entfernt (diese weisen lediglich morphologische jedoch nicht semantische Ähnlichkeiten mit dem Kausativ auf). Es wird ferner argumentiert, dass das morphologische Kausativparadigma ursprünglich im Tocharischen eine viel breitere Lesartenpalette aufwies. So hatte dieses Paradigma wohl ursprünglich allgemeinere Bedeutung wie etwa das Subjekt nimmt willentlich und bewusst am Ereignis teil. Die kausative Funktion stellt historisch eine Verengung dieser breiteren Bedeutung dar.
deu
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dc.identifier.isbn978-3-86288-473-5deu
dc.identifier.urihttps://kops.uni-konstanz.de/handle/123456789/45169
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